Inula racemosa // Traubiger Alant

Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Inula racemosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Inula racemosa (Traubiger Alant): Inula racemosa stammt ursprünglich aus dem zentralen Himalaya. Der Traubige Alant ist aber eine traditionelle Heilpflanze und hat sich in den Gebirgsregionen Süd-Ost-Asiens in vielen weiteren Regionen eingebürgert.

Er besiedelt die Ufer von Gebirgsbächen und -Flüssen sowie Bergwiesen und -Weiden. Die Standorte sind sonnig, gut wasserversorgt und nahrhaft.



Riesige Grundblätter und kerzenartige Blütentrauben sind die Markenzeichen des Traubigen Alants.

Beschreibung

Inula racemosa ist eine sommergrüne, breit-horstige Staude, deren Blütentrauben mit den großen, gelben Strahlenblüten auf nahrhaften, gut wasserversorgten Böden bis zu 200 cm Höhe erreichen können. Die Blütezeit liegt im Juli. Die Samenstände sind bis in den Winter hinein strukturstabil und von gewissem Reiz im winterlichen Garten.

Auffällig sind die großen  Blätter, die Blattspreiten der Grundblätter können über 30 cm Länge erreichen.

In Asien ist er eine traditionelle Heilpflanze.

Im Vergleich zu dem sehr ähnlichen, gebräuchlicheren Echten Alant (Inula helenium) ist die Schmuckwirkung des Blütenstandes etwas ausgeprägter. Sehr ähnlich ist auch der ebenfalls selten verwendete Riesen-Alant (Inula magnifica).

Verwendungshinweise

Inula racemosa ist in Mitteleuropa seltener in Kultur, mit etwas Mühe aber zu beziehen.

Er ist eine gute, mit seiner Belaubung schon lange vor der Blüte eindrucksvolle Gestalt für ländliche Rabatten oder weitläufige Kräutergärten. Andere hochwüchsige Kräuter- und Medizinalpflanzen wie z.B. Liebstöckel (Levisticum officinale), Fenchel (Foeniculum vulgare) oder Arznei-Engelwurz (Angelica archangelica) sind hier Begleiter, die der Wucht des Alants etwas entgegenzusetzen haben.

Er kann aber ebensogut in naturhaften Hochstaudenfluren vor Gehölzen oder an Gewässerufern verwendet werden. Wilde Karde (Dipsacus fullonum, Purpur-Dost (Eupatorium purpureum) und höhere Sorten der Ruten-Hirse (Panicum virgatum) sind interessante Partner.



Im Winter ist man dankbar für jeden Reiz, der Hoffnung auf den nächsten Sommer macht. Die Samenstände des Traubigen Alants sind ein solcher Hoffnungsschimmer.

Kultur

Der Traubige Alant ist eine nach der Etablierung auf nahrhaften, nicht trockenfallenden Gartenböden in vollsonnigen bis licht-halbschattigen Lagen durchsetzungsfähig und pflegeleicht.

In den ersten zwei Vegetationsperioden nach der Pflanzung ist es auf den gewünscht nahrhaften Böden hilfreich, wüchsige und hohe Konkurrenzstauden etwas im Zaun zu halten. Wobei sich die schon bei Jungpflanzen sehr großen Blätter Platz und Respekt zu verschaffen wissen.

Sorten:
  • Sonnenspeer: großblütige Auslese, sonst wie der Typ

Bilder






Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
100-150 cm Höhe
150-250 cm Höhe
gelb
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
frisch
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
gut
Gering
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Alpinum
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren