Hyacinthella dalmatica // Dalmatisches Hyazintchen
Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Hyacinthella dalmatica
Das Dalmatische Hyazintchen hat ein auf Kroation beschränktes Verbreitungsgebiet. Es kommt hier von den Tiefebenen bis in submontane Höhenlagen vor.
Hyacinthella dalmatica wächst in trocken-warmen Magerrasen und Halbtrockenrasen. Die Standorte sind (voll-)sonnig. Die basenreichen Schotterböden sind humus- und stockstoffarm.
Die Jahresniederschläge fallen überwiegend im Winterhalbjahr. Die Standorte sind daher im Frühling mehr oder weniger frisch und fallen erst trocken, wenn Hyacinthella dalmatica in die sommerliche Ruhephase übergeht.
Hyacinthella dalmatica im Freilandeinsatz.
Beschreibung
Hyacinthella dalmatica ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Er bildet mit der Zeit durch Tochterzwiebeln kleine Horste.
Jede Zwiebel hat in der Regel drei schiffchenförmige Blätter und einen mittelblauen, traubigen Blütenstand. Dieser erreicht nur 5-10 cm Höhe. Die Blütezeit beginnt ab Mitte März und endet nach knapp 14 Tagen.
Die Gattung Hyacinthella unterscheidet sich von den nahe verwandten Gattungen Hyacintus, Bellevalia und Muscari durch die deutlich kleineren Samenkapseln und die entsprechend feineren Samen.
Verwendungshinweise
Hyacinthella dalmatica ist eine sehr zierliche Erscheinung, die nur in kleinteiligen, intimen Gartensituationen sinnvoll eingesetzt werden kann. In weitläufigen Anlagen greift man besser auf die kräftigeren, wirkmächtigeren Traubenhyazinthen wie z.B. Muscari aucheri zurück.
Die zarte Hyacinthella dalmatica ist dafür ganz liebreizend anzuschauen in kleinen oder größeren Töpfen und Felströgen, insbesondere wenn diese mit kleinen Felsen ud anderen alpinen Zwergen bestückt sind.
Natürlich ist sie entsprechend auch im detailverliebten Steingarten gut aufgehoben, wenn dieser gut einsehbar ist.
Geeignete Partner wären z.B. Artemisia caucasica, Draba aizoides, Edraianthus graminifolius, Saxifraga crustata oder Anaphalis alpicola. Als Matrixgras bieten sich Zwergformen wie Festuca cinerea 'Zwergenkönig' an.
Die Art ist leider schwierig zu beziehen und oft nur als Saatgut erhältlich.
Mit der Zeit entstehen durch Tochterzwiebeln kleine Horste.
Kultur/Pflege von Hyacinthella dalmatica
Hyacinthella dalmatica ist auf gut drainierten Standorten in den gemäßigten Breiten ausreichend winterhart.
Sie wünscht sich möglichst sonnige Standorte und kann nur mit niedrigen, nicht expanisven Partnern dauerhaft kultiviert werden.
Ideal sind feinkörnige, humusarme Mineralsubstrate, die man während der Vegetationsphase dauerhaft frisch hält und über den Sommer abtrocknen lässt.
Die vegetative Vermehrung über Tochterzwiebeln funktioniert zuverlässig und führt im zweiten Jahr zur ersten Blüte.
Sämlinge blühen unter guten Entwicklungsbedingungen erstmals im dritten Jahr. Bei der Aussaat orientiert man sich am Besten an den Regeln für Kaltkeimer und entnimmt die Zwiebeln ohne pikieren nicht vor der zweiten Sommerruhe.
Exemplar mit optimal entwickeltem Blütenstand.