Phyllostachys aureosulcata / Peking-Bambus

Phyllostachys_aureosulcata_peking-bambus__11 Familie Poaceae, Süßgräser
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Phyllostachys aureosulcata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Phyllostachys aureosulcata

Der Peking-Bambus wächst im Unterwuchs lichter Bergwälder im gesamten Osten Chinas. Im mittleren und südlichen Osten der USA ist er stellenweise eingebürgert.

Phyllostachys aureosulcata bevorzugt humos-skelettreichen Böden. Sie sind nahrhaft und mäßig basenreich bis sauer. Die hohen Niederschläge im Verbreitungsgebiet sorgen für ganzjährig frische bis sickerfeuchte Bedingungen. Die gute Drainage bzw. die Hanglagen verhindern aber, dass stauende Nässe auftritt.



Phyllostachys aureosulcata sprengt die Dimensionen normaler Hausgärten, passt aber wie hier insofern gut zum Riesenmammutbaum.

Beschreibung

Phyllostachys aureosulcata ist ein immergrüner, flächig wuchernder Bambus. Er erreicht am Naturstandort bis zu 9 m Wuchshöhe, in Mitteleuropa mit den Jahren über 6 m. Die Triebe werden bis zu 4 cm im Durchmesser stark.

Die Belaubung bleibt auch im Alter mehr oder weniger bodentief erhalten. Der Wuchs der Triebe geht dennoch nur wenig in die Breite, alle Kraft entwickelt sich in die Horizontale. Triebspitze und Seitenäste bleiben auch im Alter weitgehend aufrecht und biegen sich kaum wie z.B. bei Fargesia murielae üblich zum Boden. Allerdings neigen sich die außenstehenden Halme ohne Stütze oft schräg nach Außen.



Der Austrieb junger Exemplare übertrifft den Austrieb des Vorjahres gerne um mehr als einen halben Meter.

Der Austrieb erfolgt im Mittel ab Mitte Mai. Auf nahrhaften, gut wasserversorgten Standorten nehmen die Triebe oft eine Zick-Zack-Form an. Sie entsteht durch das rasante Längenwachstum und der damit verbundenen Gewichtszunahme, der die jungen Triebe vor der Verholzung nachgeben.

Die reifen Triebe des Typs sind grün mit orange-gelben Längsstreifungen. Im Handel sind vorrangig die beiden Auslesen mit gänzlich orange-gelben Trieben.

Ähnlich sind die etwas niedriger bleibenden Phyllostachys nuda mit grünen Trieben und  Phyllostachys bissetii mit oliv-grünen Trieben. Zierlicher bleiben Phyllostachys aurea mit grünen Trieben und gelblich-grünem Laub sowie Phyllostachys nigra mit schwarz-braunen Trieben. Beide gelten als etwas frostempfindlicher.

In China werden die jungen Sprossen verzehrt.

Verwendung

Phyllostachys aureosulcata ist zweifellos eine eindrucksvolle Erscheinung. Allerdings benötigt sie viel Platz und kommt nur in sehr großzügigen Anlagen sinnvoll zur Geltung.

In der Regel wird die Art als überdimensionale Hecke verwendet, denkbar wäre aber auch ein Einsatz im Unterwuchs lichter Bäume für exotische Waldsituationen. Allerdings muss dann eine sehr wirkungsvolle Wurzelsperre vorgesehen werden, sollen sich mittelfristig noch andere Stauden oder Sträucher halten.



Ohne Schnittmaßnahmen bleiben die Triebe tief belaubt.

Mitunter wird sie auch in sehr großen Pflanzgefäßen gehalten, wofür sie aufgrund des Expansionsbedürfnisses und des hohen Wasserbedarfs aber nur bedingt geeignet ist.

Es kann auch durchaus ansprechend sein, alte Exemplare im unteren Drittel zu einer Schirmform aufzuasten und die gelblichen Bambusrohre freizulegen.



'Aureocaulis' ist die übliche Kulturform in Europa.

Kultur

Phyllostachys aureosulcata ist in den meisten Regionen Mitteleuropas im Prinzip ausreichend winterhart. Allerdings verträgt er keine Wintersonne in Verbindung mit gefrorenen Böden. Es kommt sonst rasch zu erheblichen Trockenschäden.

In harten Wintern in rauhen Lagen kann die Art auch gänzlich zurückfrieren, treibt aber meist wieder aus. Sehr große Solitäre stammen oft aus mediterranen Vermehrungsbetrieben, in denen die Exemplare niemals Frost ausgesetzt waren. Es ist sicherer, kleinere Qualitäten aus mitteleuropäischer Produktion zu beziehen.

Um möglichst vitale Bestände zu erhalten, sollten daher generell windgeschützte, wärmebegünstigte aber trotzdem luftfeuchte Lagen gewählt werden. Während bei ausreichender Bodenfeuchte im Sommer sonnige Standorte wegen der höheren Wärmemenge günstig sind, sollten die tiefer stehende Sonne im Winter von Gebäuden oder dichten Baumkronen abgefangen werden.

Soll die Art ihre volle Wuchskraft entfalten, müssen Trockenphasen vermieden werden und den Sommer über gewässert werden.

Kübelpflanzen dürfen nicht vollständig durchfrieren und müssen auch im Winter gewässert werden.

Phyllostachys aureosulcata sollte generell mit effektiven, tiefreichenden Wurzelsperren versehen werden. Die Rhizome sind in der Lage, auch Mauerwerk zu beschädigen.

Sorten:
  • Aureocaulis: wie der Typ, intensiv gelbe Stängel (Handelsstandard)
  • Spectabilis: wie der Typ, ausgeprägt gelbe Stängel (Handelsstandard)

Bilder





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Aureocaulis


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Aureocaulis

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Gras
Strauch
Großstrauch
flächendeckend
150-250 cm Höhe
grün
dunkel-grün
ungiftig
essbar
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Mittel
strukturbildender Solitär
unverträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Hecken
Schnitthecke
Freie Blütenhecke
Nebensortiment
winter-/immergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren