Achillea × kellereri (Achillea kellereri) // Kellerer-Schafgarbe, Kellerers Silber-Garbe

Familie
Pflanzen pro qm 50.00

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Achillea x kelleri

Die genaue Herkunft der Kellerer-Schafgarbe ist nicht bekannt. Es gibt die Vermutung, dass es sich um eine natürliche Hybride aus der Balkanregion handeln könnte.

Als eine der wahrscheinlichen Elternarten wird Achillea clavennae angenommen. Diese stammt aus dem südlichen Alpenraum und dem Balkan. Sie besiedelt (voll-)sonnige Felsköpfe und flachgründige Felsbänder sowie felsige und schottrige Steilhänge.

Achillea × kellereri auf armen, trockenem Sand am Rande seiner standörtlichen Möglichkeiten.

Beschreibung
Achillea × kellereri ist eine wintergrüne, durch kriechende Triebe flache Polster bildende Staude.

Das Laub erhebt sich 5-10 cm über den Boden. Es ist durch eine kurze, weiß-filzige Behaarung grünlich-grau und fiederschnittig.

Die weißen Blüten stehen in kleinen, schirmartigen Blütenständen und erreichen auf 10-15 cm, auf stressärmeren Standorten auch bis zu 25 cm Höhe. Die Blütezeit liegt im Mai.

Von ähnlicher Wirkung ist Achillea ageratifolia, die sich letztlich durch die ganzrandigen, löffelartigen Blätter aber gut unterscheiden lässt.

Die Hybride ist wissenschaftlich noch nicht beschrieben. Die botanische Benennung ist daher bislang nicht gültig.

Verwendungshinweise
Kellerers Silber-Garbe ist im wahrsten Sinne ein Kleinod. Sie ist so zierlich, dass sie nur dort eingesetzt werden sollte, wo sie den Augen der Betrachtenden nahe kommt.

In Frage kommen also v.a. kleine Steingärten in Hausnähe, Tuffsteine und Pflanzgefäße.

Idealerweise kombiniert man mit kleinen, von sonnenverträglichen Moosen und Flechten bewachsenen Felsen. Die zartesten Pflanzpartner sind gerade recht. Gut geeignet sind z.B. Draba aizoides, Edraianthus graminifolius, Hypericum polyphyllum, Oxalis adenophylla, kleine, horstig wachsende Thymiane wie Thymus longiflorus oder Veronica armena.

Im Versandhandel ist die Art mit etwas Mühe zu beziehen.

In weitläufigeren Alpinarien und auf Trockenmauern greift man besser auf die kräftigeren Silberblatt-Margeriten (Tanacetum densum bzw. Tanacetum haradjanii) zurück.

Detailansicht eines jugendlichen Exemplars.

Kultur/Pflege von Achillea x kelleri

Kellerers Silber-Garbe ist in den gemäßigten Breiten bis in montane Höhenlagen ausreichend winterhart.

Sie benötigt möglichst sonnige Standorte und niedrige Begleiter, die sie nicht verschatten. Da sie kein extremer Trocken- und Hungerkünstler ist, sondern im Frühling frische, später mäßig trockene Standorte bevorzugt, ist sie insgesamt konkurrenzschwach und eigentlich nur in kleinen Arrengements dauerhaft zu verteidigen.

Als Substrate eigenen sich nicht zu flachgründige, gerne basenreichere und feiner gekörnte Schottersubstrate mit geringen Humusanteilen. Auf eine etwas bessere Stickstoffversorgung reagiert die Art positiv mit kräftigem Wachstum in die Breite. Der Konkurrenzdruck ist dann aber sehr hoch und der Betreuungsaufwand steigt deutlich an.

Die Vermehrung erfolgt am effektivsten vegetativ über abgetrennte, bewurzelte Triebe.

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