Berberis bealei (Mahonia bealei) // Beals Mahonie

Familie Berberidaceae, Berberitzengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Berberis bealei (Mahonia bealei)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Berberis bealei: Beals Mahonie stammt aus den Gebirgsregionen des süd- und zentral-östlichen Chinas. In Japan, Vietnam und im Süd-Osten der USA hat sie sich neophytisch etabliert.

Im natürlichen Verbreitungsgebiet herrscht ein sommerfeuchtes, submediterranes Waldklima. Im Sommerhalbjahr ist die Niederschlagsrate in vielen Regionen höher als im ganzen mitteleuropäischen Jahr. Das Winterhalbjahr ist dafür trocken.

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Prächtig entwickeltes Exemplar am abonnigen Gehölzrand.

Berberis bealei steigt von der Hügelstufe bis in etwa 2.000 m Höhe auf. Hier treten Winterverläufe auf, die mit denen des wintermilden Westeuropas vergleichbar sind.

Typische Wuchsorte sind die Strauchschichten von Wäldern, Waldrändern und Lichtungen oder offene Gebüschformationen an sonnenabgewendeten Berghängen.

Die licht schattigen bis licht halbschattigen Standorte sind gut drainiert, leiden aufgrund der regelmäßigen Sommerniederschläge aber nicht oder kaum unter Trockenstress. Die feinerdereichen, meist humosen Böden basieren auf einem Skelett basenarmer, sauer bis neutral verwitternder Gesteine. Die Stickstoffversorgung ist nur mäßig.

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Mittagssonne ruft gelbliche Schutzfärbungen des Laubes hervor.

Beschreibung: Berberis bealei ist ein immergrüner, trägwüchsiger Strauch. Er erreicht in den Subtropen im Alter gut 300 (400) cm Höhe, bleibt nördlich der Alpen mit etwa 200 cm aber niedriger.

Die derb-ledrigen Blätter sind einfach gefiedert mit stacheligen Blatträndern. Die wedelartigen Blätter erreichen Längen von bis zu 40 cm. Sie sind oberseits meist dunkel-grün mit leichtem Blaustich. Der Austrieb ist bronze-rötlich überlaufen.

Die Blüten stehen in vielästigen Trauben. Die Seitenäste werden bis zu 20 cm lang, können aufrecht stehen, hängen aber auch oft über. Die Blüte ist leuchtend gelb und duftet gut wahrnehmbar und angenehm. Die Blütezeit liegt in der Regel im März bis April, nach milden Wintern beginnt die Blüte aber auch schon mal Mitte oder gar Anfang Februar.

Nach der Blüte werden schwarze, blau bereifte, kugelige Früchte gebildet. Sie sind essbar und können roh oder gekocht z.B. zu Marmelade verarbeitet werden.

Nicht ganz einfach zu unterscheiden ist die etwas häufiger verwendete Berberis japonica. Deren Fiederblätter sind tendenziell etwas schlanker, insbesondere am Grund nicht schief herzförmig und sich dort nicht überlappend. Zuverlässigstes Unterscheidungsmerkmal ist die bei Berberis bealei deutlich hochgewölbte Struktur der Fiederblätter und ein Paar kleiner Fiederblättchen deutlich abgesetzt am Grund des Blattstiels.

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Die Früchte sind essbar.

Verwendungshinweise: Mahonien leiden etwas unter der inflationären Verwendung von Berberis aquifolium in oft lieblosen öffentlichen Grünanlagen.

Beals Mahonie hat aber einen im Grunde exotischen Ausdruck, der im richtigen Umfeld durchaus gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Hilfreich ist ein repräsentatives Umfeld und die Kombination mit anderen mediterran oder besser noch fernöstlich anmutenden Stauden und Gehölzen. Bambusse, Zimmer-Aralie oder die Eichenblättrige Hortensie unterstützen ein gegediegenes Ambiente.

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Jugendliches Exemplar am repräsentativen Hauseingang mit Purpurglöckchen und Chenault-Schneebeere.

Kultur: Berberis bealei ist widerstandfähig und kommt rasch ohne gärtnerische Unterstützung auch auf schwierigeren Standorten zurecht. Kalkhaltige Böden führen zu chlorotisch anutenden Laubfarben.

Sie ist sehr gut schattenverträglich, erträgt auch unmittelbaren Wurzeldruck von Großbäumen und übersteht Trockenphasen nach der Etablierung weitgehend unbeeindruckt.

Wintersonne in Verbindung mit tief gefrorenen Böden führt zu Blattverlusten und unschönen, braunen Stellen im Strauch. Dies lässt sich praktisch nur in absonnigen, windgeschützen Lagen oder unter einem Schirm immergrüner Koniferen vermeiden.

Bilder


















Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Strauch
Normalstrauch
breit ausladend
gelb
März
April
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
ganzjährig schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren