Trifolium incarnatum / Inkarnat-Klee

Trifolium_incarnatum_inkarnat-klee_11 Familie Fabaceae, Hülsenfrüchtler
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Trifolium incarnatum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Trifolium incarnatum: Der Inkarnat-Klee kommt in ganz Süd- und Süd-Osteuropa bis nach Kleinasien vor. In Mittel- und Osteuropa ist er verbreitet eingebürgert. Auch in Nordafrika, im Osten Asiens und sogar in Australien tritt er neophytisch auf.

In Deutschland ist Trifolium incarnatum weit verbreitet, aber überall nur unbeständig eingebürgert. Er fehlt nur in Schleswig-Holstein. In der Schweiz ist die Art im Mittelland relativ häufig, fehlt aber in den Alpen und den Voralpen. Sie ist Bestandteil von (Winter-)Zwischensaaten zur Gründüngung von Acker- und Gemüseanbauflächen.



Trifolium incarnatum wird in der Landwirtschaft als Gründünger verwendet. Im Saatgrünland fällt er mesit schon im zweiten Standjahr aus.

Trifolium incarnatum besiedelt Ackerwildkrautfluren, Ackerbrachen, gestörte Wiesen und Straßenböschungen und kurzlebige Ruderalfluren.

Die Standorte sind (voll-)sonnig, mäßig trocken bis frisch. Die tiefgründigen Böden sind schwach alkalische bis saure, ärmere bis stickstoffreichere Böden.

Ökologische Zeigerwerte nach TelaBotanica  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (8)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (4)  Stickstoff (7)

Beschreibung

Der Inkarnat-Klee ist eine horstige Einjährige. er erreicht Wuchshöhen von 20 bis 35 cm. Die dreifach gefiederte Blattspreite ist rein Grün und leicht flaumig behaart.

Die leuchtend dunkelroten Blütenstände erscheinen bei Herbstsaat von Ende Mai bis Anfang August. Die jungen Blüten sind zunächst oval-kugelförmig, nehmen durch Längenwachstum aber im weiteren Verlauf eine länglich-walzenförmige Form an.

Die Wildart ist diploid, im Samenhandel sind vermutlich überwiegend Auslesen mit triploidem Chromosomensatz, die von kräftigerem Wuchs sind.

Die Art bildet eine tiefreichende Pfahlwurzel aus, die sie nach der Keimung im Herbst ausbildet und die sie im Sommer Trockenperioden gut überdauern lässt. Im Verbund mit Bakterien binden die Wurzeln Luftstickstoff und machen ihn pflanzenverfügbar.

Verwendungshinweise

Trifolium incarnatum wird meist im kommerziellen Ackerbau, seltener im privaten Gemüsebau als Bestandteil von Gründüngungs-Saatmischungen eingesetzt. Die Saat wird im Herbst direkt in die frisch umgebrochene Flächen ausgebracht und überwintert grün. Im Frühling wird der Aufwuchs mitsamt der angereicherten Nährstoffe untergepfügt und danach die eigentliche Feldfrucht ausgesäät.

Die Art ist aber mit ihren langen, roten Blüten eine optisch durchaus auffällige und ansprechende Erscheinung. Sie eignet sich v.a. als Blenderpflanze, die als Direktsaat im ersten Jahr einer Pflanzung die noch vorhandenen Lücken besetzt. Mit zunehmendem Lückenschluss werden die kurzlebigen Blender dann verdrängt.

Ein Einsatz von Trifolium incarnatum ist v.a. in steppenartigen Staudenanlagen oder Kiesgärten eine gute Möglichkeit, schon im ersten Jahr nach der Pflanzung ansprechende, blühende Flächen zu erhalten.

Die Art wirkt aber auch an sonnigen Säumen und in niedrigen Wiesen nicht deplaziert.



Gehölzränder sind eigentlich nicht das Metier des Inkarnat-Klees. Hier würde man eher mit dem ausdauernden Hügel-Klee rechnen.

Kultur

In Neuanlagen mit offenen Bodenstellen ist sie im Jahr nach der Aussaat ohne weitere Pflegeansprüche und sorgt zuverlässig für einen überzeugenden Blütenflor. Allerdings können in harten Wintern oder in generell klimatisch rauhen Regionen hohe Ausfallraten eintreten, wenn die Art im Herbst ausgesäät wird. In Zierflächen ist daher zumindest außerhalb wintermilder Gegenden die Aussaat im zeitigen Frühjar zu bevorzugen.

Die Art versamt sich bei ausreichenden offenen, konkurrenzarmen Bodenstellen willig selbst. Diese Bedingungen erfordern jedoch entsprechende gärtnerische Pflegeeingriffe.

In Regionen mit geringen Jahreswärmemengen muss damit gerechnet werden, dass die wärmebedürftige Art von Jahr zu Jahr spärlicher auftritt und schließlich ausbleibt.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
rot
Juni
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
konkurrenzschwach
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Wiesen
Felssteppen