Salvinia natans // Gewöhnlicher Schwimmfarn

Familie Salviniaceae, Schwimmfarngewächse
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Salvinia natans
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Salvinia natans: Der Gewöhnliche Schwimmfarn ist mit großen Verbreitungslücken in Eurasien beheimatet. Verbreitungsschwerpunkte liegen in Mittel- und Mittel-Ost-Europa, dem Vorderen Orient und Zentral-Asien sowie Ost-Asien.

In Deutschland gilt er als stark gefährdet, war aber immer schon selten. Nennenswerte Populationen gibt es im Odertal, an der Havel, im mittleren Elbtal und im Rheintal. In der Schweiz gibt es nur vereinzelte neophytische Vorkommen im Mittelland.

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Schwimmfarn mit Froschbiss und Gelber Teichrose.

Salvinia natans ist kommt in Mitteleuropa nur in den großen Stromtälern meist in windgeschützten, stark wärmebegünstigten Altarmen und Buchten der Haupt- und Nebenströme vor. Sie besiedelt hier die Schwimmblattgesellschaften, die den Röhrichten vorgelagert sind.

Typische Begleiter sind z.B. Froschbiss und Wasserlinsen.

Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig. Die Stickstoff- und Basenversorgung der Gewässer ist mehr oder weniger hoch.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (8)  Kontinentalität (5)  Feuchte (11)  Reaktion (7)  Stickstoff (7)

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Die Blätter sind im Detail faszinierende Strukturen.

Beschreibung: Salvinia natans ist ein eigentümliches, sommergrünes Farngewächs. Es bildet ein kurzes, dicht beblättertes Rhizoid von etwa 5-10 cm Länge, dessen Blätter knapp über die Wasseroberfläche ragen. Durch Seitensprosse, die sich nach einiger Zeit abtrennen, erfolgt die vegetative Vermehrung.

Die assimilierenden Blätter sind länglich-oval und durch einen hochgewölbten Blattrand bootartig. Diese Form sowie die dicht stehende, wachsige Sternbehaarung sorgen dafür, dass die Blattoberfläche nicht benetzt werden kann.

Jedes dritte Blatt ist zu einer untergetaucht wachsenden, fein geteilten "Wurzel" umgebildet.

Im Spätsommer bilden sich große, runde Sporangien, die mit dem Vergehen des "Mutterbootes" zum Gewässergrund sinken und dort überwintern. Im Frühling erfolgt die innere Befruchtung und die Entwicklung der neuen Generation von Jungpflanzen an der Wasseroberfläche. An zusagenden Standorten entstehen dadurch teppichartige Schwimmdecken.

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An Naturstandorten verhindert die Konkurrenz meist die Ausbildung dichter Schwimmfarn-Teppiche.

Verwendungshinweise: Ein Gewöhnlicher Schwimmfarn im Teich ist eine Besonderheit, die mit Ausnahme ausgewiesener Feinschmecker kaum jemand wahrnehmen wird. Die wenigsten werden zudem die Muße aufbringen, sich in den symetrischen, faszinierend-fremdartigen Aufbau eines Schwimmfarns zu vertiefen.

Mit anderen Worten: ein Bestand von Salvinia natans im Gartenteich wird das schöne Geheimnis der Betreuung bleiben.

Man kann aber versuchen, seine Begeisterung in einer minimalistischen, stilvollen Wasserschale auf einem Gartentisch zu teilen. Wer es etwas plakativer mag, ergänzt das Ensemble mit einer Wasserhyazinthe.

Im Versandhandel, in der Aquaristik und gelegentlich in Baumärkten ist die Art zu beziehen.

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Wasserlinsengesellschaft mit Schwimmfarn am Oder-Havel-Kanal.

Kultur: Salvinia natans kümmert in stickstoffarmen und oder sauren Gewässern sowie bei zu starker Verschattung. Hoch ist auch der Wärmebedarf.

Im sonnigen Gartenteich wird er sich aber meist ohne größeren Aufwand selbst erhalten, auch wenn man ihn kaum wahrnimmt.

In Wasserschalen düngt man von Mai bis Ende August gelegentlich mit einem üblichen Flüssigdünger. Die Überwinterung muss frostfrei, aber kalt und mehr oder weniger dunkel erfolgen. Ein kalter Keller oder eine ungeheizte Garage sind entsprechend gut geeignet.

Bilder


















Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
einjährig
Staude
Farn
Wasserpflanze
Schwimmblattpflanze
flächendeckend
grün
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
offenes Wasser
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Europa
Tiefland
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Flüsse
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Freiwasser