Eryngium giganteum / Riesen-Mannstreu, Elfenbeindistel

Eryngium_giganteum_riesen-mannstreu_1811 Familie Apiaceae, Doldengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Eryngium giganteum

Der Riesen-Mannstreu kommt vom Kaukasus über den Osten der Türkei bis Iran in Gebirgsstandorten vor.

In Groß-Brittannien und dem Süden Schwedens gilt er als eingebürgerter Neophyt. In Mitteleuropa tritt er gelegentlich und unbeständig neophytisch in der Nähe von Siedlungen auf. In Deutschland wird die Art als in Einbürgerung befindlich eingestuft.



Die Blütenstände des Riesen-Mannstreus sind architektonische Meisterwerke. Die Kombination mit Veronica longifolia und Hypericum perforatum ist ungewöhnlich, aber ansprechend.


Der Riesen-Mannstreu besiedelt vollsonnige bis licht halbschattige Rasenfluren, Schotterbahnen und südexponierten Gehölzränder.

Die Substrate sind skelettreich-durchlässige, mäßig nahrhafte bis nahrhafte Kalk-Schotterböden mit höherem Feinerdeanteil.

Die Niederschläge sind relativ hoch, so dass die gut drainierenden Substrate frisch sind und nur im Sommer kürzere Trockenstressphasen erleiden.

Die Art ist aufgrund ihrer Kurzlebigkeit auf regelmäßige Bodenverletzungen durch Steinschlag, Erdrutsche oder anthropogene Einflüsse angewiesen.



Im Halbschatten sorgt der Riesen-Mannstreu für ungewöhnliche, wahrlich erhellende Lichtreflexe.

Beschreibung

Der Riesen-Mannstreu ist eine zweijährige, aufrecht-horstige, bis 70 cm hohe Distel mit grau-grünen bis silbrigen Blättern.

Die Hochblätter um den walzenförmigen Blütenstand sind silbrig und teilweise leicht violett überlaufen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis Ende Juli.

Die Samenstände verbraunen und sind bis in den Frühwinter hinein durchaus zierend bevor sie zerfallen.



Ein trockenstressbedingt zwergenhafter Riesen-Mannstreu, in Würde gealtert.

Verwendungshinweise

Eryngium giganteum ist ein eher selten verwendeter, ausdrucksstarker und auffälliger Mannstreu mit vielen Alleinstellungsmerkmalen. Sein Blütenstand überzeugt weniger aufgrund seiner  zurückhaltenden Farbwirkung als vielmehr wegen seiner bizarren Struktur.

Er eignet sich hervorragend für nicht zu trockene bis frische und gerne vor praller Mittagssonne geschützte Felssteppen und Alpinarien.

Besonders standortgerecht wirkt die Art in Anlagen mit hohem Anteil offener Kies- bzw. Schotterflächen. Solche Anlagen sind allerdings wegen des hohen Wildkrautaufkommens sehr pflegeintensiv. Praktikabler und ebenfalls sehr schön ist daher meist die Kombination mit niedrigen bis mittelhohen Horstgräsern.

V.a. vor dunklen Hintergründen kommt sie besonders auffällig zur Wirkung.

Wirklich kräftige und eindrucksvolle Exemplare erzielt man aber selten mit Topfware, es sei denn, sie kommt erst im Jahr nach der Pflanzung zur Blüte. Bessere Ergebnisse erzielt man mit an Ort und Stelle versamten oder als Keimlinge verpflanzten Exemplaren.



Auch in der Sonne, idealerweise vor dunklen hintergründen bietet Eryngium giganteum ein tolles Schauspiel.

Kultur

Kürzere Trockenphasen übersteht die Art auf Böden mit hohem Anteil porösen, wasserspeichernden Skelettanteils einigermaßen klaglos. Generell bevorzugt sie aber erstaunlicherweise in jeder Hinsicht stressarme Standorte. Staunässe ist sehr ungünstig.

Der Riesen-Mannstreu ist eine der wenigen Eryngium-Arten, die auch an halbschattigen Standorten befriedigend gedeihen. Für eine erfolgreiche Selbstversamung sollte die Vegetatiosnstruktur nicht zu dicht sein. Man muss aber konstatieren, dass die Keimrate für eine so kurzlebige Pflanze erstaunlich unzuverlässig ist. Ohne tätige Mithilfe des wissenden Betreuers besteht in der Regel akute Verlustgefahr.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
grünlich-weiß
violett
Juni
Juli
grau-grün
silbrig
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
Vord. Orient
sehr gut
Hoch
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen