Allium amplectens / Schmalblättriger Zierlauch

Familie Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Pflanzen pro qm 80.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Der Schmalblättrige Zierlauch (Allium amplectens) kommt entlang der gesamten Westküste Nordamerikas von Mexiko bis in den Süden Kanadas vor. Die Vorkommen finden sich von den Tiefebenen bis in montane Höhenlagen.

Bevorzugte Wuchsorte sind (voll-)sonnige Magerrasen und Trockenwiesen oder auch gut drainierte Gebirgshänge.

Die Böden sind durchlässige, mineralskelettreiche Lehme oder lehmige Schotterböden.



Allium amplectens blüht hier zeitgleich mit Pfirsichblättriger Glockenblume und Astloser Graslilie.

Beschreibung

Allium amplectens ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt von 20-30 cm Wuchshöhe. Aus den kleinen Zwiebeln entspringen im Frühling lanzettliche, etwas graustichige Laubblätter. Das Laub zieht nach der Blüte gegen Ende Juni ein.

Die locker-rundlichen, kleinen Blütenstände erscheinen ab Ende Mai. Die verblühten Samenstände nehmen eine strohig-weiße Färbung an und bleiben so bis in den Spätsommer recht zierend.

Die Art kommt am Naturstandort in variablen Populationen vor, mit größeren und kleineren Blütenständen von weiß bis rosa. In Europa wird aber praktisch nur die rein-weiße, großblütige Auslese "Graceful Beauty" kultiviert.

Verwendungshinweise

Der Schmalblättriger Zierlauch wird bislang nur selten verwendet. Er gehört zweifellos zu den ansprechendsten unter den Wild-Laucharten. Insbesondere die ausgedehnte Zierwirkung seiner Blüten/Samenstände sind ein  überzeugendes Argument.

Die Art macht sich hervorragend in niedrigen Kräuterwiesen, im Vordergrund von Steppenpflanzungen oder mediterranen Anlagen.

Die Zwiebeln sind auch in Kübeln absolut winterhart. Wer größere Pflanzgefäße mit einer blühenden Mischkultur bestücken möchte, sollte die Art in die engste Wahl ziehen.

Kultur

Die lichtliebende, zierliche Art ist robust und anspruchslos, kann aber natürlich nicht mit kräftigen, wohlmöglich expansionsfreudigen Stauden vergesellschaftet werden. Durch Verschattung wird sie früher oder später ausfallen.

Günstig sind skelettreiche, im Sommer gerne auch mal austrocknende, eher humusarme Böden. Staunässe ist generell zu vermeiden.

Auf nahrhaften Böden steigt der Betreuungsbedarf wegen der verschärften Konkurrenzbedingungen.

Die Art setzt Samen an und können - im Verbund mit der Bildung von Tochterzwiebeln - verwildern.

Sorten:
  •  Graceful Beauty: wie beschrieben (Handelsstandard)

Bilder






Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
15-30 cm Höhe
weiß
Juni
grau-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
sehr gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Nebensortiment
vorsommergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen