Epimedium grandiflorum // Großblütige Sockenblume, Elfenblume

Familie Berberidaceae, Sauerdorngewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Epimedium grandiflorum

Die Großblütige Sockenblume wächst in (Nadel-)Mischwäldern Japans.

Die Standorte sind halbschattig bis schattig. Die Böden sind humos, kalkarm sowie feinerde- und skelettreich.

Die Stickstoffversorgung ist mäßig, die Bodenreaktion schwach alkalisch bis sauer. Der Wasserhaushalt ist ausgeglichen frisch bis zeitweise sickerfeucht.



Das Sommerlaub von Epimedium grandiflorum könnten böswillige Betrachter auch für eine steifblättrige Form des Giersch halten.

Beschreibung
Epimedium grandiflorum ist eine sommergrüne, horstige Staude. Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 20 cm. Das Laub ist im Austrieb oft rötlich oder bronzefarben überlaufen, in Sorten kommen auch aparte Blattzeichnungen vor, die sich im Laufe des Sommers aber verlieren.

Der Blütenflor erscheint im Mai mit dem Laubaustrieb und ist besser wahrnehmbar als bei den wintergrünen Elfenblumen. Das Farbspektrum der Blütenfarben reicht in Sorten von Weiß über Rosa- und Violett-Tönen zu Rot.

Verwendungshinweise
Großblütige Elfenblumen sind zarte, mit ihren exotischen Blütenformen aparte Optionen für intensiv gepflegte Krautschichten am Nordrand von Bäumen oder im Schatten von Gebäudeteilen und Mauern.

V.a. im Frühling darf man sie eindeutig auch zu den Blattschmuckstauden zählen.

Sie sind deutlich weniger konkurrenzkräftig als ihre gelb blühenden Verwnandten Schwefel-Elfenblume (Epimedium x versicolor) oder gar die eher aggressive Kolchische Sockenblume (Epimedium pinnatum).

Die Großblütige Sockenblume kann nur mit nicht expanisven, horstigen Wald-Gräsern, Farnen und zarten Wald-Stauden dauerhaft vergesellschaftet werden.

Strukturgebende Begleiter könnten z.B. Bergsegge (Carex montana), Herbst-Steinbrech (Saxifraga cortusifolia), Frauenhaarfarn (Adiantum venustum) oder Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) sein. Dazu würden das selten verwendete Ahornblatt (Mukdenia rossii), die Blutwurz (Sanguinaria canadensis), Kanadisches Tränendes Herz (Dicentra canadensis) oder eines der ungewöhnlichen Walddreiblätter (Trillium grandiflorum) passen. 

Kultur
Unter echtem Wurzeldruck kümmert die Art, weshalb sie nur am Rand der Wurzelteller von Gehölzen und sogar wurzelintensiven Hochstauden eingesetzt werden sollte.

Trockenphasen werden besser vermieden. Ideale Standorte sind dauerfrisch, halbschattig, wärmebegünstigt und vor winterlichen Nord-Ost-Winden geschützt. Insbesondere der Austrieb im Frühling ist spätfrostgefährdet - und auch bei Nacktschnecken eine geschätzte Nahrungsergänzung.

Sowohl für die Verbesserung der Winterhärte als auch für die Optimierung der Bodenstruktur ist es empfehlenswert, Falllaub in Epimedien-Flächen zu belassen.

Sorten:
  • Akebono: 25 cm hoch, blass-violett-rosa Blüte, schwach rot gerandete Blätter
  • Bicolor Giant: 40-50 cm hoch, rosa Blüte, frisch-grüne, kräftig weinrot marmorierte Blätter, eindrucksvolle Sorte
  • Chris Norton: 30 cm hoch, blass-violette Blüten mit weißem, langem Sporn
  • Creeping Yellow: 15 cm hoch, rein-weiße Blüte
  • Lilafee: 20 cm hoch, violette Blüten, später, bronzefarbener Austrieb
  • Nanum: 15 cm hoch, blau-violette Knospen, die über blass-violett fast weiß verblühen, rot-gerandete Blätter
  • Red Beauty: 15 cm hoch, violett-rote Blüten mit weiß auslaufenden Spornspitzen, rot-bräunlich überlaufener Blattaustrieb
  • Rubinkrone: 20 cm hoch, kräftig violett-rote Blüte
  • var. higoense: 15 cm hoch, weiße, leicht grünstichige Blüten, Blätter im Austrieb oft rötlich umrandet
  • Bilder






    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    bis 15 cm Höhe
    15-30 cm Höhe
    30-60 cm Höhe
    weiß
    rot
    rosa
    violett
    rosé-weiß
    Mai
    grün
    rötlich
    bräunlich
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    unbedeutend
    frisch
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    keine Bodenverdichtung
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    gut
    Hoch
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Gehölz/Wald