Hebe albicans // Weiße Strauchveronika

Familie Plantaginaceae, Wegerichgewächse
Pflanzen pro qm 10.00

Beschreibung

Naturstandort von Hebe albicans: Die Weiße Strauchveronika kommt in wintermilden Bergregionen der nördlichen Südinsel Neuseelands in 1.000 bis 1.500 m üNN vor.

Das Klima ist temperiert-maritim. In den Wintermonaten treten nur wenige Frosttage auf und die Niederschläge von knapp 1.000 mm sind recht gleichmäßig über das Jahr verteilt.

Hebe albicans besiedelt sonnige, gut drainierende Fels- und Schotterhänge, die aber aufgrund der hohen Niederschlagsraten dennoch dauerhaft frisch sind.

Die stickstoffarmen bis mäßig nahrhaften Böden sind schwach sauer bis schwach alkalisch.



Ein optimal entwickeltes und eingesetztes Exemplar im Botanischen Garten Zürich.

Beschreibung

Hebe albicans ist ein ausgesprochen trägwüchsiger, immergrüner Zwergstrauch. Die breit-kugeligen Sträucher erreichen unter günstigen Bedingungen im Alter Wuchshöhen von 40 cm und Breiten von bis zu 60 cm.

Die kleinen, ledrig-steifen Laubblätter sind grau-grün.

Die kurzen, weißen Blütenähren erscheinen im Juni/Juli. Die vertrocknenten Blüten nehmen eine rost-braune Färbung an und haften sehr lange, mitunter werden sie erst vom Austrieb des Folgejahres überwachsen.

Verwendungshinweise

Mit der Art lasse sich anmutige Flächen in felsigen Landschaften herstellen. Sie ist allerdings sehr schwierig zu beziehen und entsprechend kostenintensiv. Außerdem entwickelt sie sich nur unter zuverlässig wintermilden Bedingungen zu ansprechenden Solitären. Ansosnten verbleiben eher kümmerliche, halb niederliegende "Gestrüppe".

Hebe albicans kommt vor Allem in größeren Gruppen zur Geltung oder im lockeren, individuenreichen Flächenverband. Sie eignet sich hervorragend zur Gestaltung ruhiger, kontemplativer und dennoch interessanter Anlagen mit etwas exotischem Duktus.

In Pflanzgefäßen kann sie einen dezent-repräsentativen Eindruck unterstützen. Sie muss dann aber hell, weitgehend frostfrei und dauerhaft frisch überwintert werden.

Kultur

Hebe albicans ist nicht vollständig winterhart. Sie benötigt zwingend windgeschützte Standorte und nimmt Schaden bei tiefreichendem Bodenfrost. Insbesondere in Verbindung mit Wintersonne kann es dann auch zum Totalausfall kommen. Das Mulchen des Bodens im Herbst mindert das Risiko etwas.

Soweit nur die äußeren Triebe abfrieren, regeneriert sie nach Rückschnitt willig, verliert dabei aber natürlich mitunter mehrere Jahreszuwächse.

Auch bezüglich der Wasserversorgung ist sie ansprüchlich und verliert sowohl bei Staunässe als auch in Trockenphasen rasch an Vitalität.

Am leichtesten fällt die Kultur daher in wintermilden, niederschlagsreichen Küstenregionen.

Bilder






Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
30-60 cm Höhe
breit ausladend
weiß
Juni
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grau-grün
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Australien/Neuseeland/Ozeanien
sehr gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
für Pflanzgefäße geeignet
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Alpinum