Agastache rugosa x rupestris // Garten-Duftnessel

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Agastache rugosa x rupestris

Beschreibung

Herkunft von Agastache rugosa x rupestris

Bei dieser Garten-Duftnessel handelt es sich um eine 1999 in Holland entstandene Hybride. Die Elternarten sind die ostasiatische Agastache rugosa und Agastache rupestris aus dem Süd-Westen der USA.

'Linda' zusammen mit Nepeta x faassenii.

Die Hybride vereint somit zwei Eltern mit recht unterschiedlichem Erscheinungsbild und Naturstandorten. Agastache rugosa bevorzugt relativ nahrhafte und frische, stressarme Ruderalstandorte in (voll-)sonnigen bis halbschattigen Lagen. V.a. der nord-östliche Teil des Verbreitungsgebietes ist klimatisch mit Mitteleuropa vergleichbar.

Agastache rupestris besiedelt dagegen stickstoffarme, von Trockenstress geprägte, (voll-)sonnige Schotter- und Felshänge. Im Winter sind kräftige Nachtfröste zwar nicht ungewöhnlich, die südliche Wintersonne sorgt aber tagsüber rasch wieder für Plusgrade.

Beschreibung
Agastache rugosa x rupestris ist eine kurzlebige, sommergrüne, horstig-buschige Staude, die Wuchshöhen von 50 bis 70 cm erreicht.

Der Austrieb im Frühling ist rötlich-violett überlaufen, die schlank nesselblättrigen Blätter später rein-grün. Bei Verletzungen verströmt die gesamte Pflanze einen aromatischen Duft. Sie kann für Tees und Aufgüsse verwendet werden.

Die rötlich-violetten Blütenkerzen erscheinen ausdauernd von Juli bis Anfang Oktober. Sie werden gerne von Insekten besucht. Die Blütenstände sind zwar über den Winter strukturstabil, durch den kompakt-buschigen Habitus fallen sie aber grafisch weniger ins Auge als bei luftigeren Duftnesseln.

Verwendungshinweise
Agastache rugosa x rupestris unterscheidet sich von anderen Garten-Duftnesseln wie der viel bekannteren Hybride Agastache rugosa x foeniculum durch den kompakteren Wuchs und eine ungewöhnliche, schwer fassbare Blütenfarbe. Sie changiert je nach Lichtbedingungen zwischen leuchtendem Scharlachrot und dumpfem Rot-Violett.

Sie entwickelt sich schnell und blüht schon im ersten Standjahr reich. Wo sie den Winter gut übersteht, überzeugt sie auch noch einmal im zweiten Jahr, wird danach aber schwächer und fällt bald aus.

Ein Einsatz kommt daher nur in intensiv betreuten Privatgärten in Frage, in denen die geringe Ausdauer durch regelmäßiges Nachpflanzen kompensiert werden kann. Da sich die weitgehend sterile Hybride anders als z.B. eine Oenothera lindheimeri auch nicht selbst versamt, geht sie ansonsten rasch verloren.

Für öffentliche oder halböffentliche Anlagen ist auch diese Garten-Duftnessel praktisch nur als Initialpflanze in Neuanlagen denkbar, die die ersten beiden Jahre mit Blütenschmuck bereichert, bis die langlebigeren Stauden das Zepter übernehmen.

In Anbetracht der langen Blütezeit kommt auch ein Einsatz in nicht zu kleinen Pflanzgefäßen in Frage.

Die Blütenfarbe wird je nach Lichtverhältnis immer wieder anders wahrgenommen. Im Hintergrund steht die gut kombinierbare Pennisetum alopecuroides var. viridescens.

Kultur/Pflege von Agastache rugosa x rupestris

Die Stärke dieser Hybride ist die bei den Duftnesseln generell vorherrschende Entwicklungsgeschwindigkeit im ersten Standjahr. Der Preis ist die Kurzlebigkeit.

V.a. außerhalb betont wintermilder Standorte reicht die zügig abnehmende Vitalität kaum für mehr als zwei Winter aus.

An den Standort werden ansonsten keine hohen Ansprüche gestellt. Sonnig-warm sollte es sein und mäßig trocken bis frisch. Gut drainierende, aber im Substrat gut wasserresorbierende Mineralböden mit mäßiger bis guter Stickstoffversorgung sind ideal.

Die Vermehrung erfolgt vegetativ über halb ausgereifte Kopfstecklinge im Sommer. Keimfähige Samen werden praktisch nicht angesetzt.

Sorten:
  • Linda: wie beschrieben, Ur-Typus der Hybride
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