Asplenium ceterach / Milzfarn, Apothekerfarn, Streuschuppiger Schriftfarn

Asplenium_ceterach_milzfarn_12 Familie Aspleniaceae, Streifenfarngewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Asplenium ceterach
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Asplenium ceterach (Milzfarn):


Asplenium ceterach hat seinen Verbreitungsschwerpunkt im Mittlmeerraum, ist aber mit Ausnahme Ost- und Nordeuropas in ganz Europa verbreitet. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis nach Syrien und in den Kaukasus.

Der Milzfarn kommt von den Tieflagen bis etwa 1.500 m üNN vor.

In Deutschland ist er auf ausgesprochen wärmebegünstigte Standorte in den Tieflagen der westlichen Mittelgebirge und der süd-west-deutschen Stromtäler beschränkt. V.a. in den östlichen Mittelgebirgsregionen sind die meisten der ohnehin seltenen Vorkommen erloschen. In der Norddeutschen Tiefebene gibt es nur sehr wenige Einzelvorkommen. Der Milzfarn gilt entsprechend als gefährdet.

Im mediterranen Raum ist der Milzfarn in vielen älteren Natursteinmauern zu finden, wobei halbschattige bis absonnige Lagen stetiger als sonnige Standorte besiedelt werden.

In Mitteleuropa wächst er dagegen bevorzugt (voll-)sonnig in Mauer- und Felsfugen-Gesellschaften auf Kalk-Gestein unter sehr stickstoffarmen, trockenen bis mäßig trockenen Bedingungen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (9)  Kontinentalität (3)  Feuchte (3)  Reaktion (8)  Stickstoff (2)



Alte Kalkstein-Mauern sind heute das häufigste Habitat des Milzfarns.

Beschreibung

Asplenium ceterach ist ein immergrüner, horstiger Farn. Er erreicht Wuchshöhen von 5 bis 15 cm.

In Trockenphasen verbraunen die Wedel und rollen sich ein, um bei Wasserzufuhr rasch wieder den Vital-Zustand einzunehmen. Er ist daher im Winterhalbjahr häufiger grün als im Sommerhalbjahr.

Asplenium ceterach wird als alte Heilpflanze geführt.

Verwendungshinweise

Der Milzfarn ist ein zierlicher, sehr ansprechender Farn, der im Rahmen detailreicher Pflanzkonzepte für vorwiegend sonnige (Kalk-)Trockenmauern sehr gut verwendet werden kann.

Leider ist die Art im Handel nur sehr schwer zu beziehen.



Im mediterranen Raum sind solche Mauern oft grüne Wände.

Kultur

In gut drainierten, basenreichen und stickstoffarmen Trockenmauern ist die Art trotz der geringen Größe erstaunlich pflegeleicht. Aufgrund der Fähigkeit, ein Trockenphasen unbeschadet zu überdauern, ist auch die Etablierung in engen Mauerfugen relativ leicht möglich.

Die Art ist ganzjährig wärmebedürftig, übersteht mitteleuropäische Winter aber recht zuverlässig, wenn windige Nord-Ost-Expositionen gemieden werden.

Bilder





Asplenium_ceterach_milzfarn_12


Asplenium_ceterach_milzfarn_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
horstartig
bis 15 cm Höhe
15-30 cm Höhe
grün
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
trocken
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Felsfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
gut
Gering
Geselligkeit
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Kalk
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Steingarten/Alpinum
Klostergarten
Raritäten/Saatgut
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
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