Echinacea angustifolia // Schmalblättriger Scheinsonnenhut
Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Echinacea angustifolia
Der Schmalblättrige Scheinsonnenhut kommt im zentralen Nordamerika von Texas im Süden bis Zentral-Kanada im Norden vor und besiedelt die Hügel- bis hochmontanen Stufen.
Echinacea angustifolia ist ein Vertreter der mehr oder weniger trockenen Kurzgras-Prärien auf schottrigen Felsböden bis sandigen Lehmböden. Standorte über Felsbändern können auch flachgründig sein.
Die Standorte sind (voll-)sonnig und v.a. im Sommer stark wärmebegünstigt. Die Winter sind im kontinentalen Klima dagegen hart.
Die hochwüchsigeren Echinacea simulata und Echinacea paradoxa im Hintergrund stehlen der kompakten Echinacea angustifolia mit großer Eleganz die Show.
Beschreibung
Echinacea angustifolia ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie gehört mit Wuchshöhen zwischen 30 und maximal 60 cm zu den kompakten Scheinsonnenhüten.
Ab Mitte/Ende Juni erscheinen für etwa vier Wochen die Korbblüten mit den orange-braunen Röhrenblüten und den mittel- bis blass-rosa Zungenblüten. Diese hängen meist herab und sind bei den in Europa üblichen Formen in der Regel auffallend kurz. Es gibt aber auch Formen mit schlanken, längeren Zungenblüten, die dann stark an eine gedrungene Echinacea pallida erinnern. Der Blütenpollen ist gelb.
Die schwarz-braunen Samenstände sind bis in den Winter hinein zierend, lösen sich aber etwas früher auf, als bei den meisten anderen Verwandten.
Die Blätter sind entgegen des Artnamens breiter als bei den meisten anderen Scheinsonnenhüten. Sie sind genau wie der Blütenstängel kräftig borstig behaart.
In der Homöopathie spielt die Art wie die anderen Echenaceen eine wichtige Rolle.
Verwendungshinweise
Echinacea angustifolia wird nur selten eingesetzt und ist in Europa lediglich als Saatgut zu beziehen.
Im Vergleich zu einer herausragend gartenwürdigen Echinacea simulata sind die stummelig wirkenden Zungenblüten geradezu plump.
Ein Einsatz bietet sich v.a. dort an, wo die anderen Scheinsonnenhüte etwas zu hoch werden. Vorteilhaft ist auch die sehr gute Standfestigkeit der Blüten und die Langlebigkeit der Art.
Sinnvolle Einsatzfelder finden sich vorrangig in naturalistischen, niedrigen Trockenwiesen. Insbesondere niedrige Präriegräser wie die zeitgleich aufblühenden Bouteloua gracilis und Sporobolus heterolepis eignen sich als Matrix.
Blütendetail.
Kultur/Pflege von Echinacea angustifolia
Echinacea angustifolia entwickelt sich zunächst etwas träge, ist dafür aber recht langlebig. Jedes Jahr nehmen die Horste langsam, aber stetig an Volumen zu.
Auf sonnigen, mehr oder weniger trockenen Böden mit geringer bis mäßiger Stickstoffversorgung ist die Art vollkommen zuverlässig zu kultivieren. Die Begleiter sollten höchstens gleich hoch werden, um die lichtbedürftige Art nicht auszudunkeln.
Saatgut keimt bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von zwei bis vier Wochen. Sollte nach sechs Wochen noch keine Sämlinge aufgelaufen sein,
wird am besten nach den Regeln für Kaltkeimer fortgefahren. Die Keimraten sind oft gering und Selbstversamung ist in Europa selten.
Die Samenstände von Echinacea angustifolia sind wie bei den meisten Verwandten bis in den Winter zierend.