Verbena rigida // Steifes Eisenkraut, Ausläufer-Verbene

Familie Verbenaceae, Eisenkrautgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Verbena rigida
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Verbena rigida: Das Steife Eisenkraut stammt aus dem zentralen, atlantisch beeinflussten Südamerika. Als alte und beliebte Gartenpflanze ist es aber in subtropischen bis warmgemäßigt-wintermilden Regionen der USA, in Süd- und Ost-Afrika, Indien, Japan und Ozeanien eingebürgert. Auch in Portugal sind verwilderte Populationen bekannt.

In den Herkunftsgebieten hat Verbena rigida ein recht breites Habitatspektrum. Es reicht von gehölzfreien Wiesen auf schottrigen Substraten der Gebirgszüge über die hochgelegenen Dornen-Savannen sowie Lichtungen in Palmenhainen und Wäldern von den Tiefebenen bis in die höheren Berglagen. Daneben findet sich die Art regelmäßig in Ruderalfluren, Acker- und Stadtbrachen ein.



Verbena rigidaim klassisch-formalen Rabattenformat u.a. mit Canna indica und Gaura lindheimeri

Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes kommt das Steife Eisenkraut praktisch nur in gestörten, d.h. ruderalen Halbtrockenrasen entlang von Straßen, Stadtbrachen und Ackerbrachen vor. In Süd-Afrika profitiert die versamungsfreudige Art z.B. von Wiesenbränden, die regelmäßig für offene Bodenstellen sorgen.

Die Standorte sind vollsonnig bis sonnig.

Bevorzugte Substrate sind Lavagesteine sowie basenarme Quarz- und Sandgesteine mit guter Drainage. Durch die vergleichsweise hohen Niederschlagsraten sind die Standorte dennoch nur mäßig trocken.

Beschreibung

Das Steife Eisenkraut ist eine frostharte Staude, die in Mitteleuropa überwiegend einjährig kultiviert wird. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm.

Durch unterirdische Sprossausläufer bildet sie in den Subtropen/Tropen rasige Bestände. In Mitteleuropa entstehen durch die meist verkürzte Lebenszeit eher sehr breite Horste.

Die rosa-violetten, duftenden Blüten erscheinen ausdauernd von Anfang Juli bis in den Oktober hinein. Sie sind auffällig kugelförmig gruppiert. Nicht selten werden bis zu den ersten Nachtfrösten Blüten nachgeliefert. Sie sind bei Insekten sehr beliebt.

Die Art bildet Wurzelknollen aus, die als Überdauerungsorgane fungieren.

Verwendungshinweise

Das Steife Eisenkraut wird meist im Vordergrund von Rabatten oder entlang von Wegen eingesetzt. Ihr kompakter Wuchs und der üppige Flor sind auch tatsächlich gute Argumente für diese Verwendungsform.

Daneben eignet sie sich aber auch gut als Füllpflanze in neu angelegten, mediterran angehauchten Staudenpflanzungen. Sie unterstreicht insbesondere die Wirkung silberlaubiger Begleiter und sorgt dann gleich im ersten Jahr für üppigen Flor in den Lücken zwischen den noch nicht voll entwickelten Halbsträuchern wie Lavendel, Zypressen-Heiligenkraut oderArmenischem Wermut. Sehr schön harmoniert sie auch mit Iris pallida 'Argentea Variegata'.

Sinnfällig ist aufgrund der langen Blühphase natürlich auch der Einsatz in Pflanzgefäßen.

Im Versandhandel ist mit etwas Engagement Topfballenware erhältlich. Üblicher ist jedoch Saatgut.



Eine zart-rosa Farbvariante des Steifen Eisenkrauts

Kultur

Verbena rigida hat große Probleme, einen mitteleuropäischen Winter mit seinen ständigen Temperatur- und Feuchtewechseln zu überstehen. Gewisse Erfolgsaussichten bestehen nur in ungewöhnlich geschützten Lagen und/oder mit einem Winterschutz aus Laubmulch.

Prinzipiell ist die winterliche Schwäche nicht allzu tragisch, da sie sich sehr zuverlässig aus Saatgut heranziehen lässt. Allerdings ist der breitwüchsige Habitus mehrjähriger Pflanzen von ganz eigenem Reiz.

Bei vielen Verbenen ist die Selbstversamung ausgeprägt. Bei Verbena rigida sollte man eher nicht davon ausgehen, dass sie zuverlässig im nächsten Jahr wieder aus Sämlingen neu erscheint. Man sollte entsprechend Samen sichern und ab Anfang April direkt ins konkurrenzfreie Freiland säen. Wer besonders sicher gehen will, zieht in Vorkultur ab Mitte Februar und setzt ab Anfang April ins Freiland.

Die Art sollte möglichst sonnig und warm stehen. Ideal sind lockere, gut drainierende Mineralböden mit mäßiger Stickstoffversorgung. Auf zu nahrhaften Substraten wird vermehrt Blattmasse zulasten des Blütenflors gebildet.

Die Wasserversorgung kann mäßig trocken bis frisch sein.

Sorten:
  • Fliederblau: kräftig blau-violette Blüte, sehr ausdauernder Flor, bis 40 cm hoch

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
rosa
violett
Juli
August
September
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
tropische Klimate
Warmlagen
Amerika
Südamerika
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren