Verbena hastata // Lanzen-Eisenkraut

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Verbena hastata: Das Lanzen-Eisenkraut ist in Nordamerika nahezu flächendeckend verbreitet, hat ihren Verbreitungsschwerpunkt aber im mittleren und südlichen Westen. In Österreich scheint es neophytische Etablierungstendenzen zu geben.

Verbena hastata besiedelt eine Vielzahl frischer bis feuchter und sonniger Biotope wie Gewässerufer, Wiesen und Feuchtgebüsche.

Besonders individuenreich tritt sie in gelegentlich gestörten Flächen auf, da sie sich sehr erfolgreich versamen kann. Sie tendiert von der Lebensstrategie in Richtung von Pionier- bzw. Ruderalpflanzen.

An die Bodeneigenschaften werden nur geringe Ansprüche gestellt und ein breites Standortspektrum toleriert.



In dieser Pflanzung wird das Lanzen-Eisenkraut mustergültig eingesetzt.

Beschreibung: Das Lanzen-Eisenkraut ist eine horstige, sommergrüne Staude. Sie erreicht je nach Standortgunst Wuchshöhen von 60 bis 150 cm. Manchmal erreichen Einzelpflanzen auf optimalen Standorten auch mehr als 180 cm. Die Sämlinge schöpfen -für kurzlebige Stauden nicht ganz ungewöhnlich - schon im ersten Standjahr ihr jeweiliges Wuchspotenzial aus. Dafür vergehen sie nach dem dritten, vierten Sommer.

Die violett-blauen Blüten stehen in schlanken Rispen und erscheinen ausdauernd von Mitte Juli bis Ende September. Die braunen Samenstände sind bis in den Winter hinein stabil und von morbidem Charme.



Verbena hastata zusammen mit Lavendel und Präriegräsern in plausibler Kombination

Insbesondere auf etwas trockeneren Standorten sind Stengel und einzelne Blätter mitunter rötlich-bräunlich überlaufen. Es gibt aber auch Exemplare, die genetisch bedingt purpur-bräunliche Stengel haben. Kontrastreiche Blütenstände entstehen dann zusammen mit hellen Blütenfarben.

Die Erscheinungsformen sind insgesamt recht variabel, sowohl was die Blütenfarben als auch die Form der Blütenstände und der Wuchshöhen angeht. Aufmerksamen Gärtnern sei empfohlen, sich ihre Sämlinge genauer anzuschauen und nach persönlichem Geschmack zu selektieren.

Verwendungshinweise: Verbena hastata ist ein nicht übermäßig häufiger Gast in mitteleuropäischen Gärten und wird dann meist in Rabatten verwendet. Sie ist hier auch ein ansprechender, dezenter Begleiter, der sich v.a. als Lückenfüller anbietet.

Schön und naturhaft in der Wirkung ist sie auch in wiesenartigen Situationen und an Gewässerufern.

Interessanterweise funktioniert sie auch in nicht zu trockenen, prärieartigen Situationen, sowohl unter ästhetischen als auch standörtlichen Gesichtspunkten. Man kann unter Berücksichtigung der unter frischen Bedingungen oft überbordenden Versamung sogar sagen, dass trockenere Standorte auf leichten Böden die bessere Wahl sind.

Idealerweise platziert man sie in lockerer Streupflanzung im Mittelgrund der Pflanzflächen. Sie sorgen dann vom Sommer bis zum nächsten Frühling für eine klares Strukturierung.



Vermutlich selbstversamte Exemplare in einer etwas unstrukturierten öffentlichen Grünfläche

Kultur: Verbena hastata ist etwas kurzlebig, wo die Vegetationsdecke nicht zu dicht ist, versamt sie sich aber willig. Auf frischen bis feuchten Böden neigt sie sogar zur Lästigkeit. Standorttreue ist dabei natürlich ebenfalls nicht ihre große Stärke. Soweit dies für die Wirkung der Pflanzung aber erforderlich ist, muss man gezielt Hand anlegen.

Das Lanzen-Eisenkraut ist ein Intensivwurzler und kann auch auf nur frischen, ja sogar mäßig trockenen Böden kultiviert werden, bleibt hier aber meist etwas niedriger und kompakter, was keineswegs ein optischer Nachteil ist.

Aus Saatgut hervorgegangene Exemplare benötigen auch auf trockeneren Standorten keine Bewässerung für die Etablierung. Sie blühen zudem ziemlich zuverlässig schon im ersten Jahr.

Will man einen besonders schönen Sämling vermehren, kann man erwägen im Frühsommer ausgereifte Stecklinge zu gewinnen und bewurzeln zu lassen. Das Saatgut wird sich nicht "sortenrein" vervielfältigen.

Sorten:
  • Blue Spires: 80 bis 120 cm hoch, hell violett-blaue Kronblätter und rötlich-braune Kelchblätter
  • Pink Spires: 80 bis 120 cm hoch, zart-rosa Blüten
  • Rosea: 80-100 cm hoch, rosa-violette Blüte
  • White Spires: 60 bis 100 cm hoch, rein weiße Blüten
  • Bilder









    Rosea



    Rosea

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    60-100 cm Höhe
    100-150 cm Höhe
    weiß
    rosa
    violett
    hell-blau
    blau
    Juli
    August
    September
    grün
    bräunlich
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    ungiftig
    Heil-/Gewürzpflanze
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    wechselfeucht
    nass
    sommertrocken
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    organische Böden
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    kalk-/basenreich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Amerika
    Nordamerika
    gut
    Mittel
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Wassergarten
    Steppenpflanzung
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Rabatte
    Insektenweide
    Wiese/Prärie
    Hauptsortiment
    sommergrün
    zierende Winterstruktur
    Wasserrand/Sumpf
    Wiesen
    Gehölzrand/Staudenfluren