Athyrium niponicum // Regenbogenfarn, Brokat-Farn

Familie Dryopteridaceae, Wurmfarngewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Athyrium niponicum

Der Regenbogenfarn kommt im östlichen Asien von Korea über Taiwan bis Japan vor. Nach Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis in das nord-östliche China.

Athyrium niponicum besiedelt lichte, luftfeuchte Wälder auf basenarmen Substraten. Über Kalkgestein gedeiht er nur in mächtigen Sauerhumusauflagen.

Die Standorte sind dauerhaft frisch bis feucht und mäßig stickstoffversorgt.

Uriger Farngarten mit Athyrium niponicum im Zentrum und dem Baumfarn Dicksonia antarctica als Überhälter.

Beschreibung
Athyrium niponicum ist ein wintergrüner, horstig wachsender Farn. Er erreicht Wuchshöhen von etwa 40 cm und gehört zu den zierlicheren und auch trägwüchsigeren Farnen.

Die Wedel der Handelsstandard-Sorte 'Metallicum' sind von einem licht-grauem Schimmer überzogen, die Stiele und Blattadern rötlich.

Schattige Felsgärten mit Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) und Regenbogenfarn sind auch eine gute Lösung.

Verwendungshinweise
Athyrium niponicum ist zweifellos ein ausnehmend ansprechender, vielleicht etwas plakativer Farn mit hohem Wiedererkennungswert.

In exotischen Gestaltungsansätzen ist er eine gute Option, um helle Akzente in das Grün von Waldgräsern und Waldstauden zu bringen. Er wirkt hier weniger bemüht als die meisten anderen panaschierten Stauden. Edle, ruhige und trotzdem ganzjährig interessante Flächen entstehen z.B. zusammen mit dem dunklen Laub der immergrünen Lilientraube (Liriope muscari) und des Japanischen Schlangenbarts (Ophiopogon japonicus).

Ma kann aber auch einfach die artifizielle Ader des Brokat-Farns auf die Spitze treiben und mit weiß-grünen Variegataformen von Waldstauden wie Kaukasus-Vergissmeinnicht 'Looking Glas' und Japan-Segge 'Silver Carpet' kombinieren.

In Pflanzgefäßen können repräsentative Effekte erzielt werden, der Wurzelballen sollte allerdings nicht durchfrieren. Idealerweise lässt man ihn sogar weitgehend frostfrei, aber gut wasserversorgt überwintern.

'Red Beauty' hält zumindest im echten Schatten nicht ganz, was der Name verspricht. Nach dem Austrieb vergrünen die Wedel rasch und bleiben fast ohne Rot- und Silberanteile. In halbschattigen Lagen ist die Färbung attraktiver

Kultur
Der Regenbogenfarn benötigt einige Vegetationsperioden, bis er sich voll etabliert hat und seine Endgröße erreicht. Wirklich vital anmutende Exemplare erzielt man nur unter optimalen Bedingungen.

In halbschattigen bis licht schattigen Lagen ist er dann langlebig und recht robust, soweit Trockenstress vermieden wird.Günstig wirken sich möglichst luftfeuchte, gerne windgeschützte Standorte aus. Im Tiefschatten bleibt er eher kümmerlich.

Abträglich sind kalkhaltige Substrate. Auf stickstoffreichen Böden entwickelt er sich üppiger, er sollte dann aber nicht mit wuchskräftigen Stauden vergesellschaftet werden.

Zumindest in winterrauhen Regionen müssen geschützte Standorte gewählt werden. Wintersonne in Verbindung mit kalten Nord-Ostwinden und Barfrösten führen zum Absterben der Wedel und werfen die Pflanze immer wieder weit zurück.

Die Verknüpfung mit Bambussen (hier Fargesia dracocephala) funktioniert ebenfalls gut.

Sorten:

  • Metallicum: Handelsstandard, wie beschrieben, auch als 'Pictum' gehandelt
  • Red Beauty: wie beschrieben, die Mitte der Wedel ist rötlich überlaufen abgesetzt, im echten Schatten vergrünen die Wedel fast vollständig und nur der Austrieb ist rötlich-silbrig überlaufen
  • Bilder






    'Metallicum'



    'Metallicum'



    'Metallicum'



    'Metallicum'



    'Metallicum'



    'Red Beauty'



    'Red Beauty'