Erythronium 'Pagoda' / Hundszahn 'Pagoda'

Erythronium_'pagoda'_hundszahn_11_19.04.2018_ii Familie Liliaceae, Liliaceae
Pflanzen pro qm 25.00

Beschreibung

Herkunft von Erythronium 'Pagoda'

Erythronium 'Pagoda' ist eine Arthybride zwischen Erythronium tuolumnense und Erythronium californicum 'White Beauty'.

Erythronium tuolumnense wächst in einem sehr kleinen Gebiet im mittleren Osten von Kalifornien in der Nähe des Yosemite-Nationalparks. Sie besiedelt hier lichte Laub-Mischwälder. Die skelettreich-humosen Waldböden sind mehr oder weniger nahrhaft und v.a. dauerhaft frisch.

Erythronium californicum kommt im nördlichen Kalifornien in den Gebirgszügen entlang der Pazifikküste vor. Sie steigt hier von den Tallagen bis in montane Höhenlagen auf. Typische Wuchsorte sind lichte Laub-Mischwälder, Waldlichtungen und licht-absonnige Steilhänge. Auch Erythronium californicum bevorzugt humose, frische Waldböden.



'Pagoda' hält sich hier wacker zwischen den noch nicht ausgewachsenen Horsten von Carex morrowii. Für kräftige Farbkontraste sorgt hier Lunaria annua.

Beschreibung

Erythronium "Pagoda" ist eine vorsommergrüne, 30 bis 40 cm hohe Zwiebelpflanze. Unter den Hundszähnen gehört sie zu den kräftigsten Erscheinungen. Durch Tochterzwiebeln entstehen rasch kleine Gruppen.

Die beiden großen Blätter sind zart weißlich gezeichnet, stellenweise zart-bräunlich überlaufen und etwas glänzend. Die Panaschierung sticht aber weniger ins Auge als bei anderen Gattungsvertretern.

Die zitronen-gelben Blüten erscheinen für gut 14 Tage ab Mitte April. Sie blüht damit etwa zwei Wochen später als z.B. Erythronium californicum. Schon junge Exemplare tragen drei bis vier, leicht zeitversetzt aufblühende Blüten.



Anmutiges Frühlingsensemble mit Hepatica nobilis und Anemone nemorosa zwischen der grasartigen Matrix von Ophiopogon japonicus

Verwendungshinweise

Erythronium "Pagoda" verbreitet eine leicht exotische Note. Sehr apart kommt sie in absonnigen, frischen und luftfeuchten Lagen von Mauern und Gebäuden oder in asiatisch/mediterranen Gärten zur Geltung. Schön ist sie auch in den schattigeren Bereichen von naturhaften Steingärten eingesetzt.

Eine Kombination mit zarten, winter- oder auch immergrünen Waldgräsern und niedrigen Farnen ist gut möglich und erzeugt eine angenehme Spannung zwischen naturhaftem Umfeld und der für Mitteleuropäer ungewöhnlichen Erscheinung dieses Hundszahns.

Auch in kleinen Anlagen empfiehlt sich die Verwendung in Gruppen von mindestens 8-15 Exemplaren. In parkartigen Anlagen sollte sie in der Nähe von Wegen und Plätzen gepflanzt werden, um gut wahrgenommen zu werden.

Insgesamt hat diese Hybride aber eine deutlich ausgeprägtere Wahrnehmbarkeit als die meisten anderen Hundszähne. Recht eindrucksvolle Bilder entstehen schon im ersten Frühling nach der Pflanzung, nicht erst nach Jahren, wenn sich die Bestände individuenreich verdichtet haben.

Die Art wird noch eher selten verwendet, ist aber im Handel ohne größere Mühe zu beziehen und vergleichsweise preiswert.



Schon im ersten Frühling nach der Pflanzung deuten die kräftigen Laubblätter die Vitalität von 'Pagode' an.

Kultur

Erythronium "Pagoda" gehört zu den zuverlässigsten, robustesten Hundszähnen. An günstigen Standorten breitet sich die Art durch Tochterzwiebeln willig aus und verdichtet die Bestände zusehends. Die Hybride setzt aber keine keimfähigen Samen an.

Während der Vegetationsperiode ist die Art trockenheitsempfindlich, auch nach dem Blatteinzug im Sommer mögen die Zwiebeln nicht trocken liegen.

Wo regelmäßig heftige Barfröste auftreten, sollten geschützte Lagen und eine Abdeckung mit Laubmulch vorgenommen werden. Letzteres wirkt sich zudem günstig auf die Nährstoffversorgung des Bodens aus.

Erythronium "Pagoda" liebt humose, dauerhaft frische, aber nicht staunasse und eher basenarme Böden. In Kultur gedeiht sie aber auch auf basenreicheren, weniger humusreichen Böden problemlos, wenn sie ausreichend stickstoffversorgt sind.

Die Zwiebeln sind nicht durch eine Zwiebelhaut vor Austrocknung geschützt. Sie müssen im Herbst daher direkt nach der Lieferung gesetzt werden. Die Pflanztiefe sollte bei 10 cm liegen, um die Frostsicherheit zu steigern.


'Pagoda' blüht zeitgleich mit dem reizenden Blauglöckchen (Mertensia virginica) (hinten links).

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
gelb
April
grün
panaschiert
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Waldgarten
öffentliches Grün
Rabatte
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
vorsommergrün
Gehölz/Wald