Epimedium x versicolor // Schwefel-Elfenblume

Familie Berberidaceae, Sauerdorngewächse
Pflanzen pro qm 10.00

Beschreibung

Herkunft von Epimedium x versicolor

Die Schwefel-Elfenblume ist eine Arthybride zwischen der horstigen, zarten und wintergrünen Großblütigen Sockenblume (Epimedium grandiflorum) aus Japan und der wuchernden, immergrünen Kolchischen Sockenblume (Epimedium pinnatum) aus der Kaukasusregion.

Die Elternarten besiedeln halbschattige bis licht schattige Wälder auf kalkarmen, mäßig nahrhaften Böden. Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch.

'Sulphureum' im schönen Kontrast von weinrotem Blattaustrieb und schwefelgelben Blüten, assistiert von Vinca major.

Beschreibung
Epimedium x versicolor ist eine wintergrüne, durch moderate Ausläufer langsam bodendeckend in die Breite wachsende Staude. Die im Sommerhalbjahr dichten Blattteppiche erreichen Wuchshöhen von etwa 20 (30) cm.

Die Blüten der im Handel erhältlichen Sorte "Sulphureum" sind blass schwefel-gelb und erscheinen im Mai. Der Blütenflor ist etwas reicher als bei der Elternart Epimedium pinnatum aber schwächer als bei Epimedium grandiflorum.

Das Laub ist im Austrieb hell-grün und rötlich überlaufen, im Winter nimmt es häufig bronze-rote Tönungen an. Ähnlich und ebenfalls sehr robust ist Epimedium x perralchicum 'Frohnleiten', eine Hybride aus Epimedium pinnatum ssp. colchicum und Epimedium perralderianum aus den Gebirgen Nordafrikas.

Das Laub des Vorjahres vertrocknet im Verlauf des Winters und könnte vor dem Neuaustrieb auch beseitigt werden. Die Kombination mit Narcissus 'Thalia' weiß zu überzeugen.

Verwendungshinweise
Die Schwefel-Elfenblume wird gerne in gepflegten Gartenanlagen zur Unterpflanzung alter Baumbestände und von Großgehölze eingesetzt. Sie lässt mit der Zeit ansprechende, ruhige und dennoch nicht eintönige Flächen entstehen.

Sie kann besser mit anderen, kräftigen Gräsern, Farnen und Wald-Stauden vergesellschaftet werden als die aggressive Epimedium pinnatum.

Oft wird die Schwefel-Elfenblume in größeren Flächen für sich alleine eingesetzt, was auch seine Berechtigung hat. In Kombination mit Efeu (Hedera helix), Kaukasus-Efeu (Hedera colchica) oder auch Stracheys Bergenie (Bergenia stracheyi) erreicht man eine ganz dezente Belebung des Bildes.

Will man die Dynamisierung von größeren Schwefel-Elfenblumen-Flächen noch etwas weiter treiben, bieten sich große Gräser und Farne wie Japan-Segge (Carex morrowii), Riesen-Segge (Carex pendula) oder Grannen-Schildfarn (Polystichum setiferum) im weitläufigen Solitär-Verbund an. Auch die Einbindung von Inseln aus Weißer Herbstaster (Eurybia divaricata) oder Herbst-Anemonen ergäbe Sinn. Solche Pflanzungen lassen nach dem Flächenschluss kaum noch Wildkräuter aufkommen.

Beeindruckende Kombination mit dem fast schwarzen Laub von Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens'

Kultur
Nach der Etablierung kommt die Schwefel-Elfenblume auch auf mäßig trockenen Standorten zurecht und übersteht kurze sommerliche Trockenphasen.

Sie hält dem Wurzeldruck von Großbäumen stand, die Substrate sollten hier aber eine höhere Wasserhaltefähigkeit aufweisen. Je näher sie an den Stammfuß gepflanzt wird, desto aufwändiger ist die Etablierung (Bewässerungserfordernis). Mit Epimedium pinnatum werden hier schneller und sicherer Ergebnisse erzielt.

Die Standorte sollten vor winterlichen Nord-Ost-Winden geschützt sein. Barfröste in Verbindung mit Wintersonne führen rasch zu unschönen Laubschäden und mindern die Vitalität. Wenn das vorjährige Laub über den Winer dennoch zu viele Schadstellen aufweist, kann ein kompletter Rückschnitt Ende März erfolgen. Der Blattaustrieb und die zarten Blüten kommen dann auch besser zur Geltung.

Im Abstandsgrün zwischen Straßenbahntrasse und Promenade ist die Schwefel-Elfenblume eine innovative Idee (Potsdam).

Sorten:
  • Sulphureum: wie beschrieben (Handelsstandard)
  • Bilder






    Sulphureum



























    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    bodendeckend
    15-30 cm Höhe
    hell-gelb
    Mai
    grün
    hellgrün
    rötlich
    zierende Herbstfärbung
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    giftig
    mäßig trocken
    frisch
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    mittlere Böden
    reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    gut
    Mittel
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Hauptsortiment
    Belaubung Lebensbereich
    winter-/immergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren