Crocus korolkowii // Korolkowi's Krokus

Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 300.00
Wikipedia Crocus korolkowii
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Crocus korolkowii

Korolkowi's Krokus ist in Zentral-Asien östlich des Kaspischen Meeres verbreitet. Er kommt hier von der submontanen bis in die subalpine Stufe vor.

Das Verbreitungsgebiet ist ausgesprochen sommertrocken, der Größteil der Niederschläge fällt im Winterhalbjahr. Kalte Winter und sehr warme Sommer prägen das kontinentale Klima.

Dieser Wild-Krokus treibt mehrere Blüten pro Zwiebel und erzielt dadurch einen ausdauernden Blütenflor.

Crocus korolkowii besiedelt die weitläufigen, baumlosen Steppenlandschaften der Hochebenen sowie die Felssteppen der Gebirgslagen. Zudem findet man ihn am sonnigen Rande von Trockengebüschen und Wäldern.

Die Standorte sind im Frühling frisch und trocknen bis zum Frühsommer stark ab. Die durchlässigen Lehm- oder feinerdereichen Schotterböden sind mäßig nahrhaft und meist basenreich.

Beschreibung
Crocus korolkowii ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Die grasartigen, grünen Laubblätter erreichen etwa 10 cm Höhe. Durch Tochterzwiebeln entstehen mit der Zeit kleine Horste. Die Blüten erscheinen bereits ab Mitte Februar. Da jede Zwiebel mehrere Blüten treibt, erstreckt sich die Blütezeit für einen Frühlingsgeophyten erstaunlich lange über etwa drei Wochen. Die Blüten sind auf der Innenseite orange-gelb und auf der Außenseite auffällig rötlich-braun gezeichnet. Sie öffnen sich nur bei Sonnenschein.

Verwendungshinweise
Crocus korolkowii wird schon seit 150 Jahren in Mitteleuropa kultiviert, steht aber deutlich im Schatten anderer Krokusarten wie Crocus chrysanthus oder die Crocus Hybriden.

Wenn man aber einen interessanten Wintereffekt mit gelben Krokussen erzielen möchte, sollte Crocus korolkowii in die erste Wahl fallen. Zwar haben die Blüten im ungeöffneten Zustand eine eingeschränkte Fernwirkung, das wird durch die lange Blütezeit aber mehr als wettgemacht. Aus der Nähe ist die Blütenzeichnung der Außenseite zudem interessant anzusehen.

Generell empfehlen sich individuenreiche Bestände. Am Besten kommt die Art zwischen Felsen im Alpinarium oder im Vordergrund von Steppenanlagen zur Geltung.

Sie passt aber natürlich auch in ganz traditionelle Verwendungen in Rabatten, wegebegleitend oder in ländlichen Gärten.

Im Versandhandel sind Zwiebeln zur Herbstpflanzung zuverlässig zu beziehen.

Die geschlossenen Blüten sind nur aus der Nähe zu entdecken, sind aber ein schönes Detail.

Kultur/Pflege von Crocus korolkowii

Crocus korolkowii ist vollkommen winterhart und zuverlässig zu kultivieren. Erfoderlich sind möglichst sonnige, gerne sommertrockene Standorte.

An die Bodeneigenschaften werden geringe Anforderungen gestellt. Feinerdereiche Schotterböden, lockere Lehmböden und relativ stickstoffreiche Sandböden kommen in Frage. Generell sollte der Humusanteil nicht zu hoch sein.

Die vegetative Vermehrung durch Tochterzwiebeln lässt sich durch regelmäßiges Verziehen nach dem Blatteinzug beschleunigen. Auf offenen Böden kommt es auch zur Selbstversamung.

Die gezielte Vermehrung aus Saatgut erfolgt nach den Regeln für Kaltkeimer. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man ab Mitte September bis Ende November dicht und 3 bis 5 cm tief aussäät sowie die Samen vorher 24 Stunden in Wasser aufquellen lässt. Die Sämlinge laufen im zeitigen Frühling auf und bleiben bis zu ihrer zweiten Sommmerruhephase ungestört in der Saatschale.

Bilder