Thalia dealbata // Wasser-Canna, Große Marante
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Familie |
Marantaceae, Pfeilwurzgewächse
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| Pflanzen pro qm |
3.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Thalia dealbata
Die Wasser-Canna stammt aus den südlichen USA. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Staaten rund um den Golf von Mexiko mit Ausnahme Floridas. Nach Norden dünnen die Vorkommen zusehends aus und stoßen im südlichen Tiefland des Mittleren Westens an ihre Verbreitungsgrenze.
Die Große Marante ganz klassisch im architektonisch geprägten Wasserbecken mit Seerose .
Das Klima ist subtropisch bis warm gemäßigt. In den gemäßigten Breiten werden nur wintermilde und geschützte Sonderstandorte besiedelt.
Thalia dealbata ist eine Sumpfpflanze, die insbesondere im Marschland der großen Ströme, in Röhrichtgürteln und Sümpfen vorkommt. Die Standorte sind oft nur im Winter oder bei Sommerhochwassern flach überstaut. Die Art kann aber an Seeufern auch bis in etwa 60 cm tiefes Wasser vordringen.
Die Standorte sind vollsonnig bis halbschattig und nahrhaft sowie in der Regel basenreich.
Die Blüten sind auch aus der Nähe betrachtet ungewöhnliche Konstruktionen.
Beschreibung
Thalia dealbata ist eine in den Subtropen immergrüne, in den gemäßigten Breiten sommergrüne Staude. Sie erreicht je nach Standortgunst Wuchshöhen von 70 bis 250 cm.
Ein langsam kriechendes Rhizom sorgt für einen breit-horstigen Wuchs. Charakteristisch sind die lang gestielten, schmal-elliptischen Blätter mit der blau-grünen Färbung.
Die violetten, weißlich bemehlten Blüten stehen ebenfalls an langen Stielen, die das Blattwerk in der Regel um einige Dezimeter überragen. Die Blütezeit liegt im Hochsommer.
Verwendungshinweise
Thalia dealbata ist eine in jeder Hinsicht eindrucksvolle Sumpfpflanze, deren fremdartige Wirkung viel häufiger auch in den Gärten der gemäßigten Breiten genutzt werden sollte.
Ihr exotischer Flair prädistiniert sie natürlich für eine tragende Rolle in fernöstlichen oder mediterranen Anlagen. Sie ist aber so repräsentativ, dass sie für jede Wassersituation eine gediegene Option ist.
Die schönsten Bilder entstehen, wenn sie als Solitär mitten in in einer Wasserfläche steht.
Interessant sind aber auch weniger minimalistische, sondern tropisch-wilde Kombinationen am Wasserrand mit anderen Exoten wie Cyperus alternifolius, Pontederia cordata
oder Nelumbo nucifera.
Ein eleganter Mittelweg ist es, die Wasser-Canna in eine Matrix aus kräftigen Sumpf-Seggen zu setzen. Die langen, feingliedrigen Blätter der Seggen stehen in spannendem Kontrast zu den breiten Blattflächen von Thalia dealbata. Geeignet sind z.B. die in der Jugend leider etwas trägwüchsigen Kopf-Seggen wie Carex paniculata und Carex elata oder auch die wuchernden Vertreter wie Carex acuta bzw. Carex acutiformis.
Im Versandhandel ist die Art mit etwas Engagement zu beziehen.
Eine aufregende Nord-Amerika-Komposition im Halbschatten mit Caltha palustris,
Pontederia cordata und Taxodium distichum im Hintergrund (Augsburg).
Kultur/Pflege von Thalia dealbata
Thalia dealbata ist winterhart, solange die Rhizome keinen Frost bekommen. Dies lässt sich mittlerweile in weiten Teilen der gemäßigten Breiten gewährleisten, wenn die Wasserbedeckung im Winter bei mindestens 20 cm liegt. Will man außerhalb von Wasserflächen z.B. in einer feuchten Hochstaudenflur kultivieren, muss im Winter eine mindestens 40 cm Dicke Laubmulchschicht aufgetragen werden.
Die Große Marante gedeiht sehr gut in großen Pflanzgefäßen. Generell gönnt man ihr sehr gut stickstoffversorgte Substrate. Ideal sind stark humose, 0-5 cm überstaute Lehmböden. Entwicklungsfördernd sind auch schwankende Wasserstände, die regelmäßig Sauerstoff an die tieferen Wurzelzonen gelangen lassen und damit die Stickstoffverarbeitung optimieren.
Für die Überwinterung im Teich an Ort und Stelle ist es sehr hilfreich, die Pflanzkübel im Sommer 30-40 cm hoch aufzubocken, so dass sie knapp unter der Wasseroberfläche stehen. Im Spätherbst kann man sie dann ohne großen Aufwand auf den Grund und somit außerhalb der Frosteinwirkung stellen.
Man sollte immer wärmebegünstigte Standorte wählen, um das Wuchspotenzial der Art möglichst voll auszuschöpfen. Dazu sind (voll-)sonnige, windgeschützte Standorte optimal. In Wärmeregionen kann man aber sogar in halbschattigen Lagen noch gute Ergebnisse erzielen.
Die Blüten sind selbstfruchtend. Saatgut keimt ohne Kälteimpuls. Rascher sorgt aber die vegetative Vermehrung über Rhizomstücke für große Exemplare.