Picea-Abies-Zwergform / Gemeine Zwerg-Fichte

Picea_abies_zwergform_nidiformis_gemeine_zwerg-fichte_11 Familie Pinaceae, Kieferngewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Picea-Abies-Zwergform
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Herkunft der Picea-Abies-Zwergformen

Die Gemeinen Zwerg-Fichten entstammen sogenannter Hexenbesen, also vegetativer Mutationen einzelner Äste der Gemeinen Fichte.

Picea abies ist in Mittel-, Nord- und Ost-Europa und auf der Südseite der Alpen von der montanen bis zur alpinen Stufe verbreitet.

In Deutschland sind natürliche Vorkommen auf den Harz, die östlichen Mittelgebirge, den Schwarzwald und die Alpen beschränkt. Nur in den Randbereichen stark saurer Hochmoore kommen Kümmerformen der Fichte auch im Flachland im Südosten Brandenburgs vor. In der Schweiz ist sie dagegen praktisch flächendeckend urwüchsig.



'Nidiformis' als kleiner Raumbildner in einer repräsentativen Parkanlage

In hochmontanen Lagen ist sie bestandsbildend in Beerstrauchreichen Fichtenwäldern. V.a. in den östlichen Mittelgebirgen dringt die Fichte auch in Auwälder und sogar in Buchen-Wälder vor.

Die physiologische Standorttoleranz ist sehr hoch, lediglich gegenüber Trockenperioden ist sie empfindlich. In kontinentalen Regionen auf leichten Böden ist sie daher wenig vital.

Die Konzentration der natürlichen Vorkommen auf Gebirgsregionen und Sonderstandorte der Tiefebene ist ansonsten auf die höhere Konkurrenzkraft der Buche in Gunstlagen zurückzuführen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (5)  Temperatur (3)  Kontinentalität (6)  Feuchte (-)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)



'Pitzi 2' am Ende seiner Höhenentwicklung

Beschreibung

Die Zwergformen der Gemeinen Fichte sind mehr oder weniger kompakte, immergrüne Zwerg- und Kleinsträucher von weniger als 250 cm Wuchshöhe.

Der ausgesprochen träge Wuchs ist kurztriebig und dadurch sehr dicht, teilweise fast polsterartig. Die Nadeln sind dunkel-grün bis hell-grün, blaugrün oder silbrig-grün.

Verwendungshinweise

Die Zwergformen sind als Struktur- und Rahmengeber in kleineren (und kleinsten) repräsentativen Anlagen durchaus einsatzwürdig. Sie haben den Vorteil, dass sie auch ohne Formschnitt sehr dicht wachsen und einen gepflegten Eindruck hinterlassen. Die klassische Eleganz einer formierten Eibe erreichen sie dafür nicht.

Einsatzmöglichkeiten bestehen auf Friedhöfen, in dauerfrischen bis nassen Alpinarien und Heidegärten oder in direktem Umfeld hochwertiger Architektur.

In gepflegten Anlagen können Zwergformen auch in Kübeln zwar sehr statische, aber gediegene Anmutung entwickeln.

Grünlaubige Formen können durchaus auch in naturhaften Flächen spannungsvolle Kontrapunkte setzen und Gestaltungswillen verdeutlichen. In Kombination mit anderen Koniferen verliert sich der Reiz allerdings rasch und auch diese Zwerge wirken gewöhnlich.



'Echiniformis' wirkt wie ein großes, grau-grünes Moospolster.

Kultur

Hitze- und Trockenstress sind der Vitalität sehr abträglich. Die Zwergformen werden rasch überwuchert und kommen dann natürlich nicht mehr zur Geltung.

In trocken-warmen Sonnenlagen sind Pinus-Sylvestris-Zwergformen oder Auslesen der Pinus mugo Pumilio-Gruppe besser geeignet.



'Nidiformis' in unterschiedlichen Wuchsformen im Alpinarium zur Symbolisierung der Baumgrenze

Sorten:
  • Ami: 20/40 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/70 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, silbrig-grüne Nadeln
  • Dan´s Dwarf: 25/45 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/70 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, grüne Nadeln, frisch-grüner Austrieb
  • Doubice: 20/40 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/70 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, grüne Nadeln, frisch-grüner Austrieb
  • Echiniformis: 0,6/1,2 m hoch/breit, Zwergform mit grau-grünen Nadeln
  • Goldnugget: 25/45 cm hoch/breit in 10 Jahren, 70/100 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, frisch-grüne Nadeln, hell-grüner Austrieb
  • Little Gem: 0,4/1 m hoch/breit, Zwegform mit hellgrünen Nadeln
  • Maxwellii: 1,5/2 m hoch/breit, halbkugelig, hellgrüne Nadeln
  • Mikulasovice: 40/25 cm hoch/breit in 10 Jahren, 90/65 cm hoch/breit im Alter, kegelförmig, grüne Nadeln, frisch-grüner Austrieb
  • Milany: 20/40 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/70 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, silbrig-grüne Nadeln
  • Nidiformis: 2,5/4 m hoch/breit, breit-buschiger Wuchs
  • Pitzi 2: 20/30 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/70 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig, grüne Nadeln
  • Procumbens: 1/3 m hoch/breit, wagerecht bodennah ausgebreitete Äste
  • Pumila glauca: 1/3 m hoch/breit, breit-buschig, blau-grüne Nadeln
  • Pygmea: 2,5/3,5 m hoch/breit, rundlicher, breit kegelförmiger Wuchs, hellgrüne Nadeln
  • Zwergnase: 15/25 cm hoch/breit in 10 Jahren, 40/60 cm hoch/breit im Alter, flachkugelig-polsterartiger Wuchs, dunkel-grüne Nadeln

Bilder





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Nidiformis


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Echiniformis


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Nidiformis


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Nidiformis


Picea_abies_zwergform_pitzi_2_gemeine_zwerg-fichte
Pitzi 2

Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
rundlich
breit ausladend
rot
violett
Mai
grün
hellgrün
dunkel-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Moore und Sümpfe
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
gut
Gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Hochmoore
Alpine Felsfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Silikat
Kalk
Feucht- und Moorheiden
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Blockschutthalden-Wälder
Asiatisch-Exotischer Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Alpinum
Heiden