Teucrium pyrenaicum / Pyrenäen-Gamander

Teucrium_pyrenaicum_pyren%c3%a4en-gamander_6.6.18_222 Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 20.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Teucrium pyrenaicum: Der Pyrenäen-Gamander kommt in den spanischen und französischen Pyrenäen sowie in den französischen Seealpen vor.

Teucrium pyrenaicum besiedelt die submontanen bis hochmontanen Gebirgsstufen. Er ist ein typisches Element der trocken-warmen Kalk-Felsköpfe und der sonnenexponierten Kalk-Felswände.

Die Standorte stocken auf meist flachgründigen, stickstoffärmsten Schottersubstraten und Felsspalten. Während der Sommermonate sind längere Trockenphasen die Regel.



Teucrium pyrenaicum über Kalk-Felsen im Alpinarium

Beschreibung

Teucrium pyrenaicum ist ein am Grunde etwas verholzender, sommergrüner bis schwach wintergrüner Halbstrauch. Er bildet durch kurze Ausläufertriebe niedrige, 5-8 cm hohe Polsterteppiche.

Die kleinen aber vielzähligen Lippenblüten sind zweifarbig blass-gelb und violett. Die Blütezeit beginnt gegen Ende Mai und erstreckt sich bis Anfang Juli. Die Blüten werden intensiv von Bienen und Hummeln besucht.

Das rundliche, etwas runzelige Laub ist grün und leiht glänzend. Unterseits ist es leicht wollig behaart.

Verwendungshinweise

Teucrium pyrenaicum ist nur selten im Versandhandel erhältlich und in der Gartenkultur weitgehend unbedeutend. Trotzdem ist es mit seinen bunten Blütenteppichen ein liebreizender Anblick. 

Wer ein sonnig-warmes Alpinum, kleine Felsgruppen, Trockenmauern oder einen großen Tuffstein begrünen will und die Gelegenheit hat, den Pyrenäen-Gamander zu beziehen, sollte zugreifen.

Mit anderen niedrige Polsterstauden wie Pyrenäen-Sandkraut, Milde Färberdistel, Polster-Johanniskraut, oder Sternpolster-Glockenblume entstehen bunte Blütenteppiche.



Die Blüten sind auch aus der Nähe sehr hübsch anzusehen.

Kultur

Teucrium pyrenaicum ist in windgeschützten Situationen ausreichend winterhart. Sommertrockene und sommerwarme Standorte steigern die Vitalität und damit auch die winterliche Frosthärte.

Südexponierte Steilhänge mit gutem Wasserabzug und schottrige, basenreiche, humus- und stickstoffarme Substrate reduzieren den Druck wüchsigerer Konkurrenten bzw. Wildkräuter.

Unter den genannten Extrembedingungen funktioniert der Pyrenäen-Gamander recht zuverlässig.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
hell-gelb
violett
Juni
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Südeuropa
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen