Origanum x laevigatum // Blumen-Dost

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 16.00

Beschreibung

Herkunft von Origanum x laevigatum

Die Elternarten des Blumen-Dost sind Origanum laevigatum aus dem türkischen Hochland und dem auch in Mitteleuropa heimischen Origanum vulgare.

Beide Eltern besiedeln sonnige, basenreiche Magerstandorte in Staudensäumen und Magerrasen.

Diese leider namenlose Form überzeugt mit standfesten, wenig verzweigten Blüten und farbintensiven, gut mit den helleren Blütenkronen kontrastierenden Blütenkelchen.

Beschreibung
Origanum x laevigatum ist ein schwach wintergrüner, horstiger Halbstrauch. Er erreicht Wuchshöhen zwischen 40 und 50 cm, in Sorten auch nur 30 bis 40 cm.

Er hat unbehaarte und deutlich kleinere Blätter als Origanum vulgare, die zudem einen gut wahrnehmbaren Blaustich aufweisen. Sie sind stark aromatisch und können zum Würzen von Speisen verwendet werden.

Die Blüten sind rosa mit mehr oder weniger intensiv bräunlich purpur-roten Kelchblättern. Sie erscheinen ab Mitte Juni ausdauernd bis Ende August. Sie sind bei Insekten sehr beliebt.

Die Samenstände bleiben durch die Kelchblätter lange zierend bräunlich-rot und bilden eine ansehnliche, grau-braune Winterstruktur.

Die wenig standfeste 'Hopley' braucht gleichhohe Partner, die die Blütenstände durchweben können. Hier sind das Helichrysum italicum und Origanum vulgare 'Thumbles Variety'.

Verwendungshinweise
Origanum x laevigatum ist eine sehr attraktive Alternative zum selbst aber auch schon grandiosen Origanum vulgare. Gegenüber dem ausläufertreibenden Origanum laevigatum ist die Hybride überall dort im Vorteil, wo man gerne auf unnötigen Expansionsdrang verzichten möchte.

Der ausdauernde Flor überzeugt v.a. durch den schönen Kontrast zwischen den dunklen Kelchblätternn und den hellen Kronblättern sowie die bis in den Frühherbst reichende Farbstabilität der Kelchblätter an den Samenstände.

Der Blumen-Dost passt sehr gut in alle niedrigeren Bereiche von mediterranen Felsheiden, Küchenkräutergärten, Kiesgärten oder entlang der sonnig-trockenen Kanten von Kies-, Schotter oder Natursteinwegen.

Man kann die Art aber auch gewinnbringend in sonnige-trockene Staudensäume einbringen oder sehr guten Gewissens in Pflanzgefäßen auf Balkonen und Terrassen platzieren. Attraktiv sind v.a. Kombinationen mit grau- oder silberlaubigen Halbsträuchern wie Helichrysum italicum oder Lavandula x chaytoriae. Die dunklen Blüten-/Samenstände ergeben einen schönen Hell-Dunkel-Kontrast. Den Effekt kann man aber auch genauso effektiv mit den strohigen Samenständen niedriger, sommerblühender Gräser wie z.B. Walliser Schwingel erzielen.

Etwas schade ist die mangelhafte Standfestigkeit der meisten Sorten, die sich auch durch einen Rückschnitt vor der Blüte nicht wirklich beheben lässt. Das Manko lässt sich am besten kaschieren, wenn man sie relativ eng zwischen gleich hohe oder etwas niedrigere Begleiter setzt. Die Blütenstände legen sich dann ganz malerisch zwischen oder über die Begleiter.

Wer einen insektenfreundlichen Garten plant, kommt am Blumen-dost keinesfalls vorbei. Es gibt kaum eine Pflanze, die derartige Massen an Stechimmen zu beglücken weiß.

'Rosenkuppel' macht ihrem Namen alle Ehre und bleibt mit Hilfe kräftiger Stengel trotz sehr großer Blütenstände relativ aufrecht. Im Hintergrund steht die einjährige Salvia viridis .

Kultur
Origanum x laevigatum ist auseichend winterhart und in allen sonnigen, gerne etwas trockeneren und nicht zu nahrhaften Situationen ziemlich robust und sehr zuverlässig.

Auf Verschattung durch z.B. höhere Pflanzpartner reagiert er negativ und kann mit der Zeit ausgedunkelt werden.

Origanum x laevigatum produziert keimfähige Samen, die sich aber nicht sortenecht versamen. Selbstversamung auf offenen Bodenstellen oder gerne auch in Pflasterritzen ist nicht ungewöhnlich, wird aber nicht lästig. Die Keimung erfolgt ohne Kälteimpuls bei Temperaturen um 20 Grad und gleichmäßiger Bodenfeuchte innerhalb von 14 Tagen.

Die vegetative Vermehrung durch nicht blühende Triebstecklinge ist im Laufe des Sommers ebenfalls gut möglich.

Nach der Blüte bleiben die Samenstände noch lange attraktiv. Im Hintergrund kontrastieren die weißen Blütenwolken von Calamintha nepeta 'Weißer Riese'.

Sorten:
  • Aromatico: hell-rosa Blütenkrone, grünliche, nur rötlich überlaufene Kelche, luftige, wenig standfeste Blütenstände
  • Herrenhausen: hell-rosa Blütenkrone, weinrote Kelche, luftige, wenig standfeste Blütenstände, von 'Hopley' schwer zu unterscheiden
  • 'Hopley': rosa Blütenkrone, weinrote Kelche, luftige, wenig standfeste Blütenstände, breit horstiger Wuchs, oberseits leicht glänzende, bläulich-grne Blätter
  • Rosenkuppel: hell-rosa Blütenkrone, weinrote Kelche, weniger verzweigte, dennoch große, derbere Blütenstände, dank kräftiger Stengel relativ aufrecht
  • Bilder






    'Hopley'















    'Hopley'



    'Herrenhausen'



    'Herrenhausen'



    'Rosenkuppel'



    'Rosenkuppel'

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    Strauch
    Halb-/Zwergstrauch
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    rosa
    Juni
    Juli
    August
    grün
    blau-grün
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    Heil-/Gewürzpflanze
    vorhanden
    trocken
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    kalk-/basenreich
    arme Böden
    mittlere Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    sehr gut
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Heidegarten
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    Gründächer
    Substratstärke über 15 cm
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Insektenweide
    Hauptsortiment
    sommergrün
    zierende Winterstruktur
    Alpinum
    Felssteppen
    Steppen
    Heiden
    Gehölzrand/Staudenfluren