Santolina pinnata / Gefiedertes Heiligenkraut

Santolina_pinnata_edward_bowles_gefiedertes_heiligenkraut_11 Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Santolina pinnata: Das Gefiedertes Heiligenkraut kommt in den toskanischen Gebirgszügen auf Kalkfelsen- und Kalkschotterstandorten in trocken-warmen, vollsonnigen Zwergstrauchheiden vor.

Die Standorte sind im Frühling aufgrund der guten inneren Wasserspeicherfähigkeit des porösen Gesteins lange frisch und trocknen im Laufe des Sommers ab.

Die Böden sind stickstoffarm, maximal mäßig stickstoffreich.

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'Edward Bowles' als Matrix im Kiesgarten

Beschreibung: Das Gefiederte Heiligenkraut ist eine immergrüne, in rauheren Lagen auch nur wintergrüne Staude/Halbstrauch von rundlich-buschigem Wuchs. Es erreicht Wuchshöhen von knapp 40 cm. Das Laub ist grau-grün.

Die creme-weißen Blütenköpfe erscheinen im Juli/August. Die Pflanzen duften bei Berührungen oder nach Regenfällen aromatisch.

Die recht ähnliche Art Santolina rosmarinifolia mit grünerem Laub ist geruchs- und geschmacksintensiver und im Kräutergärten die üblichere Alternative.

Mit Santolina chamaecyparissus werden Hybriden gebildet (Santolina x lindavica), die zwischen den Elternarten vermitteln.

Die schwefel-gelb blühende, grau-grün-laubige Sorte 'Edward Bowles' wird v.a. im deutschsprachigem Raum meist Santolina chamaecyparissus zugeordnet. Im englischsprachigen Raum wird eine Artzugehörigkeit zu Santolina  neapolitana oder Santolina pinnata favorisiert. Letzteres scheint dem Erscheinungsbild folgend die plausibelste Lösung zu sein.

Verwendungshinweise: Santolina pinnata ist eine sehr gute Möglichkeit, mediterranen Staudenanlagen und trocken-warmen Steppenpflanzungen eine ganzjährig attraktive Struktur zu geben.

Durch die neutrale Blütenfarbe ist es unter Farbgesichtspunkten vielfältiger kombinierbar als das wesentlich häufiger eingesetzte Zypressen-Heiligenkraut, das dafür mit ausgeprägter silbrigem Laub aufwartet.

In Pflanzgefäßen kann sie auch auf Terrassen und Balkonen eingesetzt werden. Der Wurzelballen sollte dann aber nicht durchfrieren.



Kombinationen mit tief-grünen Koniferen können schöne Kontraste liefern. Statt Fichten wären aber Kiefern die stimmigeren Partner.

Kultur: Die Art benötigt basenreiche, höchstens mäßig nahrhafte, durchlässige Substrate in voller Sonne. In windgeschützen Lagen, auf auch im Winter nicht feuchten Böden, kommt sie unbeschadet über den Winter.

Generell ist die Frühjahrspflanzung zu bevorzugen, um besser ausgereift in den ersten Winter gehen zu können. Humose und nahrhafte Böden mindern dagegen die Winterhärte.

Nach der Blüte ist ein Rückschnitt um ein Drittel bis zur Hälfte erforderlich, um die Form besser zu wahren und v.a. der Vergreisung vorzubeugen.

Die Vermehrung ist gut möglich über ausgereifte Kopfstecklinge.

Sorten:
  • Edward Bowles: hell schwefel-gelbe Blüten, sonst wie die Art (Handelsstandard)

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
breit ausladend
gelb
Juni
Juli
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
grau-grün
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
vorhanden
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hauptsortiment
zierende Winterstruktur
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen