Saururus cernuus // Molchschwanz

Familie Saururaceae, Molchschwanzgewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Saururus cernuus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Saururus cernuus

Die Heimat des Molchschwanz liegt in der Osthälfte Nordamerikas. Das Verbreitungsgebiet reicht dabei von den Subtropen des nördlichen Mexikos über die US-Südstaaten bis in den Osten Kanadas.

Saururus cernuus besiedelt ein breites Spektrum von Feucht- und Nasshabitaten. Die Art findet sich in den Uferröhrichten von Flüssen und Strömen, in nassen Senken von Wiesen und Hochstaudenfluren oder auch in feuchten, zeitweise überschwemmten Bruch- und Auwäldern.

Uriger Waldweiher mit Saururus cernuus, Darmera peltata und der gut schattenverträglichen Iris x robusta

Die Standorte sind vollsonnig bis licht schattig und nahrhaft bis sehr nahrhaft. Es werden sämtliche Bodenarten toleriert und selbst der Einfluss leicht brackigen Wassers im Bereich des Tidehubs der Flussmündungen ist kein Ausschlusskriterium.

An den Ufern permanenter Gewässer kann die Art bis in etwa 50 cm Wassertiefe vordringen. Bevorzugt werden aber nur flach überstaute oder nasse Ufer und Sümpfe. Auch dauerhaft feuchte Bedingungen sind ausreichend. Viele Standorte sind ausgesprochen wechselnass.

Beschreibung
Saururus cernuus it eine wintergrüne, durch Rhizome rasch Kolonien bildende Staude. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 50 und 100 cm.

Die herzförmigen, tief grünen Blätter stehen an kräftigen Stielen. Die ganze Pflanze verströmt bei Verletzungen ein zitroniges Aroma.

Gegen Anfang Juli zeigen sich die langen, bogig überhängenden, weißen Blütenähren.

Verwendungshinweise
Saururus cernuus wird in Europa selten verwendet und spielt eher in der Aquaristik eine größere Rolle. Die Art ist aber eine interessante Bereicherung des Sumpfstaudensortiments.

Sie verbreitet eine etwas urige, leicht exotische Wirkung. Dazu tragen sowohl die herzförmigen, releativ großen Blätter als auch die ungewöhnliche Form der Blütenstände bei.

Entsprechend ist der Molchschwanz eine gute Option für naturhaft-fremdartige Uferzonen zusammen mit anderen kräftigen Sumpfstauden. Eine gute Kombination sind die schwertförmigen Blätter der Sumpfschwertlilien. Der Formkontrast erzeugt über das ganze Sommerhalbjahr ansehnliche Blattschmuckeffekte. Mit Acorus calamus 'Variegatus' kommt noch ein plakativer Farbeffekt hinzu - sonnige Standorte vorausgesetzt.

In etwas schattigern Sümpfen kommen auch Farne wie Osmunda regalis und Thelypteris palustris als Partner für urwaldartige Bilder in Frage.

Im Versandhandel ist die Art mit etwas Engagement zuverlässig zu beziehen.

Vereinzelt finden sich am Blütenansatz weiße Hochblätter.

Kultur/Pflege von Saururus cernuus

Der Molchschwanz ist in den gemäßigten Breiten vollkommen winterhart. Solange der Boden wenigstens feucht bleibt und gut nahrhaft ist, ist er ganz und gar zuverlässig zu kultivieren.

Er kann dann sowohl in vollsonnigen Lagen als auch an licht schattigen Standorten gleichermaßen gut eingesetzt werden.

Der Expansionsdrang ist spürbar, ein echter Wucherer ist die Art aber nicht. Kräftige, hohe Stauden werden nicht verdrängt, sondern umwachsen. Es ist auch keine unzumutbare Herausforderung zu verhindern, dass der gesamte Uferbereich eines Teiches eingenommen wird. Kleinteilige Sumpflanzungen mit zarten Moorbeet-Arten sind natürlich nicht möglich.

Die Vermehrung erfolgt am effektivsten vegetativ über die Ausläufer.

Bilder