Comanthosphace japonica (Leucosceptrum japonicum) // Japanische Strauchminze
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Familie |
Lamiaceae, Lippenblütler
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| Pflanzen pro qm |
6.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Comanthosphace japonica (Leucosceptrum japonicum)
Die Japanische Strauchminze kommt vom äußersten Westen Chinas bis Japan vor. Das Verbreitungsgebiet ist subtropisch mit feuchten Sommern.
'Golden Angel' im Schattengarten mit Liriope muscari als Matrix und einer jugendlichen Maianthemum racemosum als Begleitung.
Comanthosphace japonica kommt nur in Bergregionen in der montanen Stufe vor. Hier sind die Winter mit denen des ozeanischen Flachlandes der gemäßigten Breiten vergleichbar.
Die Art tritt nur in der Krautschicht immergrüner Mischwälder auf. Die humosen Waldböden reagieren alkalisch bis schwach sauer und sind nahrhaft.
Die schattigen bis tief halbschattigen Standorte sind aufgrund der hohen sommerlichen Niederschläge luft- und bodenfeucht bis dauerhaft frisch. Trockenstress tritt nicht auf.
Zur Blütezeit gegen Ende September/Anfang Oktober ist der Blattschmuck bei 'Golden Angel' schon einige Wochen verblichen und die Blüten kompensieren dies zumindest teilweise.
Beschreibung
Comanthosphace japonica ist eine sommergrüne, am Grunde etwas verholzende Staude bzw. Halbstrauch. Sie wächst streng hortstig und erreicht mit den Jahren Wuchshöhen zwischen 60 und 90 cm. Die Art ist trägwüchsig und geht nur langsam in die Breite.
Die Wildform hat unauffällige, mittelgrüne Blätter mit mittelgrpßer, länglicher Blattspreite. Sie ist in Europa praktisch nicht im Handel. Es gibt aber zwei Sorten mit ansehnlicher Blattschmuckwirkung.
Die blass gelblichen Blütenähren erscheinen im September/Oktober.
Im Handel wird die Art praktisch nur als "Leucosceptrum japonicum" geführt.
'Silver Angel' ist die zurückhaltendere, grau-grüne Spielart. Hier steht sie zwischen den feinen Horsten von Carex 'Kyoto'.
Verwendungshinweise
Während die Wildform keine sonderlich gartenwürdigen Merkmale aufweist, ist insbesondere die mit breiten, leuchtend gelb-grünen Blättern gesegnete 'Golden Angel' eine veritable Blattschmuckstaude. Die Blattfarbe wirkt dabei - zumindest in verschatteten Lagen - nie unangenehm künstlich und lässt sich sogar in naturhafte Waldpflanzungen gut integrieren. Sehr schön ist hier die Kombination mit Carex elata 'Bowles Golden'. Leider geht das leuchtende Grün schon ab Juli in ein einfaches Mittelgrün über.
Auch 'Silver Angel' mit breit lanzettlichen Blättern in grau-grün ist ansehnlicher als die Wildform. Grau-Grün ist eine im Schattengarten seltene Blattfarbe, weshalb sie als dezenter Farbkontrast durchaus gartenwürdig ist.
Am Besten kommen beide Formen in naturalistischen, etwas exotisierenden Pflanzungen eingebunden in eine Matrix aus immergrünen Waldgräsern und Farnen zur Geltung. 'Golden Angel' zieht hier als Lichtpunkt alle Blicke aufsich, ohne aufdringlich zu werden. 'Silver Angel' sorgt dagegen eher hintergründig für sanfte Lichtreflexe.
'Golden Angel' kommt auch für größere Pflanzgefäße auf schattigen Balkonen und Terrassen in Frage. Diese sollten im Winter aber sehr geschützt stehen.
Auch der Blütenstand ist aufgrund deutlich weniger Staubfäden unauffälliger als der fedrige Blütenstand von 'Golden Angel'.
Kultur/Pflege von Comanthosphace japonica (Leucosceptrum japonicum)
Comanthosphace japonica wird im Handel meist als "vollkommen Winterhart' angepriesen. Das ist in den gemäßigten Breitengraden uneingeschränk nur im ozeanisch geprägten, wintermilden Tiefland richtig. Auch in den Wärmeinseln der Großstätte sind die Winter kein Problem.
Im kontinentalen Flachland sowie in höheren Lagen sollte man windgeschützte Standorte wählen und mit einer Mulchschicht aus Herbstlaub ist man auf der sicheren Seite. Spätfröste können zwar den jungen Austrieb schädigen, die Pflanzen werden davon aber nicht besonders weit zurückgeworfen.
Ideal sind licht schattige oder absonnige Standorte. Direktes Sonnenlicht sollte nicht über die Mittagsstunden einfallen.
Genrell hat man nur an wirklich stressfreien, gut betreuten Standorten Freude an der Japanischen Strauchminze. Die humos-lehmigen Böden sollten luftig und nahrhaft bei gleichmäßig frischer bis feuchter Wasserversorgung sein. Kurze Trockenphasen lassen die Blätter rasch schlaffen, sie erholen sich davon aber wieder.
Die Blätter insbesondere von 'Golden Angel' sind bei Nacktschnekcen und anderen Blattschädlingen beliebt. Auch vor diesem Hintergrund empfehlen sich optimale Standorte, damit Fraßschäden kompensiert werden können und nicht zum schleichenden Ausfall führen.
Die Vermehrung der Sorten erfolgt vegetativ über Stecklinge im Sommer. Aus Samen keimt stets die nicht sonderlich gartenwürdige Wildform.
Sorten:
Golden Angel: vom Austrieb bis Anfang/Mitte Juli leuchtend gelb-grüne, breite Blätter, 50-70 cm hoch, sortenecht versamend, vermutlich ist "Comanthosphace japonica f. aureaum" die richtigere Bezeichnung
Silver Angel: über die gesamte Vegetationsperiode grau-grüne, schmale Blätter, im Herbst oft attraktiv purpur-rot verfärbend, die Wildform bricht mitunter durch und sollte entfernt werden, 40-60 cm hoch, seltener im Handel
Die Wildform zeigt zur herbstlichen Blüte oft bereits schöne Blattfärbungen.