Senecio leucanthemifolius (Senecio vernalis)

Senecio_vernalis_fr%c3%bchlings-greiskraut_11 Name Frühlings-Greiskraut
Botanischer Name: Senecio leucanthemifolius (Senecio vernalis)
Familie Asterarceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Senecio leucanthemifolius (Senecio vernalis)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Senecio leucanthemifolius ssp. vernalis: Das Frühlings-Greiskraut ist von Süd-Ost-Europa über die Türkei und den Nahen Osten bis Zentral-Asien heimisch. Im Norden reichen die natürlichen Vorkommen von Weißrussland bis an den Ural. Im Süden des Verbreitungsgebietes steigt es in den von Steppenklimaten geprägten Gebirgen bis in Höhen oberhalb von 2.500 m auf.

Im übrigen Europa ist Senecio leucanthemifolius neophytisch eingebürgert. In Deutschland ist es v.a. in der Norddeutschen Tiefebene und in der Oberrheinischen Tiefebene ziemlich häufig. In den Mittelgebirgsregionen ist es zerstreut bis selten (Verbreitungskarte Deutschland).



Im Laufe des Frühlings streckt sich der Habitus von Senecio leucanthemifolius noch.

In Mitteleuropa ist das Frühlings-Greiskraut eine Kennart der Kurzlebigen Unkrautfluren auf sonnigen, mäßig trockenen und mäßig nahrhaften bis nahrhaften Standorten. Es stellt sich aber auch in Unkrautfluren von Getreideäckern ein.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (6)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (6)



Einjährige Ackerbrachen sind beliebte Standorte.

Beschreibung

Das Frühlings-Greiskraut ist eine horstige Einjährige und erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 50 cm. Selten wird es auf sehr nahrhaften, frischen Standorten auch noch etwas höher.

Herbstkeimlinge überwintern mit einer grünen Rosette und blühen leuchtend gold-gelben ausdauernd ab Ende April bis Mitte Juni. Die kugelrunden, weißen Pappusfrüchte sind im Prinzip zierend, verfliegen aber rasch.

Die jungen Blätter weisen oft beidseitig eine wollige Behaarung auf, die aber auch fehlen kann und sich im Alter verliert. Der Stengel ist oft bordeaux-rot überlaufen.

Senecio leucanthemifolius ssp. vernalis gilt für das Weidevieh als etwas weniger giftig als das wesentlich wüchisgere Jakobs-Greiskraut. Der Verzehr führt aber auch beim Menschen zu Leberschäden.



Stilvolle Straßenböschung in Grün-Gelb zusammen mit Zypressen-Wolfsmilch

Verwendungshinweise

Ein individuenreicher Bestand des Frühlings-Greiskrauts am Acker- oder Wegesrand ist in der Landschaft ein schöner Frühlingsgruß, der  Überlegungen nach einem gezielten gärtnerischen Einsatz aufkommen lassen kann. Die Art ist aber nicht im Handel und müsste selbst durch Saatgutsammlung gewonnen werden.

Das Einsatzspektrum ist aber auf Sonderfälle wie gezielt entwickelte, blütenreiche Ruderalfluren beschränkt, die ja doch noch weit davon entfernt sind, sich zum Garten-Mainstream aufzuschwingen. Die frühe Blüte ist hier ein Vorteil, da die meisten Vertreter warmer Ruderalfluren Sommerblüher sind.

Grundsätzlich kann man sich aber auch darauf verlegen, das Frühlings-Greiskraut einfach dort gewähren zu lassen, wo es sich von selbst ansiedelt und zum Pflanzkonzept passt. In vielen Tiefland-Regionen ist dies auf offenen, leichten Böden gar nicht so unwahrscheinlich.

Auf keinen Fall sollte man es gezielt in Regionen verwenden, in denen es nicht auch von alleine schon sehr präsent ist.



Als Gast im Sandtrockenrasen zwischen Echtem Schafschwingel

Kultur

Das einzige, was der Liebhaber für das Frühlings-Graiskraut tun kann, ist an sonniger Stelle konkurrenzarme, gerne offene Bodenstrukturen zu schaffen.

Günstig sind leichte Mineralböden aller Art mit etwas Sommertrockenheit und relativ guter Stickstoffversorgung.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
April
Mai
grün
stark giftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
in Sonderfällen
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Raritäten/Saatgut
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren