Cucurbita maxima / Riesen-Kürbis

Familie Cucurbitaceae, Kürbisgewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Cucurbita maxima

Beschreibung

Naturstandort von Cucurbita maxima (Riesen-Kürbis): 

Cucurbita maxima stamm ursprünglich aus dem zentralen Süd-Amerika und gilt hier als urwüchsig bzw. als uralte Kulturpflanze als archeophytisch eingebürgert. In tropischen Regionen Süd-Amerikas, der Karibik, Afrikas und Asiens tritt der Riesen-Kürbis in seinen Kulturformen regional als Neophyt auf.

In Europa gibt es Einbürgerungstendenzen in Österreich und auf dem südlichen Balkan und sogar im Süden Deutschlands verwildert er immer mal wieder kurzfristig aus Gartenkulturen (Karte der Gesamtverbreitung).



Kürbisse werden in Nord-Amerika gerne dekorativ aufgehäuft. Vorne rechts ein Riesen-Kürbis und daneben ein Moschus-Kürbis (1).

Der Riesen-Kürbis besiedelt sonnig-warme, sehr nahrhafte Standorte mit frischer bis feuchter Wasserversorgung. In Europa findet man ihn praktisch ausschließlich in entsprechenden Ruderalfluren, insbesondere am Rande von Dörfern auf Lagerflächen von Gartenabfällen und Müllplätzen. In den Städten sind v.a. Brachflächen und Schutt-/Müllplätze beliebte Wuchsorte.



Im Herbst bleiben die früchte wie verloren auf den Feldern liegen (2).

Beschreibung

Cucurbita maxima ist eine Einjährige, ausgesprochen wuchskräftige Rankpflanze. Sie kann innerhalb einer Vegetationsperiode mehrere Meter lange Triebe mit großen, ungelappten Blättern unnd Ranken entwickeln.

Schon im Frühherbst mit den ersten kühleren Nächten, deutlich vor dem Einsetzen der ersten Fröste vergeht das Laub und übrig bleiben je nch Sorte kleinere bis riesige Fruchtkörper. Manche Auslesen erreichen in Einzelexemplaren über 1 Tonne Gewicht. Die Regel sind allerdings Größenordnungen von etwa 100 kg.

Die großen, gelben Blüten erscheinen bei vorkultivierten Exemplaren ab dem Frühsommer. Sie sind grundsätzlich zierend, unter dem dichten Blattwerk aber kaum wahrnehmbar.

Das Fruchtfleisch wird vielfältig verarbeitet und kann traditionell zu Kuchenteig, Suppen, Breie oder Chutneys verwendet werden. Auch die Kürbiskerne werden geröstet verzehrt. In Nord-Amerika ist der Riesen-Kürbis das zentrale Dekorationselement für Halloween und Thanks Giving.

Ähnlich ist der Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), der die zierlicheren Früchte entwickelt und mehr oder weniger gelappte Blattformen entwickelt.

Verwendungshinweise

Den Anblick eines mächtigen Riesen-Kürbis am Rande eines Komposthaufens in einem ländlichen Garten ist ein einprägsames Ereignis, schon bevor die Kürbis-Früchte erscheinen.

Es sieht auch sehr ansprechend aus, wenn er sich über einen traditionellen Gartenzaun hermachen darf oder aus einem Hochbeet quillt.



Mancherorts wird der Kürbis-Dekorations-Kult auf die Spitze getrieben (3).

Kultur

Cucurbita maxima braucht von allem möglichst viel: Wärme, Sonne, Stickstoff. Auch Trockenphasen sind dringend zu vermeiden. Dauerhaft frische bis feuchte Komposterde oder humose Lehmböden sind sein Lieblingsmilieu.

Im Vergleich zu den übrigen Kürbisformen gilt er als vergleichsweise tolerant gegenüber etwas kühleren Standorten.

Die Aussaat erfolgt idealerweise im Gewächshaus oder auf der Fensterbank ab Anfang März bis Anfang April, so dass nach den Eisheiligen bereits gut entwickelte Exemplare ausgepflanzt werden können.

Sorten:
  • Atlantic Giant: Auslese mit den größten Fruchtkörpern, die in Ausnahmefällen mehr als eine Tonne Gewicht entwickeln können.
  • Großer Gelber Zentner: gelb-orange Früchte, 25-50 kg schwer, harte Schale, die nur bei sehr langer Hitzeeinwirkung weich und essbar wird
  • Hokkaido: eine der beliebtesten Speise-Kürbisse insbesondere für Suppen, mit 0,5 bis 1,5 kg eine kleinfrüchtige Form, die Schlae wird in der Regel nicht entfernt und wird beim Kochen rasch weich

(1) Bild mit freundlicher Unterstützung von Marc Duffel und Unsplash

(2) Bild mit freundlicher Unterstützung von Maddy Baker und Unsplash

(3)  Bild mit freundlicher Unterstützung von Brittney Burnett und Unsplash

Bilder















Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Kletterpflanze
Rankend
bodendeckend
30-60 cm Höhe
gelb
Juni
Juli
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
essbar
unbedeutend
frisch
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
Lehm
humos
organische Böden
kalk-/basenreich
reiche Böden
sehr reiche Böden
ausgeprägte Warmlage
subtropische Klimate
tropische Klimate
Warmlagen
Amerika
Südamerika
gut
Hoch
strukturbildender Solitär
unverträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Raritäten/Saatgut
sommergrün