Iris reticulata / Netzblatt-Schwertlilie, Zwerg-Iris

Iris_reticulata_'clairette'_netzblatt-iris_2 Familie Iridaceae
Pflanzen pro qm 80.00
Wikipedia Iris reticulata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort

Iris reticulata kommt in den Gebirgsregionen von Kleinasien und Vorderasien bis zum Kaukasus und weiter bis Kaschmir vor. In den nördlichen Verbreitungsgebieten steigt sie bis in 600 m üNN auf, in Pakistan, Iran und Irak bis in fast 3.000 m üNN.

Sie besiedelt Almmatten, Felshänge und die lichten Ränder von Bergwäldern und Gebüschen. Die Standorte sind vollsonnig bis licht halbschattig.

Die Substrate bestehen überwiegend aus Kalk-Skelett mit geringem bis höheren Feinerdeanteilen. Die Stickstoffversorgung ist gering bis mäßig.

Die Standorte fallen über die niederschlagsarmen Sommermonate meist trocken und sind nur im Spätwinter/Vorfrühling frisch.

Beschreibung

Iris reticulata ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt. Das bläulich-grüne Laub ist gattungstypisch schmal-schwertartig. Die Wuchshöhe liegt zwischen 7 und 17 cm.

Ab Ende Februar erscheint pro Pflanze eine große Irisblüte. Die Färbung ist natürlicherweise bereits variabel und reicht von blass-blau über violett zu violett-roten Tönen (Weiterführendes).

Verwendungshinweise

Iris reticulata erfreut sich nicht der Beliebtheit traditioneller Frühlings-Geophyten wie Krokus, Winterling und Schneeglöckchen. Dies liegt im Wesentlichen sicher an der geringeren Dauerhaftigkeit der Art, die anders als die vorgenannten Arten nicht mit den Jahren immer individuenreichere Bestände aufbaut, sondern kontinuierlich abnimmt.

Unter optischen Gesichtspunkten hat sie eine eher exalitierte Silhouette und erzeugt rasch artifizielle Anmutungen.

Am Ehesten ist sie in gut gepflegten ländlichen Gärten im Vorgergrund von Rabatten oder in Rasenflächen entlang von Wegen brauchbar. Es kann auch ein Einsatz in mediterranen oder steppenartigen Anlagen bzw. in Alpinarien erwogen werden.

Kultur

Iris reticulata bevorzugt gut drainierte Substrate, die im Winter frisch (nicht feucht) und nach dem Blatteinzug im Spät-Frühling relativ trocken sind.

Günstig sind basenreiche, mäßig nahrhafte bis nahrhafte Substrate.

Tiefe Wintertemperaturen bereiten der Art keine Probleme, während winterliche Feuchtigkeit häufig zu Ausfällen führt.

Sorten:
  • Cantab: stumpfes hell- bis mittelblau mit dottergelber Zeichnung der Hängeblätter(Handelsstandard)
  • Harmony: tiefes violett-blau mit gelber Zeichnung der Hängeblätter(Handelsstandard)
  • J.S.Dijt: tiefes rot-violett mit dottergelberZeichnung der Hängeblätter(Handelsstandard)
  • Springtime: mittleres violett-blau mit weißer Zeichnung der Hängeblätter

Bilder





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J.S.Dijt u. Clairette


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Clairette


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J.S.Dijt


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J.S.Dijt

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
horstartig
bis 15 cm Höhe
violett
hell-blau
blau
März
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Osteuropa/Kaukasus
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Liebhaberpflanze
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
vorsommergrün
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren