Malus-Hybride // Zierapfel

Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 10.00

Beschreibung

Herkunft der Malus-Hybriden: Diese Zieräpfel sind moderne Kreuzungen zwischen Wildarten wie Malus sieversii oder Malus floribunda und anderen, älteren Hybridformen. Die Gattung Malus neigt auch natürlicherweise stark zu Hybridisierungen und von einigen vermeintlichen Wildarten sind nur Kulturstandorte bekannt.

Der Verbreitungsschwerpunkt der Gattung Malus liegt im östlichen Asien. In Europa kommen drei Apfelarten natürlicherweise vor, wobei es sich bei Malus pumila auch um eine aus dem Kulturapfel rückverwilderte Form handeln kann. Mit Malus florentina und mit Abstrichen auch Malus sylvestris haben zwei europäische Arten Eingang in den Zier-Apfel-Komplex gefunden. Sie spielen aufgrund der unauffälligen Fruchtfärbung aber eine weniger bedeutende Rolle als die ostasiatischen Vertreter.

Wildäpfel wachsen mit einem meist weiten Toleranzbereich bevorzugt unter in jeder Hinsicht ausgeglichenen Standortbedingungen an Waldrändern und in Gebüschformationen.

 :

Der teilweise den ganzen Winter hindurch haftende Fruchtschmuck und der kompakte Wuchs sprechen für Malus-Hybriden.

Beschreibung: Bei den modernen Zieräpfeln handelt es sich um kleinkronige, trägwüchsige Bäume.

Das Laub ist sommergrün und verfärbt sich bei einigen Sorten im Herbst in zierende gelb-orangene bis orange-rote Tönungen.

Die Blüte im April/Mai erscheint üppig, in manchen Jahren überreich. Jährliche Schwankungen im Blütenreichtum sind ein Erbe der Gattung Malus.

Die Früchte sind klein, werden aber zahlreich angesetzt und leuchten ab dem Spätsommer in Rot- oder Gelbtönen. Die kleinen Äpfel haften mitunter bis in das zeitige Frühjahr an den Zweigen. Sie sind essbar, eignen sich aber nicht als Naschobst. Sie könnten gemostet oder zu Kompott verarbeitet werden, was ihrer eigentlichen Zierfunktion aber entgegensteht.

 :

Die Blütenfarben reichen von reinem Weiß über Rosa zu intensivem Rot.

Verwendungshinweise: Zieräpfel erfreuen sich einiger Beliebtheit und man muss ihren Status als nahezu ideale Ziergehölze tatsächlich anerkennen. Sie sind anspruchslos, passen mit ihrer kompakten Wuchsform in jeden Hausgarten und bieten vom Spätsommer bis zum Frühling einen attraktiven Frucht- bzw. Blütenschmuck.

Man sieht Zieräpfel entsprechend häufig auf kleinen Plätzen im öffentlichen Raum, im Siedlungsgrün, an Spielplätzen oder in Reihenhausgärten.

Auch in weitläufigeren, repräsentativen Gartenanlagen macht es Sinn, diese Zieräpfel in kleinteiligeren Teilräumen z.B. in Gebäudenähe zu verwenden.

Insgesamt ist die Wirkung der Zieräpfel grundsolide und publikumswirksam, sie verursachen aber zumindest bei anspruchsvollen Betrachtern auch kein Herzklopfen.

Im Vergleich zu den älteren Hybriden oder Wildformen sind sie unter vielen Aspekten Verbesserungen. Neben dem optimierten Zierwert spielt auch die Resistenz gegenüber Mehltau, Feuer- und Schorfbrand eine Rolle.

Im Handel sind auch Schnittformen z.B. als Kugeln oder Kegel sowie vorgeformte Heckenelemente erhältlich.

 :

Die Miniaturäpfel können grundsätzlich auch zu Kompott verarbeitet werden.

Kultur: Malus-Hybride tolerieren ein sehr breites Standortspektrum und gedeiehen überall, wo extreme Standortparameter vermieden werden. Sehr gerne werden lehmige, aber nicht zur Verdichtung neigende Böden angenommen.

Dauerhaft frische Bedingungen sind angenehm, etablierte Exemplare kommen auf tiefgründigen, nicht zu leichten Böden aber problemlos auch mit längeren sommerlichen Trockenperioden zurecht.

Die Blüten sind spätfrostgefährdet, allerdings erscheinen sie im Frühling zu Zeitpunkten, wenn die Frostgefahr bereits deutlich zurückgegangen ist.

Schnittmaßnahmen sind im Grunde nur erforderlich, um einen malerischen Habitus bei Stammformen mit drei bis fünf Hauptästen zu erzielen.

Mehrtstämmige Baumformen setzen sich aus idealerweise drei grundständigen Hauptstämmen und jeweils zwei bis vier Hauptästen zusammen.

Nach innen oder steil nach oben wachsende Seitenäste werden beseitigt. Triebspitzen können ausgelichtet werden, wenn sie unter der Fruchtlast zu stark herabhängen.

Der ideale Schnittzeitpunkt ist direkt nach der Blüte. Dann wird kein übermäßiges Wachstum angeregt und die Ausbildung von Langtrieben ("Wasserreiser") unterbleibt. Nur kräftige Verjüngungsschnitte überalterter Haupttriebe erfolgen vor der Blüte.

 :

Zieräpfel werden gerne in öffentlichen Anlagen eingesetzt.

Sorten:
  • Butterball: 4-6 m hoch/breit, weiße, zart-rosa überhauchte Blüten mit rosa Knospen, kräftig gelbe, bis 2,5 cm große Früchte, lang haftend
  • Cardinal: 4-5 m hoch, bis 7 m breit, tief purpur-rote Blüten, glänzend tief-rote, kleine Früchte (bis 1,5 cm im Durchmesser), lang haftend, Blätter im Austrieb rötlich-bronze, später grün mit rötlichem Überzug, zierende orange-rote Herbstfärbung
  • Coccinella: 4-6 m hoch/breit, rötlich-violette Blüten mit tief-roten Knospen, kräftig rote, bis 3 cm große Früchte, mäßig lang haftend, Blätter grün, im Austrieb leicht rötlich überlaufen, zierende orange-rote Herbstfärbung
  • Coccinella: 4-6 m hoch/breit, rötlich-violette Blüten mit tief-roten Knospen, kräftig rote, bis 3 cm große Früchte, mäßig lang haftend, Blätter grün, im Austrieb leicht rötlich überlaufen, zierende orange-rote Herbstfärbung (Hybride aus 'Evereste' und Malus sieversii var. niedzwetzkyana
  • David: 5-6 m hoch/breit, weiße Blüten mit kräftig rosa Knospen, rötlich-braune, kleine, bis 1,5 cm große Früchte, lang haftend
  • Evereste: 4-6 m hoch/breit, weiße Blüten mit rötlichen Knospen, orange-rote, bis 2,5 cm große Früchte, lang haftend
  • Hillieri: 4-8 m hoch, bis 6 m breit, zart-rosa, halb-gefüllte Blüten, orange-rote Früchte, mäßig lang haftend, zierende orange-rote Herbstfärbung
  • Prairiefire: 4-6 m hoch, bis 5 m breit, spät im Mai einsetzende, rosa-rote Blüte, orange-rote Früchte, mäßig lang haftend, zierende gelb-orange Herbstfärbung
  • Professor Sprenger: 4-6 m hoch, bis 4 m breit, rein-weiße Blüte, orange-rote, kleine Früchte, mäßig lang haftend, zierende gelb-rote Herbstfärbung
  • Royal Beauty: 3-5 m hoch, bis 2 m breit, stark überhängender Wuchs, kräftig rose Blüte, rote, kleine Früchte, mäßig lang haftend, von Frühling bis Herbst tief-rotes Laub
  • Bilder


















    Attribute

    Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Baum
    Kleinbäume
    säulenartig
    breit ausladend
    hängend
    weiß
    rot
    rosa
    rosé-weiß
    April
    Mai
    grün
    rötlich
    zierende Herbstfärbung
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    essbar
    unbedeutend
    frisch
    sommertrocken
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    befriedigend
    Sehr gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Repräsentative Gärten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hecken
    Freie Blütenhecke
    Hauptsortiment
    sommergrün
    zierende Winterstruktur
    Gehölzrand/Staudenfluren