Verbena hastata / Lanzen-Eisenkraut

Verbena_hastata_lanzen-eisenkraut_11 Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Verbena hastata

Das Lanzen-Eisenkraut ist in Nordamerika nahezu flächendeckend verbreitet, hat ihren Verbreitungsschwerpunkt aber im mittleren und südlichen Westen. In Österreich scheint es neophytische Etablierungstendenzen zu geben.

Verbena hastata besiedelt eine Vielzahl frischer bis feuchter und sonniger Biotope wie Gewässerufer, Wiesen und Feuchtgebüsche.

Besonders individuenreich tritt sie in gelegentlich gestörten Flächen auf, da sie sich sehr erfolgreich versamen kann. Sie tendiert von der Lebensstrategie in Richtung von Pionier- bzw. Ruderalpflanzen.

An die Bodeneigenschaften werden nur geringe Ansprüche gestellt und ein breites Standortspektrum toleriert.



In dieser Pflanzung wird das Lanzen-Eisenkraut mustergültig eingesetzt.

Beschreibung

Das Lanzen-Eisenkraut ist eine horstige, sommergrüne Staude. Sie erreicht je nach Standortgunst Wuchshöhen von 60 bis 150 cm. Manchmal erreichen Einzelpflanzen auf optimalen Standorten auch mehr als 180 cm. Die Sämlinge schöpfen -für kurzlebige Stauden nicht ganz ungewöhnlich - schon im ersten Standjahr ihr jeweiliges Wuchspotenzial aus. Dafür vergehen sie nach dem dritten, vierten Sommer.

Die violett-blauen Blüten stehen in schlanken Rispen und erscheinen ausdauernd im Juli/August. Die braunen Samenstände sind bis in den Winter hinein stabil und von morbidem Charme.



Verbena hastata zusammen mit Lavendel und Präriegräsern in plausibler Kombination

Insbesondere auf etwas trockeneren Standorten sind Stengel und einzelne Blätter mitunter rötlich-bräunlich überlaufen. Es gibt aber auch Exemplare, die genetisch bedingt purpur-bräunliche Stengel haben. Kontrastreiche Blütenstände entstehen dann zusammen mit hellen Blütenfarben.

Die Erscheinungsformen sind insgesamt recht variabel, sowohl was die Blütenfarben als auch die Form der Blütenstände und der Wuchshöhen angeht. Aufmerksamen Gärtnern sei empfohlen, sich ihre Sämlinge genauer anzuschauen und nach persönlichem Geschmack zu selektieren.

Verwendungshinweise

Verbena hastata ist ein eher seltener Gast in mitteleuropäischen Gärten und wird dann meist in Rabatten verwendet. Sie ist hier auch ein ansprechender, dezenter Begleiter, der sich v.a. als Lückenfüller anbietet.

Schön und naturhaft in der Wirkung ist sie auch in wiesenartigen Situationen und an Gewässerufern.

Interessanterweise funktioniert sie auch in nicht zu trockenen, prärieartigen Situationen, sowohl unter ästhetischen als auch standörtlichen Gesichtspunkten. Man kann unter Berücksichtigung der unter frischen bedingungen oft überbordenden Versamung sogar sagen, dass trockenere Standorte auf leichten Böden die bessere Wahl sind.

Idealerweise platziert man sie in lockerer Streupflanzung im Mittelgrund der Pflanzflächen. Sie sorgen dann vom Sommer bis zum nächsten Frühling für eine klares Strukturierung.



Vermutlich selbstversamte Exemplare in einer etwas unstrukturierten öffentlichen Grünfläche

Kultur

Verbena hastata ist etwas kurzlebig, wo die Vegetationsdecke nicht zu dicht ist, versamt sie sich aber willig. Auf frischen bis feuchten Böden neigt sie sogar zur Lästigkeit. Standorttreue ist dabei natürlich ebenfalls nicht ihre große Stärke. Soweit dies für die Wirkung der Pflanzung aber erforderlich ist, muss man gezielt Hand anlegen.

Das Lanzen-Eisenkraut ist ein Intensivwurzler und kann auch auf nur frischen, ja sogar mäßig trockenen Böden kultiviert werden, bleibt hier aber meist etwas niedriger und kompakter, was keineswegs ein optischer Nachteil ist.

Aus Saatgut hervorgegangene Exemplare benötigen auch auf trockeneren Standorten keine Bewässerung für die Etablierung. Sie blühen zudem ziemlich zuverlässig schon im ersten Jahr.

Will man einen besonders schönen Sämling vermehren, kann man erwägen im Frühsommer ausgereifte Stecklinge zu gewinnen und bewurzeln zu lassen. Das Saatgut wird sich nicht "sortenrein" vervielfältigen.

Sorten:
  • Blue Spires: 80 bis 120 cm hoch, hell violett-blaue Kronblätter und rötlich-braune Kelchblätter
  • Pink Spires: 80 bis 120 cm hoch, zart-rosa Blüten
  • Rosea: 80-100 cm hoch, rosa-violette Blüte
  • White Spires: 60 bis 100 cm hoch, rein weiße Blüten

Bilder





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Rosea


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Rosea

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
weiß
rosa
violett
hell-blau
blau
Juli
August
grün
bräunlich
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
wechselfeucht
nass
sommertrocken
feucht
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Wiese/Prärie
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Wasserrand/Sumpf
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren