Campanula lactiflora // Milchweiße Glockenblume

Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Campanula lactiflora
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Campanula lactiflora: Die Milchweiße Glockenblume kommt vom von Klein-Asien über den Kaukasus bis in das westliche Asien in submontanen bis montanen Vegetationszonen vor.

Campanula lactiflora wird in England traditionell und ausgiebig kultiviert und gilt hier als eingebürgerter Neophyt. Auch im südlichen Skandinavien soll es Einbürgerungstendenzen geben.

Sie besiedelt Waldlichtungen und Waldränder, Hochstaudenfluren und im Herbst gemähte alpine Streuwiesen.

Sie wächst auf basenreicheren, dauerfrischen bis feuchten Böden. Bevorzugt werden dabei nahrhafte, humose Lehm- und Mergelböden. Die Standorte sind sonnig bis licht absonnig.



Prächtiges, gerade noch standfestes Exemplar von Campanula lactiflora

Beschreibung: Die Riesen-Glockenblume ist eine somemrgrüne, horstige Staude.

Sie wird mit der Zeit 80 bis 120 (150) cm hoch, erreicht ihre volle Wuchskraft aber erst mit den Jahren.

Die blass-blauen, seltener milchig-weißen Blüten stehen etwas "doldenartig" gedrängt in reichblütigen Rispen an beblätterten Stengeln. Die Blütezeit liegt im Juli/August.

Kombinationen farblich variierender Formen sind ebenfalls reizvoll:



Verwendungshinweise: Campanula lactiflora ist eine der eindrucksvollsten Glockenblumen, deren üppiger Blütenflor viel Aufmerksamkeit heischt. Man sieht sie aber zumindest in Kontinental-Europa nicht so häufig, dass man ihrer überdrüssig wäre.

Die Milchweiße Glockenblume kann in naturnahen Anlagen gut in halbschattigen Gehölzrändern eingesetzt werden, macht sich aber auch in Bauerngärten, in romantisierenden Landhausgärten und in frischen Rabatten ansprechend.

Die Riesen-Glockenblume ist eine der klassischen englischen Beetstauden und wird leidenschaftlich gerne mit Rosen und Lavendel kombiniert.



'Prichard´s Variety' bleibt kompakt und standfest, das Blattgrün dieses Exemplars wirkt aber etwas chlorotisch.

Kultur: Die Art ist aufgrund ihrer Wuchskraft durchsetzungsfähig und neigt ausgeprägt zur Selbstaussaat.

Trockenfallendes Substrat führt zu erheblichen Vitalitätsverlusten. V.a. in kontinentaler geprägten Regionen tritt in sommerlichen Trockenperioden auch auf schweren Lehmböden zeitweise Bewässerungsbedarf ein.

Die höheren Auslesen sind auf stickstoffreichen Standorten nicht sicher standfest und werden am Besten im Verbund mit anderen, stützenden Hochstauden verwendet.

Sorten:
  • Alba: 80-100 cm, weiße Blüten
  • Himmelsblau: bis 90 cm hoch, himmelblaue Blüte
  • Loddon Anne: bis 90 cm hoch, zart-rosa Blüte
  • Prichard´s Variety: 60 bis 80 cm hoch, hell-blau-violette Blüte
  • Superba: 80-120 cm hoch, violett-blaue Blüten, nicht sicher standfest
  • White Pouffé: 30 cm hoch, durch Selbstaussaat flächiger Ausbreitungsdrang, weiße Blüten
  • Bilder






    Prichard´s Variety



    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    100-150 cm Höhe
    weiß
    violett
    hell-blau
    blau
    rosé-weiß
    Juli
    August
    ungiftig
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    unbedeutend
    frisch
    nicht austrocknend
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    Ton
    humos
    kalk-/basenreich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Zentral-Asien
    Kleinasien
    gut
    Mittel
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    sommergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren