Pinus-Cembra-Zwergform // Zirbel-Kiefer, Arve

Familie Pinaceae, Kieferngewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Pinus-Cembra-Zwergform
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pinus cembra (Arve):


Pinus cembra kommt in den hoch-montanen bis alpinen Höhenlagen der Alpen und der Karpaten vor. An der Baumgrenze ist sie Teil der Krummholzzone.

In Deutschland kommt sie urwüchsig nur in den Hochlagen der Bayerischen Alpen vor. Einzelvorkomen im Schwarzwald und Bayerischem Wald sind anthropogenen Ursprungs.

Die felsigen Standorte sind frisch, nährstoff- und basenarm und häufig von einer sauren Rohumusauflage geprägt.

Die Wuchsorte sind sonnig bis absonnig, ausgesprochen kühl und zeichnen sich durch eine kurze Vegetationsperiode aus.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (5)  Temperatur (2)  Kontinentalität (7)  Feuchte (5)  Reaktion (4)  Stickstoff (3)

Die Sorte 'Nana' entwickelt mit ihren langen Nadeln hübsche Muster:



Beschreibung

Die Arve ist eine bis 20 m hohe und 4 m breite, immergrüne Konifere.  Die Nadeln sind dunkel-grün mit mehr oder weniger ausgeprägten Graustich. Die Art wächst sehr langsam und bildet im Alter chrakterstarke Solitäre aus.

Die Zwergformen sind kompakte, trägwüchsige Strauchformen.

Verwendungshinweise

Für die meisten gartenarchitektonischen Fälle sind die kompakte Formen die bessere Wahl als die Stammform. Mit älteren Solitären lassen sich ausgesprochen repräsentative und eindrucksvolle Situationen in Alpinarien erzielen.

Auch in großen, hochwertigen Kübeln entstehen sowohl in modern-reduziertem wie historischen Gebäudeumfeld stilvolle Bilder.

Aufgrund des langsamen Wachstums ist die Anschaffung kostspielig, dennoch ist der Rückgriff auf ältere Solitäre zu empfehlen, da andernfalls viele Jahre auf den gewünschten Effekt gewartet werden muss.

Ähnliche Effekte zu etwas moderateren Kosten lassen sich mit Zwergformen der Latschen-Kiefer (Pinus mugo) erzielen.

Kultur

Pinus cembra ist auch in Pflanzgefäßen vollkommen winterhart.

Die Vitalität leidet an Hitzestandorten, Staunässe und längeren Trockenphasen.

Halbschattige und sogar licht absonnige Standorte werden gut vertragen.

Sorten:
  • Compacta Glauca: 2,0/1,0 m hoch/breit, aufrechter Kleinbaum, bläulich-grau-grüne Nadeln
  • Nana: 1,8/1,2 m hoch/breit, dicht-buschige Strauchform, grau-grüne Nadeln

Bilder






Nana

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
rundlich
gelb
Juni
Juli
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
sehr gut
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Silikat
Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nadelwälder
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum