Muscari aucheri // Aucher-Traubenhyazinthe

Familie Asparagaceae, Spargelgewächse
Pflanzen pro qm 200.00
Wikipedia Muscari aucheri
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Muscari aucheri

Die Aucher-Traubenhyazinthe stammt aus den zentralen Bergregionen der Türkei. Sie wächst hier in montanen bis alpinen Höhenlagen.

Das Verbreitungsgebiet ist von trocken-warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern bestimmt.



'Ocean Magic' zusammen mit der knapp zwei Wochen früher aufblühenden - aber nur wenig früher abblühenden - Muscari latifolium.

Muscari aucheri wächst in alpinen Magerrasen, Schotterfluren und an felsigen Hängen. Die humusarmen Mineralböden sind basen- und meist kalkreich. Sie reagieren stark alkalisch bis neutral. Die Stickstoffversorgung ist mäßig.

Muscari aucheri benötigt (voll-)sonnige Standorte. Während der Schneeschmelze sind die gut drainierenden Böden sickerfrisch und trocknen bis zum Frühsommer zusehends ab.



Das schiffchenartige, steife Laub spricht für den Einfluss von Muscari aucheri bei dieser Sorte. Allerdings hat die Wildform nur zwei bis drei Laubblätter.

Beschreibung
Muscari aucheri ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Die Wildart erreicht in Blüte Wuchshöhen von etwa 10 bis 15 cm.

Die Blütenstände mit den dichtan dicht stehenden, glockenförmigen Einzelblüten sind dezent zweifarbig und öffnen sich von unten nach oben. Geöffnete Blüten sind von einem tiefen, reinen Blau mit einem schmalen weißen Blütenrand. Die älteren Knospen sind nachtblau während die jüngsten Knospen an der Spitze ein leichtendes Mittelblau zeigen.

Die für einen Frühlingsgeophyten relativ ausdauernde Blütezeit reicht bei den meisten Sorten von Mitte April bis Anfang Mai. Sie gehören damit zu den etwas späteren Muscaris. An die Blühausdauer einer Muscari latifolium reicht Muscari aucheri aber nicht heran. Dafür sind die Samenstände ansehnlich und mit ihrem frischen Grün noch bis etwa Ende Juni eine interessante, jedenfalls nicht störende Struktur.

Die zwei bis drei Laubblätter sind relativ breit mit einer deutllichen Schiffchenform. Sie stehen in einer grundständigen Rosette und schimmern v.a. oberseits etwas bläulich grau-grün.

Die Wildform wird nicht gehandelt und praktisch nicht kultiviert. Es gibt einige Hybriden, die im Handel nach Muscari aucheri benannt werden. Soweit es sich dabei um kompakte blühende Formen mit steifem, breiterem Blattwerk handelt, folgen wir an dieser Stelle dieser Zuordnung. Es wäre aber ebenso gerechtfertigt, diese Sorten ganz allgemein den Muscari-Hybriden beizustellen.

Bei den gehandelten Hybridformen dürfte insbesondere bei den betont zweifarbigen Sorten die eindrucksvolle Muscari latifolium eine Rolle als Elternart spielen und auch Muscari azureum wird an der einen oder anderen Stelle eingekreuzt sein.

Verwendungshinweise
Von Muscari aucheri ist mit 'Ocean Magic' eine wirklich ansprechende und auch optisch klar eigenständige Sorte im Umlauf.

Diese verbindet die generellen Vorteile der Traubenhyazinthen - unkomplizierte Kultur und willige Selbstvermehrung sowie ausgedehnte Blütenphase - mit einer ästhetisch interessanten Variation des Muscari-Themas.

Wie eigentlich alle Traubenhyazinthen kann der Einsatz unbegrenzt vielfältig erfolgen. Sie kommt in romantischen ländlichen Gärten, als Frühlingsbote in Staudenbeeten aller Art, in naturhaft-wiesenartigen Situationen, in Pflanzgefäßen oder Alpinarien gleichermaßen stimmig zur Geltung.



Die Farbverläufe bei 'Ocean Magic' suchen in der Welt der Muscari ihresgleichen.

Kultur
Muscari aucheri funktioniert in vollsonnigen bis licht halbschattigen Lagen auf allen nicht zu humosen und nicht zu schweren oder verdichteten Böden vollkommen zuverlässig.

Sehr angenehm sind ihr sommerwarme, sommertrockene Böden. Ganzjährig frische oder gar feuchte Böden sind suboptimal.

Die Winterhärte ist überall vollkommen ausreichend.

Auf günstigen Standorten entstehen durch Tochterknollen und auch aus Selbstversamung oft größere Bestände.



Mit etwas gutem Willen kann man den Samenständen von 'Ocean Magic' durchaus einen Zierwert zusprechen. Auch hierin unterscheidet sie sich von ihren Verwandten.

Die Vermehrung aus Saatgut erfolgt am besten durch Aussaat im Spätsommer/Frühherbst in ein gut durchlässiges, aber auch wasserspeicherndes Lehm-Sand-Gemisch mit etwas Humusanteilen nach den Regeln für Kaltkeimer.

Die Samen werden am idealerweise 3-5 cm mit Substrat bedeckt. Die jungen Zwiebeln müssen sich dann nicht in ihren ersten beiden Lebensjahren mühsam selbst in die Tiefe ziehen. Es erweist sich oft als günstig, Samen vor der Aussaat über Nacht in Wasser einzuweichen. Man kann auch etwas Seife hinzugeben, um die Wasseraufnahme zu erleichtern.

Die Keimung erfolgt etwas unregelmäßig im nächsten Frühling. Die Keimlinge werden nicht pikiert, sondern einfach zwei Jahre im Saattopf belassen.

Sorten:
  • Blue Magic: hell-blau austreibender Blütenstand, später gleitender Farbverlauf von Nachtblau an der Basis zu Hellblau an der Spitze
  • Ocean Magic: türkis-grün austreibender Blütenstand, dann dreifarbig mit dunkel-blauen Blüten, grau-himmel-blauen Knospen und weißen Knospen an der Spitze des Blütenstandes
  • White Beauty: rein-weiße Blüte
  • White Magic: blass créme-gelb austreibender Blütenstand, später rein-weiß mitblass créme-gelber Spitze
  • Bilder


















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Zwiebel/Knolle
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    weiß
    hell-blau
    blau
    April
    grün
    blau-grün
    grau-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    arme Böden
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Kleinasien
    sehr gut
    Gering
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Gründächer
    Substratstärke 8-15 cm
    Substratstärke über 15 cm
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Insektenweide
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Nebensortiment
    vorsommergrün
    Alpinum
    Felssteppen