Austroderia richardii (Cortaderia richardii) / Neuseeländisches Pampasgras, Toe Toe Gras

Austroderia_richardii_cortaderia_richardii_neuseel%c3%a4ndisches_pampasgras_11 Familie Poaceae, Süßgräser
Pflanzen pro qm 3.00

Beschreibung

Naturstandort von Austroderia richardii (Neuseeländisches Pampasgras):


Austroderia richardii wächst in Neuseeland ursprünglich wohl nur auf der Südinsel, gilt aber mittlerweile auch in Teilen Australiens als eingebürgert.

Das Neuseeländische Pampasgras ist ein verbreitetes, das Bild ganzer Landstriche charakterisierendes Florenelement der frischen bis feuchten Wiesenfluren entlang von Flussufern, Seen und größeren Waldlichtungen.

An den Küsten dringt es v.a. an Steilküsten bis in den Bereich der Sprüh-Gischt des Meeres vor,. verträgt somit auch leichte Salzkonzentrationen im Boden. In den Gebirgen steigt es bis in hoch-montane Regionen auf.  



Die Blütenstände von Austroderia richardii sind an Eleganz schwerlich zu übertreffen.

Bevorzugt werden frische bis sickerfeuchte, skelettreich-durchlässige Schotterböden in vollsonnigen bis licht halbschattigen Lagen. Aufgrund der hohen Niederschlagsraten im Verbreitungsgebiet trocknen die durchlässigen Böden nur sehr selten ab.

Die Art kommt auch auf weniger gut stickstoffversorgten Böden zurecht. Die Bodenreaktion ist alkalisch bis schwach sauer.

Beschreibung

Austroderia richardii ist ein in milden Wintern/Regionen wintergrünes, horstiges Gras. Während das straff aufrecht stehende Laub 60 bis 120 cm Wuchshöhe erreicht, stehen die elegant überhängenden Blütenrispen an bis zu 200 (250) cm hohen Stielen.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August, die Blütenstände sind nur bis Ende September strukturstabil und zierend.

In Neuseeland werden die Blütenstiele traditionell - ähnlich wie in Europa das Schilfrohr - zur Eindeckung von Dächern und Wänden verwendet.



Felsen, Gegenlicht und dunkle Hintergründe sind die perfekten Begleiter.

Verwendungshinweise

Austroderia richardii ist die im Vergleich zum wesentlich bekannteren Pampasgras (Cortaderia selloana) die elegantere, weniger plakative Erscheinung. Die Blütenstände sind etwas zierlicher und weniger aufdringlich, allerdings schon im Frühherbst hinfällig. Die Kultur ist etwas ansprüchlich (s.u.).

Die Art ist in sehr wärmebegünstigten, wintermilden Regionen eine gute, selten verwendete Option für exotische Staudenanlagen, mediterrane Ansätze und auch das betont reduzierte Umfeld moderner Architektur.

Hier ist auch die Verwendung in großen Pflanzgefäßen wirkungsvoll. Die Ballen dürfen allerdings nicht durchfrieren.

Im Freiland werden die ansprechendsten Bilder im Verbund mit felsigen Oberflächen erzielt.



Schon im Herbst ist von den Samenständen kaum noch etwas übrig.

Kultur

An sonnig-warmen Standorten im Weinbauklima bei ausreichend Feuchtigkeit im Sommerhalbjahr darf man mit der Zeit mit ansehnlichen Exemplaren rechnen. Andernorts hat man wenig Freude am Überlebenskampf der Art.

Austroderia richardii reagiert ähnlich wie das Pampasgras empfindlich auf winterliche Nässe, insbesondere im Verbund mit Frost-Tau-Wechseln. Es empfehlen sich daher unbedingt windgeschütze, wärmebegünstigte Standorte und gut drainierte Unterboden-Substrate.

Außerdem sollte das Laub zum Winteranfang zusammengebunden werden, um das Herz vor Niederschlägen zu schützen.

Bilder





Austroderia_richardii_cortaderia_richardii_neuseel%c3%a4ndisches_pampasgras_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Zierwert Frucht
Staude
horstartig
150-250 cm Höhe
weiß
Juli
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
Warmlagen
Australien/Neuseeland/Ozeanien
gut
Hoch
strukturbildender Solitär
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren