Caltha palustris

Caltha_palustris_sumpf-dotterblume_11 Name Sumpf-Dotterblume
Botanischer Name: Caltha palustris
Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Caltha palustris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Auwald, Monstrosa, Multiplex, Plena, var. alba

Beschreibung

Naturstandort von Caltha palustris (Sumpf-Dotterblume):


Caltha palustris ist circumpolar von der gemäßigten bis in arktische Klimazonen flächendeckend verbreitet. Auch in Deutschland weist sie keine Verbreitungslücken auf.

Die Sumpf-Dotterblume kommt in feuchten, staunassen, im Frühjahr meist überschwemmten Nass- und Feuchtwiesen, in nassen Hochstaudenfluren, in Röhrichten, an Gewässerufern, in Erlenbrüchen und Auwäldern vor.



Caltha palustris steht schon in Voll-Blüte, wenn der Sumpf noch ruht.

An die Bodenchemie stellt die Sumpf-Dotterblume keine Anforderungen und gedeiht auf armen wie nahrhaften, sauren wie alkalischen Substraten gleichermaßen. 

Solange sie genug Licht und Feuchtigkeit bekommt, ist ihr jeder Standort recht.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (9)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)



Sonnige Standorte werden zwar bevorzugt, das hält die Sumpf-Dotterblume aber nicht davon ab, auch im Erlenbruch üppig zu blühen.

Verwendungshinweise

Caltha palustris ist eine schöne, vielseitig verwendbare Art, die als eine der frühesten "Sumpf-Blüten" in keinem Feuchtbeet oder Gewässerufer fehlen sollte.

Sie kann im Prinzip mit allen heimischen Sumpfstauden vergesellschaftet werden. Wobei man hier kaum von einer Pflanzenkombination im eigentlichen Sinne sprechen kann, da zur Blüte der Sumpf-Dotterblume die meisten anderen Sumpfstauden mal gerade ihre Winterruhe beendet haben.

Die Varietät 'Alba' ist deutlich zierlicher, passt farblich aber umso besser zur Rosen-Primel:



Unter den asiatischen Primeln gibt es einige Frühblüher, die ebenfalls feuchte Substrate zu schätzen wissen und für ungewöhnliche Blühgemeinschaften in Frage kommen.

Ansonsten bieten sich wintergrüne, horstige Seggen, insbesondere die gärtnerisch vernachlässigte Walzen-Segge, für naturhaftes Miteinander an. Hier wirken großzügige, flächige Pflanzungen sehr überzeugend. In beengteren Situationen tritt der Effekt aber auch mit einigen wenigen Individuen ein. Unkonventionelle Geister können die Kombination sogar für größere Kübel erwägen. Mit z.B. einem Blutweiderich dazu hat man einen im Grunde ganzjährig ansehnlichen Misch-Kübel geschaffen.

Es gibt einige Sorten, die nicht in naturnahen Anlagen verwendet werden sollten, sondern nur in Verbindung mit artifiziellen Gestaltungsansätzen. Die Auslesen sind deutlich teurer als die botanische Art und nur im Direktbezug sicher erhältlich.



Sehr schöne Sumpfstelle im Alpinum mit Davalls Segge (Carex davalliana)

Kultur

Die Sumpf-Dotterblume ist auf feuchten bis nassen Standorten eine pflegeleichte Art, die sich aufgrund ihres sehr frühen Austriebes auch im sommerlichen Schatten unter wüchsigen Hochstauden und in  Bruchwäldern gut behaupten kann.

Wechselfeuchte mit kurzzeitig trockenerem Boden schaden der Art nicht.

Die Sumpf-Dotterblume samt sich an geeigneten Standorten gelegentlich aus. Unproblematisch ist die vegetative Vermehrung durch Teilung größerer Exemplare im Spätsommer oder Herbst.



'Plena`wirkt zwar künstlich, ist aber immerhin wüchsig und vital.

Sorten:

  • Auwald: bis 80 cm hoch, große, goldgelbe Blüten (aus dem tidebeeinflussten Auwald der Elbe)
  • Monstrosa: pomponartig gefüllte, gelbe Blüten
  • Multiplex: gelb gefüllte Blüten
  • Plena: gelb gefüllte Blüten
  • var. alba: wie die Art, aber mit rein-weißen Blüten mit gelben Staubgefäßen

Bilder





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var. alba

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
weiß
gelb
März
April
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
unbedeutend
wechselfeucht
nass
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Flüsse
Moore und Sümpfe Wiesen Staudenfluren Gebüsche Wälder
Niedermoore
Großröhrichte
Großseggenriede
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Feuchtgebüsche
Grauweidengebüsche
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
sommergrün
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