Amsonia hubrichtii // Arkansas Blaustern
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Familie |
Apocynaceae, Hundsgiftgewächse
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| Pflanzen pro qm |
6.00
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| Verbreitungskarte |
Verbreitungskarte
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Beschreibung
Naturstandort/Herkunft von Amsonia hubrichtii
Der Arkansas Blaustern hat ein relativ kleines Verbreitungsgebiet im zentralen Süden der USA in den Bundesstaaten Oklahoma und Arkansas. Er kommt hier in der Hügel- und niedrigen Montanstufe vor.
Das Klima ist gemäßigt mit warmen Sommern und Wintern, in denen regelmäßig von Norden eindringende arktische Luftmassen für harsche Kältephasen sorgen.
Amsonia hubrichtii zur Blütezeit an einem halbschattigen Standort.
Amsonia hubrichtii besiedelt hochgelegene Kies- und Sandbänke von Flüssen, schottrige Bachufer und frische Waldlichtungsfluren.
Die vollsonnigen bis licht absonnigen Standorte sind frisch bis sickerfeucht und unterliegen keinem oder höchstens kurzzeitig mildem Trockenstress.
Die meist skelettreichen Mineralböden sind tiefgründig, und mäßig nahrhaft bis nahrhaft.
Nach der Blüte treiben kräftige Seitentriebe aus und vergrößern die Blattschmuckwirkung enorm.
Beschreibung
Amsonia hubrichtii ist eine sommergrüne, streng horstig wachsende Staude. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 60 und 100 cm.
Chartakteristisch sind die unverzweigten, vollständig und dicht mit schmalen, nadelartigen Blättern besetzten Triebe. Das filigrane Laub entwickelt an sonnigen Standorten orange-gelbe, später bronzefarbenes Herbstlaub. An Standorten ohne direktes Sonnenlicht bleibt die Verfärbung im grünlich-gelben Bereich, ist aber immer noch ansprechend. Die Herbstfärbung ist zudem in beiden Fällen über einige Wochen attraktiv.
An den Triebspitzen erscheinen Anfang Juni Blütenstände mit sternförmigen, eisblauen Blüten. Die Samenstände sind dünne, schotenartige Früchte.
Sehr ähnlich ist Amsonia ciliata. Diese hat etwas breiteres Laub, dass im Austrieb zudem etwas behaart ist. Amsonia 'Ernst Pagels' ist vermutlich eine Hybride zwischen Amsonia hubrichtii und Amsonia ciliata.
Auch mit Amsonia illustris und mit dem bekanntesten Blaustern Amsonia tabernaemontana ('Halfway to Arkansas') könnten Hybride im Umlauf sein.
Ein prächtiges Exeplar im August mit einsetzender Herbstverfärbung.
Verwendungshinweise
Die eigentliche Stärke der Art ist weniger die Blüte, als die ungewöhnliche Wuchsform mit der über das ganze Sommerhalbjahr sehr ansprechenden, filigrane Wölckchen bildenden Laubtextur.
Zudem hat sie unter den Stauden eine bemerkenswerte Herbstfärbung zu bieten. Aufgrund des noch lange haftenden Laubes muss sie sich noch nicht einmal vor dem Herbstlaub einschlägiger Gehölze verstecken. Es fehlt leider eine nennenswerte Winterstruktur.
Das Laub lässt sich sehr schön als Strukturelement sowohl in formalen Pflanzungen als auch in naturalistischen Staudenanlagen einsetzen. Die formale Wirkung lässt sich steigern, indem man durch leichte Schnittmaßnahmen wolkige Kugelformen formiert.
Auf Standorten, die regelmäßiger Trockenstress ausgesetzt sind, ist die nicht ganz so fedrige Laubtexturen bietende Amsonia ciliata die bessere Wahl. Deutlich breiteres Laub weist Amsonia tabernaemontana auf.
Amsonia hubrichtii ist im Versandhandel zuverlässig zu erhalten.
Die Herbstfärbung ist ausgesprochen zierend und reicht von gelb-orangenen Tönen in sonnigen Lagen zu grünlich-gelben Tönen in schattigeren Situationen..
Kultur/Pflege von Amsonia hubrichtii
Amsonia hubrichtii ist nach der etwas längeren Etablierungsphase dank eines ausgedehnten Wurzelwerkes robust und übersteht normale mitteleuropäische Sommer auch ohne Bewässerung meist zuverlässig. Harte Wurzelkonkurrenz durch Gehölze oder aggressive Wurzelunkräuter wie Quecke macht eine Etablierung aber aufwändig bis unmöglich.
Lockere, tiefgründige sandige oder schottrige Lehmböden mit mäßiger bis guter Stickstoffversorgung erzielen die besten Ergebnisse.
Vollsonnige Lagen sind ebenso möglich, wie halbschattige oder sogar licht absonnige Situationen.
Samen keimen unregelmäßig über einige Monate verteilt. Man folgt am besten den Regeln für Kaltkeimer. Schnellere Ergebnisse erzielt man mit Kopfstecklingen im Frühsommer.
Sorten:
Selektion Kramer: 60-90 cm hoch, blass-blaue Blüte, kräftig grüne Stengel, Herbstfärbung zunächst gelblich, später zu orange und in der Sonne mitunter auch zu bräunlich-rot übergehend