Equisetum scirpoides // Simsen-Schachtelhalm, Zwerg-Schachtelhalm
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Familie |
Equisetaceae, Schachtelhalmgewächse
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| Pflanzen pro qm |
6.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Equisetum scirpoides
Der Simsen-Schachtelhalm kommt zirkumpolar auf der gesamten Nordhalbkugel in den kühl gemäßigten bis borealen Klimaten vor. In Europa ist er nur in Skandinavien, dem Baltikum und Russland heimisch.
Der Zwerg-Schachtelhalm bildet an sonnigen Standorten rasch sehr dichte Rasen.
Equisetum scirpoides besiedelt feuchte und flach überstaute Uferzonen von Still- und Fließgewässern, lichte Feuchtwälder und Sümpfe in Tundren.
Die Standorte sind (voll-)sonnig und stickstoffarm bis mäßig nahrhaft.
Die dünnen, leicht vierkantigen Triebe sind erstaunlich standfest.
Beschreibung
Equisetum scirpoides ist eine immergrüne, durch Ausläufer rasch dichte Rasen bildende Staude. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 20 und 40 cm. Unterwassertriebe können auf der Suche nach festem Grund gut 100 cm lang werden.
Die nadelartigen, milimeterdünnen Triebe sind unverzweigt, blattlos und kräftig grün. Sie wirken durch die dunkel-braun abgesetzten Internodien dezent quergestreift. Die dunkel-braunen Sporenkapseln entwickeln sich an den Triebspitzen.
Sehr ähnlich ist die etwas kräftigere, ebenfalls rasch dichte Rasen bildende Eleocharis palustris. Sie lässt sich durch die fehlenden Internodien aber leicht unterscheiden.
Equisetum scirpoides neigt nicht dazu, anderen Sumpfstauden optisch die Show zu stehlen. Hier untermalt er ehrfürchtig prächtige Exemplare von Iris laevigata 'Variegata'.
Verwendungshinweise
Der Simsen-Schachtelhalm kommt v.a. im flächenhaften Einsatz zur Geltung. Er kann dann an Teichufern entweder monoton-minimalistische Akzente setzen oder kräftigere Sumpfpflanzen in eine ganzjährig grüne Matrix einbinden.
Die Bestände werden mit der Zeit sehr dicht, so dass zarte, konkurrenzschwache Moorbeetstauden früher oder später das Nachsehen haben werden.
Gut geeignet sind dagegen alle Sumpf- und Wiesen-Irisarten wie IIris x robusta, Iris pseudacorus oder Iris sibirica. Auch Herz- und Pfeilblatt (Pontederia cordata) oder die panaschierte Form des Kalmus (Acorus calamus 'Variegatus') sind problemlos kombinierbar.
Im Versandhandel ist Equisetum scirpoides mit etwas Engagement zu beziehen.
Teichfrösche scheinen sich zwischen Moosen und Zwerg-Schachtelhalmen ebenfalls wohl zu fühlen..
Kultur/Pflege von Equisetum scirpoides
Der Zwerg-Schachtelhalm ist überall vollkommen winterhart und bleibt in den gemäßigten Breiten ohne jeden Schaden immergrün.
Er bevorzugt sonnige Feuchtzonen und Flachwasserbereiche, kann aber auch gut halbschattig stehen.
An die Bodeneigenschaften werden keine Ansprüche gestellt. Auf stickstoffärmeren, sandigen Substraten bleiben die Rasen etwas luftiger.
Die Vermehrung ist vegetativ sehr effektiv möglich bzw. nicht zu verhindern. Will man größere Sumpfzonen in Neuanlagen rasch begrünen, kann man die Topfballen dritteln oder vierteln und so die Ausbreitung deutlich beschleunigen.