Euphorbia pseudosikkimensis (Euphorbia schillingii) // Schillings-Wolfsmilch
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Familie |
Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächse
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| Pflanzen pro qm |
5.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Euphorbia pseudosikkimensis (Euphorbia schillingii)
Schillings-Wolfsmilch stammt aus dem zentralen Himalaya. Die Winter im Verbreitungsgebiet sind ernstzunehmen, allerdings puffert eine zuverlässige, kräftige Schneedecke tiefe Frosteinwirkungen recht effektiv ab.
Euphorbia pseudosikkimensis wird in England auch in Rabatten eingesetzt.
Euphorbia pseudosikkimensis besiedelt sonnige Gebirgswiesen und lichte Rhododendron-Gebüsche auf mäßig nahrhaften, humus- und feinerdereichen Skelettböden. Die Bodenreaktion ist sauer bis neutral.
Die Standorte führen Niederschlagswasser recht gut ab, aufgrund der hohen Niederschlagsraten fallen sie jedoch nicht trocken sondern sind dauerhaft frisch, zeitweise auch feucht.
Detail des Blütenstandes im Knospenstadium mit. Die helle Mittelrippe der Blätter ist ein hilfreiches Unterscheidungsmerkmal zu anderen hohen Euphorbien.
Beschreibung
Euphorbia pseudosikkimensis ist eine sommergrüne, mit den Jahren sehr breithorstig wachsende Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 60-90 cm.
Die schlanken Blätter sind bläulich-grün mit einer deutlich erkennbaren, hellen Mittelrippe. Im Herbst verfärben sie sich recht zierend in gelblichen Tönen.
Ab Mitte Mai erscheinen die leuchtend grünlich-gelben Hochblätter der rundlichen Blütenstände. Sie bleiben bis in den Hochsommer zierend.
Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig und der Kontakt mit dem Milchsaft sollte vermieden werden.
Ähnlich sind die früher blühenden, auch in Mitteleuropa heimischen Euphorbia palustris und Euphorbia illirica. Fast zeitgleich blüht dagegen Euphorbia soongarica. Diese wird jedoch höher, die Blätter sind lanzettlicher und die Mittelrippe ist weniger klar abgesetzt.
Verwendungshinweise
Schillings-Wolfsmilch ist eine in Kontinental-Europa selten verwendete Art, die einem aufgrund der - zurecht - hohen Beliebtheit der Sumpf-Wolfsmilch dennoch sehr vertraut vorkommt.
Sie kann im Gartenwert ohne Weiteres mithalten und ist insbesondere auf zeitweilig trockenfallenden Standorten sogar zu bevorzugen (s.u.). Auch ihre Standfestigkeit ist immer überzeugend.
Wie bei vielen anderen grandiosen Euphorbien beeindruckt die viele Wochen anhaltende Farbwirkung der Hochblätter. Das kühle, etwas grünstichige Gelb lässt sich praktisch mit allen Farben harmonisch kombinieren und wird sogar von notorischen Gelbvermeidern toleriert.
Euphorbia pseudosikkimensis kann auch relativ schattig eingesetzt werden.
Das Einsatzspektrum ist enorm, der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Ob naturalistisch in wiesenartigen Situationen oder klassisch in Staudenanlagen, ob informell, ländlich-romantisch oder urban-minimalistisch: die ganze Bandbreite der Gestaltungsansätze werden zwanglos bedient.
Im Versandhandel ist die Art zuverlässig zu erhalten, allerdings kommt es mitunter zu Verwechslungen insbesondere mit Euphorbia soongarica.
Kultur/Pflege von Euphorbia pseudosikkimensis
Schillings-Wolfsmilch ist kein Schnellstarter, entwickelt sich aber stetig in die Breite. Die Endhöhe wird sogar schon im zweiten Standjahr erreicht. In Mitteleuropa ist die Winterhärte praktisch überall ausreichend.
Ansonsten ist sie robust und uverlässig. Auf tiefgründigen, guten Gartenböden kann sie in niederschlagsreichen Regionen ohne Bewässerung kultiviert werden. In kontinentaleren Gebieten mit teilweise schon im Frühling auftretenden Trockenperioden verlangen sonnige Lagen dagegen zwingend nach gelegentlicher Bewässerung. Alternativ kann man die erstaunlich schattentolerante Art auch halbschattig oder sogar licht schattig kultivieren.
Euphorbia pseudosikkimensis im eindrucksvollen Einsatz im klassischen Border.
Euphorbia pseudosikkimensis kann sowohl auf stickstoffarmen als auch auf stickstoffreichen Standorten verwendet werden.
In Kultur stellen basen-/kalkreiche Böden keinerlei Hindernis dar.
Saatgut keimt bei gleichmäßiger Feuchte und Temperaturen um 20 Grad innerhalb von zwei Wochen willig. Ein vorhergehender Kälteimpuls ist nicht notwendig. Von kräftigen Horsten können auch jährlich durch randliches Abstechen Klone gewonnen werden. Auch Steklinge bewurzeln sich willig.