Geranium-Hybride // Geranium-Hybride

Familie Geraniaceae, Storchschnabelgewächse
Pflanzen pro qm 5.00

Beschreibung

Herkunft der Geranium-Hybride

Die Gattung Geranium neigt willig zur Ausbildung von Arthybriden. Oftmals geschieht dies auch ungesteuert, sodass ansprechende Sämlinge auftauchen, die einen gärtnerischen Mehrwert haben und in den Handel gelangen, ohne dass die Elternarten wirklich bekannt sind.

Generell bedeutsame Elternarten sind Geranium himalayense und Geranium wallichianum. Aber auch die heimische Geranium pratense oder andere, bereits hybridisierte Gartenformen mischen sich gerne ein.

Alle diese Arten bevorzugen nahrhafte, dauerhaft frische humos-lehmige Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen.



'Rozanne' in einem Balkon-Kübel in Kombination mit einer ungewöhnlich gefleckten Form von Tradescantia zebrina.

Beschreibung
Geranium-Hybride sind sommergrüne, breit-horstige Stauden. Schwach spreizklimende Wuchsformen, die sich in die Begleitvegetation einweben, sind nicht ungewöhnlich. Die Hybriden erreichen Wuchshöhen zwischen 40 und 70 cm.

Bei den Blütenfarben dominieren die Blautöne, weil sie jahrzehntelang das bestimmende Zuchtziel waren. Es gibt aber auch violett oder rosa blühende Hybriden. Insbesondere die sterilen Hybriden zeichnen sich in der Regel durch eine sehr ausgedehnte Blütezeit aus, die von Ende Juni bis Mitte September reichen kann.



Die sehr beliebte 'Rozanne' in einem klassischen Staudenbeet.

Verwendungshinweise
Geranium-Hybriden sind klassische Gartenstauden, die sich sehr vielseitig verwenden lassen. Sie entwickeln sich meist schon im ersten Jahr gut und blühen reichlich, was sie für Neuanlagen sehr begehrt macht.

In ländlichen Gärten fehlen sie selten und finden sich in Rabatten, entlang von lichten Gehölzsäumen oder als Unterpflanzung von Rosen.

Etwas unkonventioneller sind wiesenartige Situationen mit naturhaftem Ausdruck. In kühleren Regionen mit hohen sommerlichen Niederschlägen findet man die Hybriden mitunter auch in den Staudenpflanzungen des Straßenbegleitgrüns.

Insbesondere die spreizklimmenden Wuchsformen machen sich auch gut in Pflanzgefäßen, insbesondere in Hängeampeln. Die Überwinterung muss bodenfrisch und ohne Einwirkung von Tieffrost erfolgen.

Kultur
Geranium-Hybride bevorzugen wie ihre Elternarten gute, nahrhafte Gartenböden ohne Trockenstress. Bei ausreichend Wasserversorgung können sie vollsonnig stehen. In schattigen Lagen entwickeln sie sich nicht zufriedenstellend.

Unter stressfreien Bedingungen sind Geranium-Hybride robust und ausdauernd. Sie neigen weniger zur Versamung als die Wildarten, die gelegentlich lästig werden können.

Auch die Geranium-Hybriden büßen mit den Jahren am selben Standort mehr oder weniger deutlich an Vitalität ein. Verpflanzen schafft Abhilfe.

Nach der Blüte sehen Geranium-Flächen oftmals etwas ungepflegt aus. Ein zeitnaher Rückschnitt sorgt für einen ordentlichen Neuaustrieb, der mitunter auch eine schwächere Nachblüte im Herbst zur Folge hat.

Die meisten Hybriden sind ausreichend winterhart. In rauhen Regionen mit regelmäßigen, tiefen Barfrösten empfehlen sich leichte Abdeckungen mit Herbstlaub.



'Brookside' in einen naturhaften Gehözsaum

Sorten:
  • Brookside: gute Sorte, violett-blaue Schalen-Blüte mit hellem Zentrum, Blütezeit von Anfang Juni bis Ende Juli, bei Rückschnitt meist nennenserte Nachblüte im September, 70 cm hoch, gut 100 cm breit, etwas lagernder, gut bodenbedeckender Wuchs, vitale, gute Sorte (Pratense-Gruppe)
  • Nimbus:: violett-blaue Blüte mit kleinem, hellen Zentrum von Mitte Juni bis Anfang August, 70 cm hoch, ca. 100 cm breit, vergleichsweise aufrechter Wuchs, gefiedertes Laub, das gelblich-grün austreibt (Collinum-Gruppe)
  • Rozanne: sehr wüchsig, 40-60 cm hoch und halbkugelig-spreizklimmend wachsend bis zu 130 cm breit. Ausdauernder, reicher Blütenflor von Anfang Juni bis Mitte Oktober, rel. kleine violett-himmel-blaue Schalen-Blüten mit fast weißem Zentrum. Die Sorte ist vermutlich der am  häufigsten kultivierte Storchschnabel
  • Sirak:: rosa-violett, großblumig, Blüte von Anfang Juni bis Ende Juli, 50-60 cm hoch, standfest, buschiger Wuchs und dabei gut bodenbedeckend, vital (Gracile-Gruppe)

  • fett = ausgezeichnete Sorte, unterstrichen = sehr gute Sorte.
    Bewertungen auf Basis des Sichtungsergebnisses des Arbeitskreis Staudensichtung

    Bilder






    'Rozanne'



    'Brookside'



    'Brookside'



    'Rozanne'



    'Rozanne'

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    60-100 cm Höhe
    rosa
    violett
    hell-blau
    blau
    Juni
    Juli
    grün
    hellgrün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    frisch
    wechselfeucht
    nicht austrocknend
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    befriedigend
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    für Pflanzgefäße geeignet
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren