Achnatherum pekinense (Stipa extremorientalis) // Fernöstliches Federgras
Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Achnatherum pekinense (Stipa extremorientalis)
Das Fernöstliche Federgras kommt im gesamten Osten Chinas, in Korea, Japan und im östlichen Teil der Mongolei vor. Das Verbreitungsgebiet reicht dabei von den Subtropen im Süden bis in die kühl gemäßigte Klimazone im Norden.
Es steigt von der submontanen Stufe bis in alpine Höhenlagen auf.
Die Samenstände von Achnatherum pekinense brauchen Licht und ruhige Hintergründe, um zur Geltung zu kommen.
Achnatherum pekinense besiedelt ein breites Spektrum an sonnigen Lebensräumen wie großflächige Waldlichtungsfluren, sonnige Wiesen-Gebüsch-Mosaike oder sekundäre Standorte wie halbruderale Wiesen und Staudenfluren z.b. entlang von Straßenböschungen.
Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch und können relativ stickstoffarm bis stickstoffreich sein. Es werden sowohl sandige, felsige oder lehmige Böden toleriert.
Beschreibung
Achnatherum pekinense ist ein streng horstiges, sommergrünes Gras mit bogig überhängenden Blättern.
Die Blatthorste erreichen etwa 60-80 cm Höhe und werden von den 150-180 cm hohen Blütenständen deutlich überragt.
Die Blütezeit beginnt gegen Anfang Juli. Die Blütenstände sind sehr luftig, halten als Samenstände die Form aber erstaunlich stabil den gesamten Winter über.
Im Herbst verfärbt sich das Laub in fahle, aber durchaus zierende Gelbtöne.
Verwendungshinweise
Achnatherum pekinense ist kein Gras, in dass man sich auf den ersten Blick verliebt. Das liegt auch daran, dass jugendliche Exemplare mit ihren wenigen, transparenten Blüten-/Samenständen nicht besonders gut wahrnehmbar sind.
Es dauert einige Standjahre, bis der Wuchs so dicht ist, dass die Betrachtenden keinen Zweifel mehr hegen, ein echtes Ziergras vor Augen zu haben.
Bringt man die Geduld auf, wird man mit einem unaufdringlichen, hohen Gras belohnt, dass insbesondere im Gegenlicht und vor dunklen Hintergründen mit allerlei Hochstauden gut kombinierbar ist. Es ähnelt dann einem etwas groben Deschampsia cespitosa. Anders als dieses kann das Fernöstliche Federgras aber auch in Trockenlagen eingesetzt werden.
Idealerweise verwendet man die Art im lockeren Verbund als Gruppensolitäre.
Im Versandhandel ist Topfware - meist under der synonymen Bezeichnung "Stipa extremorientalis" mit etwas Engagement zuverlässig zu beziehen.
Im Spätsommer überragt Achnatherum pekinense hier die Samenstände von Stipa grandis und
Monarda bradburiana.
Kultur/Pflege von Achnatherum pekinense
Achnatherum pekinense ist vollkommen winterhart, robust und zuverlässig zu kultivieren.
Es entwickelt meist schon im zweiten Jahr nach der Aussaat seine Endhöhe. Es dauert allerdings Jahre, bis ein kräftiger Horst mit einer Vielzahl an Blütenständen entstanden ist.
Die Art kann sowohl auf reinen, nicht zu armen Sandböden unter einigem Trockenstress als auch auf Schotter- und kräftigen, frischen Lehmböden kultiviert werden. Stauende Nässe ist generell nicht hilfreich.
Saatgut keimt bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von zwei Wochen willig. Ein vorhergehender Kälteimpuls ist nicht notwendig. Selbstversamung tritt auf offenen Bodenstellen moderat auf und lässt sich problemlos kontrollieren.