Centaurea phrygia // Phrygische Flockenblume, Perücken-Flockenblume

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Centaurea phrygia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Centaurea phrygia

Die Perücken-Flockenblume kommt in weiten Teilen des gemäßigten Europas von Deutschland und Nord-Italien bis Belarus vor. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet über Dänemark bis Süd-Norwegen.

Centaurea phrygia auf mäßig trockenem, armen Sand zwischen Seseli gummiferum, Santolina chamaecyparissus ssp. tomentosa und jungen Ausläufern von Elaeagnus commutata.

In Deutschland liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den zentralen und östlichen Hügel- und Mittelgebirgsregionen. Die wenigen Tieflandvorkommen der Unterart Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind größtenteils erloschen.

Centaurea phrygia besiedelt ein relativ breites Spektrum frischer Magerwiesen, das von den sauren Borstgras-Rasen bis zu basenreichen Glatthafer-Wiesen bzw. in montanen Höhenlagen Goldhaferwiesen reicht. Die Standorte sind vollsonnig bis sonnig, aufgrund vergleichsweise hoher Niederschläge meist dauerhaft frisch und mehr oder weniger stickstoffarm.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (-)  Kontinentalität (5)  Feuchte (5)  Reaktion (-)  Stickstoff (4)

Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia in den österreichischen Alpen in einer sickerfrischen Magerweide mit Deschampsia cespitosa.

Beschreibung
Centaurea phrygia ist eine horstige, sommergrüne bzw. mit einer flachen Blattrosette grün überwinternde Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 20 bis 100 cm.

Die Blüten bestehen aus einer halbkugeligen, bräunlichen Blütenhülle und einer schopfartigen, rosa Blütenkrone. Die Blütezeit liegt im Hochsommer und erstreckt sich über etwa drei Wochen.

Die insbesondere bei der Unterart Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia (Synonym: Centaurea pseudophrygia) perückenartig anmutenden Samenstände sind mittel-braun und bis zum Winteranfang zierend.

Verwechslungsgefahr besteht insbesondere mit der deutlich atlantisch verbreiteten Centaurea nigra mit ansonsten sehr ähnlichen Lebensraumansprüchen. Die gedrungeneren Blütenstände und die dunkel-braune Blütenhülle sind aber gute Unterscheidungsmerkmale.

Die Stammform kann hinsichtlich des Zierwertes der Samenstände mit der Unterart Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia nicht ganz mithalten.

Verwendungshinweise
Centaurea phrygia spielt in der Gartenkultur eine untergeordnete Rolle.

Eigentlich muss sie sich aber hinter gartenüblicheren Verwandten wie Centaurea jacea oder Centaurea scabiosa nicht verstecken.

Für das Prachtstaudenbeet reicht es zwar nicht, aber in betont naturalistisch gehaltenen Staudenwiesen könnte sie häufiger eingesetzt werden. Besonders die Unterart Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia überzeugt zudem mit den bei genauer Betrachtung reizvollen Samenständen.

Im Versandhandel ist mit einigem Engagement Topfware zu beziehen. In der Regel erhält man die attraktivere Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia, die oft auch unter dem Synonym Centaurea pseudophrygia angeboten wird.

Samenstände von Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia..

Kultur/Pflege von Centaurea phrygia

Centaurea phrygia ist vollkommen winterhart und kann auf allen möglichst sonnigen, mehr oder weniger frischen und nicht zu nahrhaften Standorten zuverlässig kultiviert werden.

Centaurea phrygia ssp. pseudophrygia ist allerdings kalkmeidend und sollte auf (humosen), sauren bis neutralen Sandböden kultiviert werden. Gelegentlicher Trockenstress wird toleriert.

Saatgut keimt bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von zwei bis vier Wochen.

Sorten:
  • ssp. pseudophrygia: obere Stengelblätter mit herzförmigem Grund stengelumfassend sitzend, Blütenhülle mit 20 mm etwas breiter und durch gefiederte Verlängerungen perückenartig, etwas wüchsiger (30-100 cm hoch), nur auf kalkarmen Silikat-Magerböden, im Handel oft als eigene Art "Centaurea pseudophrygia"
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    ssp. pseudophrygia









    ssp. pseudophrygia



    ssp. pseudophrygia



    ssp. pseudophrygia



    ssp. pseudophrygia