Opuntia fragilis / Feigenkaktus

Opuntia_fragilis_feigenkaktus_p110022511 Familie Cactaceae, Kakteengewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Opuntia fragilis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Opuntia fragilis

Die Art kommt in der Westhälfte der USA bis in das südliche Kanada in Höhenlagen von 0 m im nördlichen bis 2.400 m üNN im südlichen Verbreitungsgebiet vor. Sie gehört zu den am weitesten nach Norden vordringenden Kakteen.

Die Art besiedelt Wüsten und Trockensteppen auf sandigen oder skelettreich-durchlässigen Böden und trockene Felsköpfe innerhalb von Kurzgras-Prärien in (voll-)sonnigen Lagen.

Die Substrate sind stickstoff- und humusarm und mehr oder weniger neutral. 



Opuntia fragilis ist eher von bizarrem Charme denn von wahrer Schönheit geprägt.

Beschreibung

Der Feigenkaktus ist eine immergrüne Kaktee, die in Mitteleuropa flache, polsterartige Wuchsformen von kaum 10 cm Höhe zeigt. Es gibt Formen mit langen Stacheln und solche fast ohne Stacheln.

Die gelben, mitunter auch grünlich-gelben Blüten erscheinen teilweise schon Ende Mai. Oft bleibt die Blüte aber auch aus oder gerät sehr spärlich.

Die oberen Segmente brechen leicht ab und werden am Naturstandort im Fell von Tieren verschleppt, wo sie an geeigneten Stellen neue Horste entwickeln.

Mit Opuntia polyacantha werden gelegentlich natürliche Hybriden gebildet, die zumindest in den USA auch gehandelt werden. Sie gelten als relativ winterhart.

Verwendungshinweise

Opuntia fragilis ist eine unscheinbare Liebhaberpflanze, die aber immerhin zu den winterhärtesten Feigenkakteen gehört.

Sie können in intensiv betreuten, detailreichen Anlagen in Trocken-Steppenanlagen, exotischen Alpinarien und Trockenmauern in mediterranen Gärten sowie Pflanztrögen eingesetzt werden.

Vermutlich ist der Einsatz auf einer alten Mauerkrone noch die interessanteste Verwendungsmöglicheit.



Im Winter verliert sich die Grünfärbung und weicht wenig vital wirkenden Brauntönen.

Kultur

Opuntien benötigen v.a. ausgesprochen gut drainierte, humusarme, mehr oder weniger neutrale Mineralböden in voller Sonne.

Windgeschützte, wärmebegünstigte Lagen, vorzugsweise im Regenschatten von Mauern und Gebäuden sind sehr zu empfehlen. Insbesondere vor winterlichen Niederschlägen müssen die Pflanzen geschützt werden. Wenn dies gelingt, gehört Opuntia fragilis zu den frosthärtesten Kakteen überhaupt.

Auf nahrhaften Substraten ist die Art spürbar wüchsiger, verliert aufgrund der ungenügend ausreifenden Triebe an Frosthärte und ist kaum gegen Wildkrautaufkommen zu verteidigen.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
bodendeckend
horstartig
bis 15 cm Höhe
Polsterpflanze
niederliegend/kriechend
gelb
Juni
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
dunkel-grün
bräunlich
ungiftig
essbar
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
sehr arme Böden
arme Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Sehr hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen
Steppen