Dryopteris dilatata

Dryopteris_dilatata_breitbl%c3%a4ttriger_dornfarn___(3) Name Breitblättriger Dornfarn
Botanischer Name: Dryopteris dilatata
Familie Dryopteridaceae, Wurmfarngewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Dryopteris dilatata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Recurvata

Beschreibung

Naturstandort von Dryopteris dilatata: Der Breitblättriger Dornfarn ist in ganz Europa sowie in der Türkei und dem Kaukasus verbreitet. In Zentral-Asien und in Japan sind ebenfalls isolierte Verbreitungsareale. Im Süden Argentiniens gilt die Art als eingebürgert. In Südeuropa kommt Dryopteris dilatata nur in den höheren Lagen der Gebirge vor.

In Deutschland ist er nahezu flächendeckend von den Tieflagen bis in hochmontane Stufen hochstetig. Lediglich östlich der Elbe dünnen die Vorkommen deutlich aus. Auch in der Schweiz ist er mit Ausnahme der Hochalpen überall recht häufig.



Dryopteris dilatata entwickelt sich wie die meisten Farne träge.

Dryopteris dilatata tritt vorrangig in Buchen-Wäldern auf. Daneben ist die Art auch in montanen Fichten-Tannen-Mischwälder, beerstrauchreiche Tannen-Wälder und in montanen, frisch-nahrhaften Hochstaudenfluren bzw. Grünerlen-Gebüschen regelmäßig anzutreffen.

Bei den Wuchsorten handelt es sich um halbschattige bis schattige Waldstandorte mit tiefgründigen Waldböden und guter Stickstoffversorgung. Die Böden sind frisch bis feucht. Die Bodenreaktion reicht von sauren bis alkalischen Bedingungen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (4)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (6)  Reaktion (-)  Stickstoff (7)

In dieser schattigen Nische einer Dorfkirche hat man dieses Exemplar seit Jahren gewähren lassen und wird mit einem stilvollen Bild belohnt.



Beschreibung

Dryopteris dilatata ist ein sommergrüner, horstiger Farn. Die recht lang gestielten Wedel sind locker-trichterförmig angeordnet und im oberen leicht Drittel bogig überhängend.

Er erreicht Wuchshöhen von etwa 70-80 cm. Auf ärmeren Standorten bleibt er deutlich niedriger, unter idealen Bedingungen werden alte Exemplare auch 130 cm oder gar 150 cm hoch.

Die Fiederblätter sind auffallend breit, die Wedel wirken dadurch sehr flächig. Die Wedel des sehr ähnlichen, bekannteren Dryopteris filix-mas wirken etwas luftiger. Außerdem sind die Spreuschuppen am Grund der Blattstiele einfarbig mittelbraun, während Dryopteris dilatata hier Schuppen mit einem dunkelbraunen Mittelstrich aufweist.

Verwendungshinweise

Dryopteris dilatata ist eine - sehr subtile - Variation des Wurmfarn-Themas, die aber nur Eingeweihten auffallen dürfte. Eine größere optische Eigenständigkeit hat die Sorte 'Recurvata', die sehr schmale Fiederblättchen entwickelt.

Es gibt dennoch sicherlich aufregendere Farne, darunter auch solche mit wintergrüner Wuchsform wie die ostasiatische Dryopteris atrata. Der Vorteil der sommergrünen Farne - das sei nicht verschwiegen -  ist natürlich der eindrucksvollere, beglückend anzusehende Austrieb der Blattwedel im Frühjahr.

Für naturhafte Waldsituationen oder die luftfeuchten Nordseiten von Mauern und Gebäudeteilen ist der Breitblättriger Dornfarn in jedem Falle eine überzeugende Option. In Bergwäldern sieht man die Art mit einigen gartenwürdigen Gesellschaftspartnern wie z.B. Adenostyles alliariae, Lamium galeobdolon, Polygonatum verticillatum, Primula elatior oder Vaccinium myrtillus zusammen stehen.



Elegante, aber wenig spezifische Wedelform.

Kultur

Auch Dryopteris dilatata entwickelt sich etwas schleppend zu eindrucksvollen Exemplaren, denen an schattigen, luftfeuchten Standorten kein Konkurrent mehr etwas anhaben kann. In den ersten Jahren müssen die Jungpflanzen daher vor wüchsigen, expanisven Konkurrenten freigehalten werden.

Wurzeldruck alter Bäume wird gut ertragen, allerdings nur auf dauerhaft frischen bis feuchten Böden. Trockenphasen sind generell ungünstig, ebenso Lufttrockenheit.

Unter stickstoffarmen Bedingungen kümmert die Art, reagiert hier aber etwas weniger empfindlich auf kurzzeitigen Trockenstress.

Sorten:

  • Recurvata: wie die Art, allerdings mit schmaleren Fiederblättchen, dadurch luftige Wirkung (handelsüblich)

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Farn
horstartig
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
grün
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren Wälder Einsatzbereich
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Zentral-Asien
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Laubwälder
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Flattergrasbuchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Nadelwälder
Fichtenwälder
Zwergstrauchreiche Tannen-Fichtenwälder
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren