Iris pseudacorus / Sumpf-Schwertlilie, Gelbe Schwertlilie

Iris_pseudacorus_sumpf-schwertlilie_11 Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Iris pseudacorus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Iris pseudacorus

Die Sumpf-Schwertlilie ist im ganzen Eurasien von den Tiefebenen bis in sub-alpine Höhenlagen weit verbreitet. Sie besiedelt stickstoffreiche, sonnige bis absonnige (licht schattige), feuchte oder auch flach überstaute Standorte.

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Dominanzbestand an einem Soll im Norden Brandenburgs

Die Sumpf-Schwertlilie ist eine Kennart der Röhrichte. Sie kommt außerdem häufig in den regelmäßig überschwemmten Bereichen von Auwäldern, den im Frühjahr oft flach überstauten Erlenbuchwäldern und den Uferbereichen von stehenden und fließenden Gewässern aller Art vor.

An die Bodeneigenschaften stellt sie keine Anforderungen und toleriert sowohl alkalische wie saure, mineralische Substrate wie organische Niedermoorböden.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (3)  Feuchte (9)  Reaktion (-)  Stickstoff (7)



Eine mächtige Schwertlilie in einem im Frühling überschwemmten Erlenbruch

Beschreibung

Iris pseudacorus treibt aus einem langsam kriechenden Wurzelstock bis zu 100, auf stickstoffreichen Standorten auch über 140 cm lange, sommergrüne Schwertblätter empor. Im Laufe der Zeit entstehen beeindruckende Horste.

Die gelben Iris-Blüten erscheinen im Juni und überragen das Blattwerk um etwa 20 cm. Die einzelne Pflanze blüht dabei relativ kurz für etwa eine Woche bis zehn Tage.

Sehr alte Exemplare entwickeln einen ringförmigen, im Zentrum kahlen Horst, der nur noch wenige Blüten ansetzt.

Verwendungshinweise

Die Sumpf-Schwertlilie darf eigentlich an keinem naturnahen Gewässerufer fehlen. Sie ist bei ausreichender Feuchtigkeit ausgesprochen robust und konkurrenzkräftig, ohne störenden Expansionsdrang zu entfalten.

Sehr schöne Bilder entstehen in naturnahen, selten und erst sehr spät im Jahr gemähten Nasswiesen.

Die auf nahrhaften, feuchten Standorten rasch beeindruckende Größen erreichenden Schwertblätter lassen sich auch sehr stimmig als Strukturkontrast in exotischen Pflanzungen einbinden. Insofern ist es auch gut zu verschmwerzen, dass der Blütenflor ein nur kkuurz währendes Ereignsi ist.

In größeren, geschlossenen und überstauten Pflanzgefäßen ist die Sumpf-Schwertlilie während der gesamten Vegetationsperiode ein stilvoller Anblick auf Terrassen und großen Balkonen. Hier bietet sich auch die im Austrieb creme-gelb gestreifte "Variegata" an. Den eindrücklicheren Blattschmuckeffekt erzielt man aber ganz eindeutig mit einem panaschierten Kalmus Acorus calamus 'Variegatus'.



'Variegata' im gemischten Pflanzkübel. Zum Beginn der Blüte ist die Panaschierung schon deutlich vergrünt.


Kultur

In Gartenkultur entwickelt sie sich auch gut auf frischen Böden, die über einer stauenden Tonschicht oder einer mind. 60 cm tief liegenden Teichfolie liegen. Mit solchen "Kleinstsümpfen" lassen sich z.B. schöne Effekte unter halbschattigen Laubbaumbeständen erziehlen.

Die Sumpf-Schwertlilie kommt auch hier sicher zur Blüte und entwickelt sich mitunter üppiger als in vollsonnigen Lagen. Sie kann sogar befriedigend in absonnigen bis licht schattigen Lagen kultiviert werden, solange die Nährstoffversorgung günstig ist.



Gartenstandort am feuchten, halbschattigen Gehölzrand mit Baldrian, Gilbweiderich und Baldrian.

Sorten:
  • Berliner Tiger: gelbe Blüten mit rot-brauner Zeichnung
  • Giant Form: besonders wüchsige Form, unter günstigen Bedingungen über 200 cm hoch
  • Junges White Selection: weiße, leicht grünstichige Blüten mit zarter Zeichnung
  • Nearest to Pure White: weiße Blüten mit zarter Zeichnung
  • Plena: gelbe, gefüllte Blüten
  • Variegata: mit im Austrieb gelb-grün gestreiften Blättern, die bis spätestens Anfang Mai vergrünen. Da bis in den Sommer hinein neue Blätter getrieben werden, bleibt der Effekt dennoch einige Zeit erhalten. Alte Blätter nehmen einen Blaustich an. Die Sorte ist nicht blühfaul und entwickelt sich nur träge in die Breite, ist in der Höhe aber sehr wüchsig.

Bilder





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2055-1
Naturstandort, im Austrieb


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Variegata


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Variegata

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Wasserpflanze
Aufragend
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
grünlich-weiß
weiß
gelb
Juni
grün
gelblich
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
offenes Wasser
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Wiesen Staudenfluren Gebüsche Wälder
Niedermoore
Großröhrichte
Großseggenriede
Nasswiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Feuchtgebüsche
Grauweidengebüsche
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Wasserrand/Sumpf
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren