Origanum x rotundifolium // Garten-Hopfendost

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 16.00
Wikipedia Origanum x rotundifolium
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Origanum x rotundifolium

Bei diesen Hopfendosten handelt es sich Kulturhybriden mit überwiegenden Anteilen von Origanum rotundifolium und Kreuzungspartnern wie Origanum laevigatum, Origanum amanum oder Origanum scabrum.

Der Rundblättrige Hopfendost stammt aus dem anatolischen Hochland und der Kaukasusregion.

Er wächst in Schuttfluren aus kalk-, humus- und stickstoffarmen Urgesteinen. Die stark drainierenden Standorte sind (voll-)sonnig und dank sehr geringer Sommerniederschläge über das gesamte Sommerhalbjahr von Trocknis gekennzeichnet.

Auch die unterschiedlichen Kreuzungspartner sind Elemente der sonnig-trockenen, mediterranen, meist kalk-/basenreichen Fels- und Schotterfluren.

'Kent Beaty' ist der bislang bekannteste Garten-Hopfendost. Hier überzeugt er mit "wuchtigem" Wuchs in relativ stressfreier Kübelkultur.

Beschreibung
Die Garten-Hopfendoste sind in milden Regionen wintergrüne Halbsträucher. Sie wachsen horstig oder bilden kurze, unterirdische Ausläufer.

Das rundliche Laub ist mehr oder weniger unbehaart und meist blau-grün gefärbt. Es hat einen aromatischen Geschmack, allerdings weniger intensiv, als man dies von Origanum vulgare oder den allermeisten Thymianen kennt.

Die Blütenstände bestehen aus auffälligen, von der Spitze her fortlaufend nachgebildeten Kelchblättern, die sich zu schuppen- oder dachziegelartigen, an Hopfenblüten erinnernde Walzen entwickeln. Die Kelchblätter sind blass rosa-grünlich gefärbt. Die eigentlichen Blüten sind meist unauffällig klein und blass rosa gefärbt.

Im Handel werden die Hybriden oft als Sorten von Origanum rotundifolium bezeichnet.

'Kent Beaty' leidet hier auf armen, trockenem Sad sichtlich. Im Hintergrund steht Santolina neapolitana 'Edward Bowles'.

Verwendungshinweise
Origanum x rotundifolium ist im etablierten, wüchsigen Zustand eine etwas bizarre, aber reizvolle Erscheinung. Sie drängt sich mit ihren blassen Farben gar nicht in den Vordergrund, sondern wirkt mehr auf den zweiten Blick durch den merkwürdigen Habitus.

Als Einsatzorte eignen sich insbesondere Situationen im Umfeld von Sitzplätzen oder entlang von Wegen, die die zierlichen Gestalten in Augennähe präsentieren. Auch etwas erhöhte Standorte z.B. auf Trockenmauern sind eine gute Idee.

In größeren Kübeln entwickeln sich Garten-Hopfendoste oftmals besonders prächtig. Es empfiehlt sich dann aber eine frostarme und regengeschützte Überwinterung.

Gute Kombinationspartner sind z.B. zierliche, trockenheitsverträgliche Gräser wie Koeleria macrantha oder Festuca cinerea sowie andere mediterrane Stauden wie Sideritis syriaca, Sideritis hyssopifolia oder Euphorbia epithymoides.

Eine zierliche, weiß-filzig behaarte Alternative unter den Hopfendosten für wintertrockene Standorte wäre Origanum dictamnus.

Die eigentlichen Blüten verstecken sich bei den Hopfendosten zwischen den dominanten Kelchen.

Kultur/Pflege von Origanum x rotundifolium

Die Hopfendoste mit Blut von Origanum rotundifolium sind vergleichsweie unkompliziert in den gemäßigten Breiten zu kuiltivieren. Sie sind im Tief- und Hügelland auf gut drainierten Standorten recht zuverlässig im Freiland zu überwintern.

Trotzdem sind windgeschützte, auch im Winter wärmebegünstigte Standorte erforderlich. Außerdem sollte von Topfware die humose Einheitserde so gut es geht mit einem Wasserstrahl beseitigt werden.

Im ersten Jahr ist die Trockenheitsresistenz eingeschränkt. Etablierte Exemplare und Sämlinge sind dagegen auch auf trockenen Standorten ohne Bewässerung zu kultivieren.

Je mehr Sonne die Garten-Hopfendoste abbekommen, desto besser entwickeln sie sich. Lockere Kies-, Sand und Schottersubstrate mit möglichst wenig Humus-, aber etwas Lehmanteilen sind ideale Substrate. Sie sollten nicht zu stickstoffarm sein, da der Wuchs auf betont armen Böden zur Kümmerlichkeit neigt.

Die Vermehrung ist sehr einfach vegetativ über halb ausreifte, möglichst nicht blühende Triebe möglich. Außerdem versamen sich viele Sorten willig selbst auf offenen Bodenstellen. Ein Kälteimpuls ist nicht unbedingt erforderlich, allerdings laufen die Keimlinge oft über einen längeren Zeitraum im Frühling auf. Die Sämlinge sind nicht sortenecht.

Bis in den Herbst hinein wachsen die Blütenstände fortwährend und können dabei girlandenartige Längen erreichen.

Sorten:
  • Barbara Tingey: blass-rosa-grüne Hopfen-Kelchblätter und zart-rosa Blüten an sehr langen Kelchröhren, blühfreudig, recht winterhart, Kreuzungspartner ist Origanum scabrum
  • Bellissimo: rosa-grünliche Kelchblätter, im Ausreifen kräftiger rosa verfärbend als 'Kent Beauty', sonst sehr ähnlich, der Kreuzungspartner ist nicht bekannt (evtl. Origanum amanum)
  • Dingle Fairy: sehr schlanke, fleischlich-rosa Blütenstände, kleine, grüne bis schwach blau-grüne Blätter, sehr ausdauernd blühend, vital, Kreuzungspartner ist vermutlich Origanum laevigatum
  • Kent Beauty: blass-rosa-grünliche Hopfen-Kelchblätter, zart-rosa, kaum sichtbare Blüten, bläulich-grüne Blätter, auf stressärmeren Standorten oft sehr üppig, blüht ab Mitte Juni bis zu den ersten Frösten durch
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    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    'Kent Beauty'



    Sämling