Allium fistulosum // Winterheckenzwiebel

Familie
Pflanzen pro qm 16.00
Wikipedia Allium fistulosum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Allium fistulosum

Die Winterheckenzwiebel stammt ursprünglich vermutlich aus dem zentralen und nördlichen, evtl. auch aus dem westlichen China. Es gibt allerdings keine zweifelsfrei nachgewiesenen Naturstandorte der seit Urzeiten kultivierten Art. Es gibt allerdings auch die Vermutung, dass es sich um eine Kulturform des süd-sibirisch verbreiteten Allium altaicum handeln könnte.

Als traditionelle Kulturpflanze ist sie zudem auf der Nordhalbkugel in Zentral-Asien, großen Teilen Europas sowie im äußersten Nord-Osten Sibiriens und Alaskas eingebürgert.

In Deutschland und Österreich verwildert sie gelegentlich in Siedlungsnähe und stellt sich zeitweilig in frischen, stickstoffreichen Ruderalfluren ein.

Allium fistulosum im erwerbsmäßigen Feldbau.

Allium fistulosum benötigt sonnige Standorte auf nahrhaften, kräftigen Böden. Auch schwere, zur Verdichtung und/oder sommerlichem Trockenstress neigende Lehmböden beeinträchtigen die Wuchsfreude nicht.

Beschreibung
Allium fistulosum ist eine je nach Winterverlauf schwach bis gut wintergrüne, horstige Staude. Sie bildet wie Allium porrum (Porree) längliche, oft nur angedeutete Zwiebeln und wächst durch Nebenzwiebeln allmählich in die Breite.

Im Gemüsebeet ist sie eine der schönsten Formen. Hier huldigt ihr u.a. die ebenfalls sehr ansehnliche Leonurus cardiaca ' Grobbebol'.

Die runden, spitz zulaufenden Blätter sind hohl und wirken leicht aufgeblasen. Sie werden 50 bis 80 (100) cm hoch. Die Blattfärbung ist ein attraktives Blau-Grün.

Die Blätter sind von aromatischer Schärfe. Sie können ganzjährig geerntet werden und wie Lauchzwiebeln roh oder gedünstet verwendet werden.

Die creme-weißen, rundlichen Blütenstände erscheinen ab Anfang Juni bis etwa Mitte Juli. Sie erreichen Durchmesser von 2-4 cm.

Es werden auch Hybriden mit Allium cepa gebildet, die aös wüchsig gelten und im Gemüsebau eingesetzt werden.

Die Blüten sind unspektakulär, aber ansehnlich und wahre Insektenmagneten.

Verwendungshinweise
Allium fistulosum ist natürlich in erster Linie ein Gemüse, dass klassischerweise in odentlichen Reihen im Gemüsebeet kultiviert wird. Sie gehört hier zu den wirklich ornamentalen Gewächsen, die praktisch ganzjährig für Form und Farbe sorgen. Es sollte also kein Gemüsebeet ohne Winterheckenzwiebel geben. Ästhetisch perfekte Partner sind hier insbesondere die diversen Brassica oleracea-Formen wie Palmkohl, Rotkohl oder Kohlrabi.

Die straff gen Himmel strebenden Blätter sind aber eine viel zu schöne vertikale Struktur, als dass man nicht kreativ nach weiteren Einsatzfeldern für Allium fistulosum suchen sollte.

Warum nicht in Wechselflorrabatten oder im Prachtstaudenbeet als bleibenden Anker verwenden? Auch naturhaftere Staudenpflanzungen sind dankbar für klare Formen, die dem Auge Halt bieten.

Topfware ist praktisch nicht erhältlich. Dies ist aufgrund der zuverlässigen Keimfreude auch nicht erforderlich.

Mit runden Formen - hier ist es formierter Artemisia absinthium - entstehen interessante Kontraste..

Kultur/Pflege von Allium fistulosum

Allium fistulosum ist in den gemäßigten Breiten vollkommen winterhart, robust und langlebig.

Je geschützter die Standorte sind, desto besser kommen die Blätter natürlich über den Winter. Das ist aber nur eine ästhetische Frage. Für die Vitalität der Art macht es keinen Unterschied, ob die Blätter zurückfrieren oder nicht.

Der ideale Standort ist sonnig, dauerhaft bodenfrisch sowie basenreich und bietet kräftig-nahrhaften, humosen Lehm. Die Art nimmt aber auch mit leichten, nur mäßig nahrhaften Lehmböden Vorlieb. Auf zu feuchten Böden ist die Art in den Sommermonaten recht empfänglich für den Falschen Mehltau.

Im privaten Gemüsegarten ist die Winterzwiebel die ideale Dauerkultur. Werden die Horste zu dicht, nimmt das Blattvolumen ab. Die Teilung der Horste alle 3-4 Jahre verhindert dies effektiv.

Allium fistulosum ist ausgesprochen keimwillig und kann von Frühling bis Herbst direkt ins Freiland gesäät werden. Wenn sich dennoch keine Jungpflanzen zeigen wollen, wurden sie von Nacktschnecken entdeckt. Auch das Laub etablierter Exemplare ist ein begehrtes Schneckenfutter.

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