Boltonia asteroides // Sternenwolkenaster, Scheinaster, Scheinkamille

Familie Asteraceae, Kobblütler
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Boltonia asteroides
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Boltonia asteroides: Die Sternenwolkenaster kommt in drei Unterarten in der Osthälfte der USA sowie des Zentralen Kanadas von den Tieflagen bis in submontane Höhen vor.

Boltonia asteroides besiedelt sonnige Frischwiesen, feuchtere Stellen in Savannen und vergleichbare Gebüschränder sowie Staudenfluren entlang von Fließ- und Stillgewässern.

Die Standorte sind dauerhaft frisch bis feucht, wobei stauende Feuchte gemieden wird. Die meist skelettreichen Substrate sind mäßig nahrhaft bis nahrhaft. Die Bodenreaktion ist schwach alkalisch bis sauer.



Die Wildform wird hier stimmig zusammen mit Vernonia arkansana kultiviert.

Beschreibung: Die Sternenwolkenaster ist eine sommergrüne, durch kurze Rhizomausläufer breit-horstige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von 130 bis 200 cm. Die Garten-Auslesen sind meist etwas kompakter und dadurch standfester.

Von Anfang September bis Ende Oktober, oft auch bis zu den ersten Nachtfrösten erscheinen ausdauernd und meist zahlreich die Blütenstände mit den gelben Röhrenblüten im Zentrum und den schneeweißen Zungenblüten am Rand. Auch in natürlichen Populationen treten Exemplare mit rosa oder violett angehauchten Blüten auf.

Die schmalen Laubblätter weisen oft einen leichten Blaustich auf.

Sehr ähnlich ist die Rispen-Aster (Symphyotrichum lanceolatum), die im Handel meist als Aster simplex geführt wird.



Blüten- und Blattdetail der Wildform

Verwendungshinweise: An asternartigen, weißen Herbstblühern besteht kein echter Mangel und nicht viele Betrachter werden ohne Weiteres über die Unterschiede z.B. zu einer Schönaster (Kalimeris incisa) oder einer weißen Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi-belgii) stolpern.

Die Sternenwolkenaster ist aber robust und zuverlässig und toleriert auch gelegentlichen, kurzen Trockenstress. Hier neigt sie auch weniger zu ungenügender Standfestigkeit. Diese Vorzüge sprechen für sie.

Der leicht romantische, aber nicht altbackende Habitus passt schön in traditionelle Staudenbeete, insbesondere in ländlichen Gärten. Sie übernimmt hier die Funktion des langsam in Vergessenheit geratenden, einjährigen und dadurch eigenwilligeren Garten-Feinstrahls.

Interessant ist sie aber auch in etwas naturhafteren Konstellationen wie den beliebten prärieartigen Pflanzungen. Eine Matrix aus mittelhohen Gräsern wie kompakten Auslesen der Ruten-Hirse bietet einen glaubwürdigen Rahmen.



'Snowbank' zeigt einen etwas wirkungsvolleren Blütenschmuck als die Wildformen und bleibt etwas niedriger.

Kultur: Boltonia asteroides kann auf nahezu allen Sand-, Schotter und auch Lehmböden kultiviert werden. Auch etwas höhere Kalk- und Basenversorgung wird hingenommen, mindert aber die Vitalität.

Verschattung sollte so gut wie möglich vermieden werden, da die Standfestigkeit dann oft leidet. Auf mäßig trockenen Standorten bleibt sie niedriger und wächst weniger dominant bzw. luftiger als auf dauerhaft frischen oder gar feuchten Böden. Auf betont nahrhaften Böden kann man gegebenenfalls durch einen Rückschnitt um ca. 1/3 im Spätfrühling/Frühsommer die Standfestigkeit, die Verzweigung und damit den Blütenansatz optimieren.

Die Winterhärte ist in Mitteleuropa überall völlig unproblematisch.

Die Vermehrung über Saatgut erfolgt willig, gelegentlich wird man auch Sämlinge im Garten vorfinden. Die Teilung von größeren Horsten ist die leichteste Form der Vervielfältigung.



Auch 'Snowbank' ist nicht immer völlig standfest. Immerhin kontrastiert sie hier schön mit den dunkel-braunen Samenständen der Kandelaber-Ehrenpreise.

Sorten:
  • Snowbank: weiß blühende, etwas kompaktere Sorte mit etwas breiteren Zungenblüten und dadurch intensiverem Blütenschmuck, 100 bis 140 cm hoch (Handelsstandard)
  • Bilder















    Snowbank






    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    100-150 cm Höhe
    150-250 cm Höhe
    weiß
    Oktober
    grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    poröser Schotter
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    subtropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Amerika
    Nordamerika
    befriedigend
    Gering
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Insektenweide
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Wasserrand/Sumpf
    Wiesen
    Gehölzrand/Staudenfluren