Cosmos sulphureus // Oranges Schmuckkörbchen, Schwefel-Kosmee

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Cosmos sulphureus

Dieses Schmuckkörbchen ist in weiten Teilen Mittelamerikas heimisch. Das Klima ist subtropisch mit meist frostfreien Wintern.

Als beliebte Gartenpflanze ist sie allerdings auf allen Kontinenten neophytisch eingebürgert und gilt v.a. in den subtropischen und warm-gemäßigten Breitengraden stellenweise als invasiv.

Auch in Deutschland tritt sie in den Wärmegebieten unbeständig in Siedlungsnähe verwildert auf.

Cosmos sulphureus erzeugt hier ein reizstarkes Farbkonzept mit violetten Astern und roten Gaillardia aristata 'Burgunder'.

Cosmos sulphureus ist ein Pionier offener Bodenflächen und gestörter Standorte mit regelmäßigen Bodenverletzungen. Natürliche Vorkommen finden sich z.B. auf hochgelegenen Kiesbänken von Flüssen, an Uferabbrüchen und Binnendünen oder Bergrutschungen.

Menschliche Aktivitäten haben den Lebensraum auf Ackerränder und Ackerbrachen, Straßenböschungen oder Bahntrassen erweitert.

Die Standorte sind (voll-)sonnig bis licht halbschattig und mäßig trocken bis frisch. Die Böden sind neutral bis alkalisch und gering bis gut stickstoffversorgt.

Beschreibung
Cosmos sulphureus ist eine sommergrüne, kaum frostharte Einjährige. Wildformen können bis zu 180 cm, teilweise sogar über 200 cm hoch werden. In Kultur befinden sich allerdings meist kompaktere Auslesen.

Das Laub ist gefiedert und mittel-grün.

Die Blüten erscheinen ausdauernd über den ganzen Sommer. Die letzten Blüten vergehen oft erst mit dem ersten Nachtfrost. Auch an Naturstandorten reicht das Farbspektrum von Gelb über Orange bis zu Orangerot.

Die jungen Triebe sind essbar und werden roh in Salaten oder gekocht als Gemüsebeilage verzehrt. In Mittelamerika ist die Art eine traditionelle Färberpflanze.

Verwendungshinweise
Cosmos sulphureus ist in manchen Weltgegenden eine sehr beliebte Zierpflanze für Wechselflorrabatten und intensiv betreute Prachtstaudenbeete. In Mitteleuropa wird sie seltener verwendet.

Besonders interessant sind Formen mit orangenen Blütenfarben. Sie lassen sich auch gut mit graulaubigen Gräsern kombinieren. Solch naturhaftere, wiesenartige Situationen erzeugen über den ganzen Sommer starke optische Reize.

Wo das Farbkonzept dies zulässt, kann Cosmos sulphureus auch als Blender in Neupflanzungen eingesetzt werden. Den besten Effekt erzielt man hierbei mit vorkultivierter Topfware, die nach den Eisheiligen eingebracht werden kann.

Die Samenstände sind optisch unbedeutend.

Kultur/Pflege von Cosmos sulphureus

Wie praktisch alle Einjährigen braucht auch Cosmos sulphureus viel Aufmerksamkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass Selbstversamung auch in lückigen Pflanzungen aufgrund der Frostempfindlichkeit unzuverlässig erfolgt.

Auch Nacktschnecken finden Gefallen an jungen Schmuckkörbchen und mindern deren Überlebenswahrscheinlichkeit.

Eine Direktaussaat ist nur nach den Eisheiligen in nicht oder kaum durchwurzelten Böden zuverlässig möglich. Die sehr wärmebedürftige Art bringt ihre lange Blütezeit besser zur Geltung, wenn Sämlinge im warmen Gewächshaus ab Anfang März vorkultiviert werden. Die Samen laufen bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 grad innerhalb von zwei Wochen willig und reichlich auf.

Ansonsten sind möglichst sonnige Standorte erforderlich. Je wärmer die Standorte sind, desto üppiger ist die Entwicklung und desto länger hält der Blütenflor an. Die Beseitigung abgeblühter Blüten verlängert die Blütezeit ebenfalls.

An die Bodeneigenschaften werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Geeignet sind alle lockeren Substrate mit mäßiger bis guter Stickstoffversorgung. Auch auf armen Böden ist die Entwicklung befriedigend, während zu nahrhafte Bedingungen mastigen Wuchs und mangelhafte Standfestigkeit erzeugen können.

Die Art kommt in den gemäßigten Breiten überall auch ohne Bewässerung gut über die Sommerphase. Nur während der Keimphase sollte kein Trockenstress auftreten.

Sorten:
  • Brightness Red: orange-rote, halb gefüllte Blüte, nur etwa 30 cm hoch
  • Brightness Mixed : Mischung aus leuchtend gelben, gelb-orange bis orange-roten, halb gefüllten Blüten, bis etwa 3o cm hoch
  • Cosmic Orange: orange, einfache Blüte, nur etwa 35 cm hoch
  • Dwarf Ladybird : Mischung aus gelb-orange bis orange-roten, halb gefüllten Blüten, bis etwa 35 cm hoch
  • Klondike Mixed: gelb-orange, halb gefüllte Blüte, 50 bis etwa 100 cm hoch
  • Ladybird Mixed: Mischung aus gelb-orange bis orange-roten, gemischt einfachen und halb gefüllten Blüten, 30 bis etwa 50 cm hoch
  • Polidor Mixed: orange, gemischt einfache und halb gefüllte Blüten, 50 bis etwa 100 cm hoch
  • Tango: kräftig orange, halb gefüllte Blüte mit orange-gelbem Zentrum, bis etwa 120 cm hoch
  • The Sunny Gold: gelbe, einfache Blüte, bis etwa 30 cm hoch
  • The Sunny Red: orange-rote, einfache Blüte, bis etwa 30 cm hoch
  • The Sunset: orange-rote, halb gefüllte Blüte, bis etwa 90 cm hoch
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