Pseudotsuga menziesii // Douglasie
Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Pseudotsuga menziesii
Die Douglaise stammt aus sub-montanen bis sub-alpinen Lagen der Rocky Mountains und der niederschlagsreichen Nebel-Berg-Wälder an der Pazifikküste.
In Europa und Deutschland ist die Douglasie ein sehr bedeutender Forstbaum, der in praktisch allen Naturräumen vorzugsweise auf bodensauren Böden angebaut wird und stellenweise auch in angrenzende Waldbiotope wie bodensaure, trockenere Eichen- und Birken-Wälder verwildert. Sie dringt aber auch in ungenutzte Offenlandbiotope wie flachgründige Urgesteins-Felskuppen ein. In der Schweiz wird sie vorwiegend im Mittelland forstlich angebaut.

Die Zwergform 'Fletcherii' stilgerecht in einer Felslandschaft
Pseudotsuga menziesii gedeiht im natürlichen Verbreitungsgebiet auf mäßig trockenen bis feuchten, skelettreichen, eher nahrhaften Böden. Die Douglasie entwickelt oft dominante Bestände mit Schneebeeren, Heidelbeeren und Spireen im Unterstand.
Langfristig ist die Douglasie für ihre Bestandserneuerung allerdings darauf angewiesen, dass Feuer, Stürme oder Lawinen den lichtbedürftigen Sämlingen sonnige Startbedingungen verschaffen. Die ungewöhnlich dicke Borke schützt den Stamm der Altbäume effektiv gegen brennendes Unterholz. Als keim- und ausbreitungsfreudige Art besetzt sie die freiwerdenden Flächen dann rasch neu.
Es gibt zahlreiche Rassen mit unterschiedlichen Adaptionen an Standortbedingungen, so dass die Douglasie in der Natur eine sehr breite Standortamplitude aufweist.
Beschreibung
Die Douglasie ist in Nordamerika in der Nominatform ein bis zu 60 m hoher Baum, an der Pazifikküste erreicht die Unterart " Pseudotsuga menziesii var. menziesii" auch über 100 m Höhe und gehört damit zu den Top 3 der höchten Baumarten der Welt. In Mitteleuropa bleibt sie mit etwa 50 bis 60 m niedriger, was aber daran liegen dürfte, dass noch keine ausgewachsenen Exemplare existieren. Mit knapp 69 m Höhe ist eine gut hundertjährige Küsten-Douglasie bei Freiburg der höchste Baum Deutschlands.
Der gerade Stamm ist im Freistand tief beastet, die Krone kegelförmig.

Die weichen Nadeln duften beim Zerreiben orangenartig.
Verwendungshinweise
Die Douglasie ist von hoher forstwirtschaftlicher Bedeutung, in der Baumform gärtnerisch aber nur in Sonderfällen einzatzwürdig. In den wenigen Situationen, in denen fichtenartige Nadelbäume einsetzbar sind, sollte besser auf die heimische Fichte oder Weißtanne zurück gegriffen werden. Allein schon, um dem Fortschreiten der Florenverfälschung durch die invasive Douglasie nicht unnötig zu befördern.
Von der Douglasie gibt es zahlreiche Zwerg- und Sonderformen, die in formalen Gärten und Parkanlagen, Friedhöfen und als artifizielle Elemente in Alpinarien eingesetzt werden können.
Besonders wirksam sind diese Zwergformen als formaler Kontrapunkt in naturhaften Pflanzungen, während sie im üblichen Verbund mit anderen Koniferen weniger atemberaubend sind.
In größeren Pflanzgefäßen sind die Zwergformen ebenfalls kultivierbar und unterstützen minimalistische bzw. betont distinguierte Gestaltungsansätze in repräsentativen Anlagen.
Kultur/Pflege von Pseudotsuga menziesii
Die voll winterharte Douglasie ist unter allen nicht zu extremen Standortbedingungen ohne Schwierigkeiten zu kultivieren.
Sorten:
Bila Lhota: 125/70 cm hoch/breit, blau-grünes Laub, dichter Wuchs
Densa: 1,2/1 m hoch/breit, grau-grünes Laub, dicht-wüchsig
Fletcherii: 1,5/3 m hoch/breit, grau-grünes Laub, dicht-wüchsig
Garibaldi: 1/1 m hoch/breit, grünes Laub, dicht-wüchsig
Green Globe: 1,/1,5 m hoch/breit, kugeligber, dichter Wuchs, grünes Laub
Hillside Pride: 1,6//0,8 m hoch/breit, kegelförmig, dicht-wüchsig, dunkel-grünes Laub
Mt. Hood: 60/125 cm hoch/breit, grau-grüne, relativ lange Nadeln, dicht-wüchsig